Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Sicherheits-Test
05. Januar 2010 21:56; Akt: 06.01.2010 14:07 Print
Linienflug nach Dublin mit Sprengstoff an Bord
Ein Test hat neue Unzulänglichkeiten im Luftverkehr offenbart. Slowakischen Beamten gelang es, Sprengstoff auf einen Flug nach Irland zu schmuggeln.
Die slowakischen Beamten versteckten den Sprengstoff im aufgegebenen Gepäck von neun Passagieren eines Fluges nach Irland. Acht dieser Päckchen wurden am Flughafen Poprad-Tatry entdeckt, ein neuntes mit 90 Gramm explosivem Material gelangte dagegen bis nach Dublin. Die slowakische Regierung entschuldigte sich am Dienstag bei den irischen Behörden, diese nicht früher informiert zu haben.
Gepäck wird durchleuchtet am Flughafen Zürich Kloten.(Bild: Keystone)
Israel testet biometrische Scanner
Mit biometrischen Scannern will Israel die Sicherheitslage am Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv verbessern. Das zurzeit getestete System werde die Kontrollen am Boden effizienter und das Fliegen sicherer machen, erklärte eine Sprecherin der Flughafenbehörde, Maajan Maltschin, am Dienstag. Sollte sich das System bewähren, könnte es im kommenden Jahr auch an sämtlichen Grenzübergängen zu Lande eingesetzt werden.
Fluggäste sollen Maltschin zufolge künftig nicht mehr stundenlang warten müssen, um von Sicherheitsbeamten intensiv überprüft zu werden. Stattdessen sollen elektronische Karten mit ihrem Foto, Fingerabdrücken und persönlichen Daten zum Einsatz kommen. Die Informationen auf dem Magnetstreifen dieser Karten werden dann am biometrischen Scanner mit dem Aussehen der Person abgeglichen. Ferner müssen am Bildschirm einige Fragen beantwortet werden.
Laut Maltschin werden Sicherheitsbeamte zur Stelle sein, um den Passagieren notfalls zu helfen. Sie würden auch beobachten, ob sich einige Fluggäste vielleicht auffällig verhielten. Das System ist der israelischen Flughafenbehörde zufolge vor allem für Einheimische gedacht, doch können auch ausländische Staatsbürger die relevanten elektronischen Karten erwerben. Israel hat angesichts des anhaltenden Konflikts mit den Palästinensern die striktesten Sicherheitsvorkehrungen der Welt.
Das Gepäck von ankommenden Passagieren wird in Dublin nicht kontrolliert, wie die Flughafenbehörde bestätigte. Der 49-jährige Slowake, dem das explosive Paket zugesteckt worden war, fand dieses zunächst auch gar nicht. Am Dienstag führten irische Beamte nach einem slowakischen Hinweis jedoch eine Razzia durch und verhafteten den Mann. Erst dann wurde von slowakischer Seite klargestellt, dass es sich nur um einen Test gehandelt hatte, wie der irische Justizminister Dermot Ahern erklärte.
Die irischen Streitkräfte betonten, das explosive Material habe zu keiner Zeit eine Gefahr für die Fluggäste dargestellt, da es nicht mit anderen Bestandteilen einer Bombe verbunden gewesen sei. Sicherheitsexperten beklagten derweil, dass der Test gravierende Mängel bei der Gepäckkontrolle auf Flughäfen aufgezeigt habe.
(dapd)






















