Don't cry, Justin!

19. Oktober 2017 14:28; Akt: 19.10.2017 14:28 Print

Strahlemann Trudeau in Tränen aufgelöst

Premierminister Justin Trudeau äussert sich zum Tod des Sängers von Kanadas Lieblingsband – und bricht in Tränen aus: «Es tut weh.»

Kanadas Premier Justin Trudeau weint um den verstorbenen Sänger Gord Downie.
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Gord Downie, der Sänger der kanadischen Band The Tragically Hip, ist im Alter von 53 Jahren wegen eines Hirntumors gestorben. Seine Kinder und andere Familienangehörige seien bei ihm gewesen, teilte die Band auf ihrer offiziellen Website mit.

Downie und seine Band engagierten sich für die Umwelt und die indigene Gemeinschaft in Kanada. International waren sie kaum bekannt, in ihrem Heimatland aber feierten sie grosse Erfolge: In ihrer über dreissigjährigen Bandgeschichte gaben sie 14 Studioalben heraus, die fast alle an der Chartspitze landeten.

Auch Kanadas Premierminister Justin Trudeau ist ein Fan. Als er sich auf dem Parliament Hill zum Tod des Sängers äusserte, begannen die Tränen zu fliessen: «Ich dachte, ich überstehe das, aber es geht nicht», so Trudeau. «Es tut weh.»

«Wir hofften dennoch, dass es nicht passiert»

Das ganze Land habe angesichts der Tumor-Diagnose gewusst, dass es so kommen würde. Dennoch «hofften wir, dass es nicht passiert». Downie sei sein Freund gewesen, er sei jedermanns Freund gewesen. Er wusste um die Grossartigkeit unserer Landes und dass wir noch besser werden müssen, als wir sind.» Er habe die Fähigkeit gehabt, aus seinen Worten Landschaften entstehen zu lassen.

«Er hat Kanada mit jeder Faser geliebt, und zwar nicht auf eine schwammige ‹Oh klar, ich liebe Kanada›-Art. Er liebte jede versteckte Ecke, jede Geschichte, jeden Aspekt dieses Landes, das er sein ganzes Leben lang feierte», so Trudeau weiter.

Der Premierminister war dabei, als die Band im August 2016 ihr offiziell letztes Konzert gab. Mehr als elf Millionen Menschen verfolgten die Show aus Kingston, Ontario, live im Fernsehen.

Im Mai 2016 hatte Downie bekannt gegeben, dass er unheilbar an Krebs erkrankt sei. Er hinterlässt eine Frau und vier Kinder.

(gux)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Brigle am 19.10.2017 14:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mit Herz

    Ein Präsident mit Herz. Nicht wie der Präsident im Nachbarland.

    einklappen einklappen
  • Peter am 19.10.2017 15:24 Report Diesen Beitrag melden

    Menschlich !!

    Authentisch, Menschlich ein Miteinander so soll es sein . Respekt !!!

  • Joanna am 19.10.2017 16:35 Report Diesen Beitrag melden

    Schön

    Finde ich schön, dass er seine Gefühle zeigt. Hat doch nichts mit Schwäche zu tun. Traurig ist Traurig, egal ob Premierminister oder nicht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nase Voll am 19.10.2017 21:04 Report Diesen Beitrag melden

    Bloss mein Gefühl

    Das Problem dabei, der Trudeau hat mit seinem Bekenntnis zum Feministen dem Volke bewiesen, dass er fähig ist, falsche Entscheidungen zu treffen.

  • Schweizer am 19.10.2017 21:01 Report Diesen Beitrag melden

    Emotionali eben...

    Trudeau ist ein Blender - genau wie Obama. Alle Emotionali fallen auf diese rein.

  • Herz am 19.10.2017 20:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Emotionen

    Es ist unsäglich berührend dass Trudeau die Tränen zeigt...wie auch Gord Downie selber z.b. als er von dem indigenen Volk Obit geehrt wird oder Interviews wie er sich zeigt in Videoaufnahmen die ich mir gerade ansah ... Weshalb soll irgendjemand egal wer und welche Position seine Emotionen nicht zeigen dürfen ? Müssen sie immer überspielt, versteckt und weggedrängt werden wie es sehr viele Menschen machen ? Berührend und echt aus dem Herzen, ist egal wer ! Offenheit aus dem Herz ...Offenheit der Gefühle...kein Versteckspiel besonders in Todesfällen die jedem Nahe gehen der die Person kannte !

  • Mathias Mueller am 19.10.2017 19:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trudeaumania is over

    Der Selfie-Prime-Minister Trudeau ist ein abgeklärter Opportunist. Der Showman versucht sich immer wieder medial in Szene zu setzen. In Kanada wird der Strahlemann zunehmend durchschaut. Seine Beliebtheit ist denn auch auf dem Weg nach unten. Dass die Trudeaumania vorbei ist, zeigt sich auch darin, dass im September erstmals die Hälfte der Kanadier finden, es sei Zeit für einen Regierungswechsel.

    • Ab id Schüssle am 19.10.2017 20:33 Report Diesen Beitrag melden

      @MundM

      Anhand der Däumchen hier sehen Sie, dass es leider immer noch funktioniert. Typen wie Trudeau, Macron oder Obama werden leider nur von einer Minderheit durchschaut.

    • Emotionala superba am 19.10.2017 22:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ab id Schüssle

      Oder - noch einfacher - Sie beide liegen einfach falsch.

    • Mathias Mueller am 20.10.2017 06:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ab id Schüssle

      Das stimmt. In Kanada wird die Kritik gegenüber dem egozentrischen Trudeau immer lauter. Es sind Politiker wie Trudeau, Obama etc die durch ihr oberflächliches Verhalten und ihre fSymbolpoltik den Nährboden für das Aufkommen von extremistischen Bewegung kreierten.

    einklappen einklappen
  • MIM68 am 19.10.2017 19:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zum Weinen

    Mir kamen eben auch die Tränen. Beim Lesen von stumpfsinnigen Kommentaren. Wenn euch schon die Fähigkeit fehlt, in öffentlich gezeigten Emotionen Menschlichkeit zu erkennen, dann versucht wenigsten, halbwegs verständlich/korrekt zu schreiben.