Bluttat in Moskau

07. November 2012 13:03; Akt: 07.11.2012 17:08 Print

Verschmähter Liebhaber tötet fünf Menschen

Wegen nicht erwiderter Liebe ist ein Mann in Moskau völlig durchgedreht. Nach fünf Tagen Dauersuff eröffnet der 30-Jährige in seiner Firma das Feuer und tötet fünf Menschen - darunter seine Angebetete.

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Der verzweifelte Russe schoss in seiner Firma wild um sich. (Bild: Keystone)

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Amoklauf aus verschmähter Liebe: Ein Mann hat in Moskau fünf Menschen erschossen und zwei weitere verletzt. Der 30-Jährige erschien nach Polizeiangaben am Mittwochmorgen mit zwei Gewehren bewaffnet an seinem Arbeitsplatz und eröffnete das Feuer auf seine Kollegen.

Laut der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti war der Mann unglücklich verliebt in eine Kollegin, die seine Gefühle nicht erwiderte. Die Frau sei unter den Opfern. Der 30-Jährige habe sich aus Frust fünf Tage lang betrunken, bevor er schliesslich auf seiner Arbeitsstelle in einem pharmazeutischen Unternehmen erschien und schoss.

Der Mann sei in einem Tarnanzug in das Büro gestürmt, in dem die 24-jährige Angebetete arbeitete, und habe aus zwei Jagdgewehren das Feuer eröffnet, so die Ermittler. Die junge Frau wurde mit einem Brustschuss ins Spital gebracht, wo Ärzte um ihr Leben kämpften. Ein 29-Jähriger lag schwer verletzt im Koma. Zwei junge Frauen und drei Männer starben im Kugelhagel.

«Ich hasse die menschliche Gesellschaft»

Der Täter habe sich ohne Gegenwehr ergeben, hiess es. Er war nicht durchsucht worden, als er sein Büro in einem Pharmazieunternehmen betrat, da die Wachleute ihn kannten.

Medienberichten zufolge hatte der Mann in einem Online-Manifest seinen Abscheu gegenüber der Menschheit erklärt. «Ich hasse die menschliche Gesellschaft und es widert mich an, ein Teil davon zu sein! Ich hasse die Bedeutungslosigkeit menschlichen Lebens!», hiess es darin.

Seine einzige Lebensberechtigung könne es sein, «so viele Partikel menschlichen Komposts wie möglich zu vernichten». Laut der Nachrichtenagentur Interfax soll der 30-Jährige psychologisch untersucht werden, um seine Schuldfähigkeit zu klären.

(sda)