Minenunglück Bosnien

07. September 2014 07:29; Akt: 07.09.2014 09:22 Print

Vier tote Bergarbeiter geborgen

Bei einem Grubenunglück in Bosnien-Herzegowina sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Vier Leichen konnten am Samstag geborgen werden.

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Hilfskräfte hofften, die Arbeiter in Zenica demnächst befreien zu können

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Nach einem Grubenunglück in Bosnien haben Suchmannschaften am Samstag die Leichen von vier unter Tage vermissten Bergarbeitern geborgen. Insgesamt kamen beim Unglück fünf Männer ums Leben. Der Suchtrupp stiess nach 15 Stunden zu den eingeschlossenen Opfern vor.

Die Opfer befanden sich rund 500 Meter unter der Erde, wie es in Fernsehberichten hiess. Die genaue Todesursache der Männer soll durch eine Obduktion geklärt, wie ein Vertreter der Mine Raspotocje bei der Stadt Zenica sagte. Der fünfte Tote sollte demnach am Sonntag aus einem anderen Teil der Mine geborgen werden, der zunächst wegen Problemen bei der Belüftung unzugänglich war.

Grubenunglück nach Erdbeben

29 der insgesamt 34 eingeschlossenen Kumpel waren am Freitag lebend gerettet worden. Die Arbeiter hatten 20 Stunden lang in 600 Metern Tiefe ausgeharrt, nachdem infolge eines Erdbebens mehrere Stollen eingestürzt waren.

Das Erdbeben der Stärke 3,5 hatte sich am Donnerstagnachmittag ereignet. Sein Zentrum lag etwa 53 Kilometer nordwestlich der bosnischen Hauptstadt Sarajevo. Infolge des Bebens gab es in der Mine eine Gasexplosion.

(sda)