Belgischer Kindermörder

14. September 2012 19:50; Akt: 14.09.2012 20:56 Print

Marc Dutroux will aus dem Gefängnis

Der bekannteste Verbrecher Belgiens hat einen Antrag auf Haftentlassung gestellt. Marc Dutroux hatte in den 90er Jahren sechs Mädchen entführt und gefoltert, vier starben.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Der belgische Kindermörder Marc Dutroux hat einen Antrag auf vorzeitige Entlassung aus dem Gefängnis gestellt. Der zu lebenslanger Haft Verurteilte habe bereits am Donnerstag beantragt, mit einer elektronischen Fussfessel überwacht zu werden.

Dies sagte ein Sprecher der Strafbehörden am Freitag im belgischen Radiosender RTBF. Die Prüfung des Falls werde mehrere Monate dauern.

Dutroux ist der bekannteste und am meisten gefürchtete Verbrecher Belgiens. Er hatte in den 1990er Jahren sechs Mädchen entführt und gefoltert, vier von ihnen starben.

Dutroux war 2004 wegen mehrfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ihm wurden fünf Morde, Entführung, Vergewaltigung, Folter und Drogenhandel zur Last gelegt. Derzeit sitzt der 55-Jährige in einem Gefängnis im südbelgischen Nivelles.

Proteste nach Freilassung von Komplizin

Vor rund zwei Wochen war Dutroux' Ex-Frau Michelle Martin, die als Mittäterin eine Haftstrafe von 30 Jahren absitzen sollte, unter Auflagen vorzeitig auf freien Fuss gekommen. Dies hatte in ganz Belgien Empörung und Proteste ausgelöst.

Nach belgischem Recht ist eine vorzeitige Entlassung möglich, wenn der Täter mindestens ein Drittel der Strafe verbüsst hat. Dutroux erfülle diese Voraussetzung, weil in sechs Monaten ein Drittel seiner wahrscheinlichen Strafe bei durchschnittlicher Lebenserwartung vorüber sei, berichteten belgische Medien.

Die Regierung hat nach Protesten inzwischen eine Änderung der Rechtslage auf den Weg gebracht - diese wird aber lediglich für künftige Fälle gelten und nicht rückwirkend.

Familien und Anwälte der Opfer fürchten nun, dass der verurteilte Vergewaltiger und Kindermörder eines Tages wieder das Gefängnis verlassen könnte. Dutroux' Anwalt Ronny Baudewijn hatte bereits der Zeitung «Het Niuewsblad» gesagt, sein Mandant hoffe auf eine Freilassung.

(sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Guschti am 15.09.2012 21:56 Report Diesen Beitrag melden

    sonst noch etwas?

    der soll NIE mer frei herumlaufen dürfen

  • Ramona K. am 15.09.2012 16:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kindermörder

    Geht es noch?Mörder und auch Vergewaltiger gehören für IMMER hinter Gitter.Vorallem wenn es um unschuldige Kinder geht.

  • Erika am 15.09.2012 14:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht freilassen

    Das wäre ja noch schöner, wenn dieser Mann wieder frei käme! Der gehört eingesperrt für immer. Kindermörder frei lassen? Das kann ja nicht sein! Ich würde so einen Mörder nicht auch noch verteidigen!

  • Zumi am 15.09.2012 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Es würde mich nicht...

    ...wundern wenn es ihm gelänge. Mit der Freilassung seiner Exfrau hat Belgien bewiesen, dass es ein ähnlich skandalöses Justizsystem wie die Schweiz hat.

    • Lani am 15.09.2012 19:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Ex Frau im Kloster

      manche Theorien besagen dass Dutroux Ehepaar sei satanistisch vorgegangen (ritueller Missbrauch) dann denke ich dass Kloster wird Strafe genug sein für die Dame!

    einklappen einklappen
  • Laura am 15.09.2012 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    Kann ich verstehen

    In einem gefängnis zu leben ist sicher nicht besonders schön. Hat er nicht verstanden was er getan hat?