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Unerwiderte Liebe
08. November 2012 15:58; Akt: 08.11.2012 16:14 Print
Sechstes Todesopfer nach Amok in Moskau
Weil eine Arbeitskollegin seine Gefühle nicht erwiderte, ist ein 30-jähriger Russe Amok gelaufen. Fünf Menschen starben sofort, ein weiteres Opfer erlag nun seinen Verletzungen.
Nach dem bewaffneten Überfall eines verschmähten Liebhabers in Moskau ist die Zahl der Todesopfer auf sechs gestiegen. Ein 30-jähriger Mann sei am Donnerstag im Spital seinen schweren Verletzungen vom Vortag erlegen, sagte eine Kliniksprecherin.
Der 30-Jährige hat sechs Menschen auf dem Gewissen.
Ein Angestellter einer pharmazeutischen Firma war am Mittwoch mit zwei Gewehren bewaffnet an seinem Arbeitsplatz erschienen und hatte das Feuer auf seine Kollegen eröffnet. Drei Männer und zwei Frauen waren sofort tot, eine verletzte Frau lag am Donnerstag noch auf der Intensivstation. Der Mann war mit einem Tarnanzug bekleidet und feuerte aus beiden Waffen gleichzeitig, wie russische Medien berichten.
Der 30-jährige Schütze war offenbar unglücklich in eine Kollegin verliebt, die seine Gefühle nicht erwiderte. Vor seiner Tat veröffentlichte er laut Medienberichten eine Art Manifest im Internet, in dem er seinen Hass auf die Menschheit erklärte. Darin ist zu lesen: «Ich hasse die Menschen und ein Teil von ihnen zu sein widert mich an! Ich hasse die Bedeutungslosigkeit des menschlichen Lebens! Ich hasse das Leben! Ich sehe nur einen Weg: So viel menschlichen Kompost wie möglich zu beseitigen!»
Zudem soll er sich aus Frust fünf Tage lang betrunken haben, bevor er schwer bewaffnet an seinem Arbeitsplatz erschien.
Nach dem Blutbad wollte sich der Amokläufer offenbar selbst richten, doch hatte er bereits alle Munition aufgebraucht. Er wurde von anderen Angestellten und Sicherheitsleuten überwältigt.
(Video: YouTube/SuperSheenTV)
(aeg/sda)

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