Offiziere bestraft

23. Oktober 2013 10:41; Akt: 23.10.2013 13:19 Print

US-Soldaten liessen Tür zu Atombombe offen

Die USA schützen ihre Atombombensilos mit Sicherheitstüren. Diese funktionieren nur, wenn sie auch verschlossen sind. Genau das haben unachtsame Crews dieses Jahr zweimal versäumt.

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Archivbild aus dem Jahr 1997 eines US-Luftwaffenoffiziers bei der Sicherheitstür eines Raketensilos in Colorado. (Bild: Keystone/AP/Eric Draper)

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Weil sie die Bewachung der Atombombe zu locker nahmen, sind in den USA vier Luftwaffenoffiziere bestraft worden. In diesem Jahr habe es zwei Vorfälle gegeben, bei denen atombombensichere Türen offen waren. Diese mit zwölf hydraulischen Riegeln gesicherten Barrieren sollten eigentlich helfen, Terroristen den Zugang zu den unterirdischen Befehlsständen zu verwehren.

Der Sprecher des für Atomeinsätze zuständigen Global Strike Commands der US-Luftwaffe, John Sheets, machte die peinlichen Vorfälle am Dienstag publik. Die Atombomben-Schaltzentralen werden stets von zwei Offizieren bewacht. Wenn einer der beiden schläft oder seinen Platz verlässt, ist es dem anderen streng verboten, die Tür zu öffnen.

Koch und Handwerker hereingelassen

Auf dem Luftwaffenstützpunkt von Minot in North Dakota sah ein Offizier dies im April nicht so eng: Während sein Kollege schlief, liess er einen Koch hinein, der das Essen brachte. Im Mai gab es laut Sheets einen ähnlichen Vorfall auf dem Stützpunkt Malmstrom in Montana. Während der eine Wachmann schlief, habe der andere Handwerkern die Tür geöffnet.

Sheets sagte, in beiden Fällen hätten die Schlafenden geweckt werden müssen. Zur Strafe wurden den beiden Türöffnern zwei Monate ihres Solds gestrichen. Die schlafenden Kollegen erhielten eine schriftliche Rüge.

Der Luftwaffenstützpunkt Minot in North Dakota ist schon 2008 in die Schlagzeilen geraten: Damals waren drei von vier Soldaten, welche die Atombomben-Codes hätten bewachen sollen, eingeschlafen.

(kri/sda)