Justizminister deutlich

14. November 2012 08:10; Akt: 14.11.2012 14:03 Print

«Lieber tot als in einem Gefängnis in Brasilien»«Lieber tot als in einem Gefängnis in Brasilien»

Die Zustände in brasilianischen Gefängnissen sind «mittelalterlich», sagt Justizminister José Cardozo. Er prangert die Verhältnisse in den Strafanstalten an.

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Der brasilianische Justizminister José Cardozo findet klare Worte für den Zustand der Gefängnisse in seinem Land.

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Der brasilianische Justizminister José Cardozo hat die Zustände in den Haftanstalten seines Landes mit drastischen Worten kritisiert. Er wolle «lieber sterben als mehrere Jahre in einem brasilianischen Gefängnis verbringen», sagte Cardozo am Dienstag in São Paulo.

Die Verhältnisse in den Haftanstalten seien «mittelalterlich», fügte Cardozo hinzu. Es gebe nichts «Erniedrigenderes» für einen Menschen als die fortgesetzte Verletzung seiner Menschenrechte hinnehmen zu müssen.

Knapp die Hälfte wartet auf Urteil

In brasilianischen Gefängnissen sitzen rund 500 000 Häftlinge ein. Bis 2014 sollen für umgerechnet knapp 400 Millionen Euro weitere Gefängnisse errichtet werden.

Der Nationale Justizrat, der mit der Überwachung des Strafvollzugs beauftragt ist, beklagte jüngst, 45 Prozent der Häftlinge warteten auf noch ausstehende Urteile. In den Jahren 2010 und 2011 verfügte der Justizrat, dass 21 000 Häftlinge wegen mangelnder Haftvoraussetzungen freigelassen werden müssten.


(Video: YouTube/ribeironews)

(sda)

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  • phie lo am 15.11.2012 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    Ziel ist die Resozialisierung

    Man kann nicht einen Menschen Jahre lang solchen Umständen aussetzen und dann erwarten dass er psychisch gesund bleibt und man ihn wider auf die Gesellschaft loslassen kann.

  • Andrea am 15.11.2012 08:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Armut  

    Die frage lautet doch:warum hat Brasilien soviele Gefangene? Armut und Elend sind die Hauptgründe. Brasilien richtet die nächste Fußball WM plus Olympiade in Rio aus. Nicht nur die Gefängnisse sind im einem erbärmlichen Zustand sondern auch sonst viele Teile des schönen Landes. Die untere Schicht hat wenig bis nichts zu leben. Grauenhaft. Und nun werden Milliarden investiert für etwas was das sich die normale Bevölkerung gar nicht leisten kann. Traurig...man sollte das Problem bei den Wurzeln packen.

  • paulo coèlho am 14.11.2012 14:25 Report Diesen Beitrag melden

    ..Jail

    ..aber auch unschuldig und ohne Anklage kann man dort eingesperrt werden, als Ausländer hat man noch das Problem, das von einem immer irgendwie Kohle erwartet wird um sich davor zu bewahren, am Morgen aufzuwachen und feststellen zu müssen, dass man tot ist !!

    • Suri am 15.11.2012 08:28 Report Diesen Beitrag melden

      wach auf

      ..dann erwacht man also lebendig, nur um festzustellen, dass man eigentlich tot ist..!

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