Massaker in Nigeria

04. November 2012 15:17; Akt: 04.11.2012 15:32 Print

Dutzende Tote bei neuen Gewaltakten

Eine Gewaltwelle hat auch dieses Wochenende den Nordosten Nigerias erschüttert. Es gab viele Tote. Die Stadt Maiduguri gilt als Hochburg der radikalislamischen Rebellengruppe Boko Haram.

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Neue Gewaltakte mit dutzenden Toten haben am Wochenende Nigeria erschüttert. Armeeeinheiten patrouillierten verstärkt vor allem in der Stadt Maiduguri im Nordosten des Landes. Dort berichteten Überlebende davon, dass Soldaten über 40 junge Männer erschossen hätten.

In Maiduguri machte sich Furcht vor weiteren Massakern breit, nachdem Augenzeugen Einzelheiten von dem Massaker berichteten, bei dem Angehörige der Armee über 40 junge Männer in der mehrheitlich muslimischen Stadt erschossen. Anwohner sagten, die Soldaten hätten gezielt junge Männer ausgesucht und diese gezwungen, sich mit dem Gesicht auf den Boden zu legen. Dann hätten sie geschossen.

Maiduguri gilt als Hochburg der radikalislamischen Rebellengruppe Boko Haram. Zuletzt kam es dort wiederholt zu Gewalt zwischen staatlichen Sicherheitskräften und Islamisten.

Gemetzel bei Maiduguri

In Damboa, 90 Kilometer südlich von Maiduguri, erschossen am Samstag mehrere Täter drei Männer. Zuvor hatten sie Feuer in einem Regierungs- und einem Wohngebäude gelegt und auf das Eintreffen der Feuerwehr gewartet, wie ein Polizist sagte.

Anschliessend töteten die Angreifer den Feuerwehrhauptmann und zwei Wachleute, die zum Schutz des Regierungsgebäudes abgestellt waren. Der Polizist sagte, alles spreche dafür, dass es sich um eine Tat von Boko Haram handle.

Ausserdem erschossen Polizisten in der Stadt Kaani in der südlich gelegenen Region Ogoniland 14 Entführer, die im vergangenen Monat einen türkischen Bauarbeiter in ihre Gewalt gebracht hatten, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Die Geisel war demzufolge bereits vor dem Einsatz gegen eine Lösegeldzahlung wieder freigelassen worden.

Nach Polizeiangaben schossen die Entführer, als sich die Einsatzkräfte deren Versteck näherten. Durch Schüsse der Polizei starben sechs der Verdächtigen sofort, acht weitere auf dem Weg ins Spital.

(sda)

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