Deutschland

01. April 2011 16:43; Akt: 01.04.2011 20:36 Print

US-Kampfjet stürzt in der Eifel abUS-Kampfjet stürzt in der Eifel ab

Ein Kampfjet der Vereinigten Staaten ist im Gebiet der Eifel bei Laufeld, Deutschland, verunfallt. Die Kleinstadt ist wohl knapp einer Katastrophe entgangen.

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Ein Jet diesen Typs ist in der Eifel abgestürzt. (Bild: Keystone)

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Ein Kampfflugzeug der US-Streitkräfte ist am Freitag in der Vulkaneifel nur 300 Meter von Wohnhäusern entfernt bei Laufeld (Kreis Bernkastel-Wittlich) abgestürzt. Der Pilot konnte sich mit einem Schleudersitz aus der Maschine retten, wie ein Sprecher der Polizei Trier auf Anfrage mitteilte. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht und schwebt nicht in Lebensgefahr. An Bord der Maschine sollen nach Angaben von Polizisten vor Ort grössere Mengen scharfer Munition gewesen sein. Experten der US-amerikanischen Luftwaffe wollten dies jedoch nicht bestätigen. Die Trümmerteile müssten zunächst genau untersucht werden, hiess es.

Laut US-Air-Force handelt es sich bei dem abgestürzten Flugzeug um eine «A-10 Thunderbolt II», auch «Warzenschwein» genannt. Die nur mit einem Piloten besetzte Maschine von der US-Luftwaffenbasis Spangdahlem in der Eifel habe sich auf einem routinemässigen Trainingsflug befunden, als sie gegen 16.00 Uhr aus noch ungeklärten Gründen abstürzte.

Anwohner berichten von dicken Rauchwolken

Augenzeugen zufolge soll das Flugzeug bereits gebrannt haben, als es über den rund 500 Einwohner grossen Ort Laufeld flog. Eine Anwohnerin berichtete danach von einem lauten Knall. Es seien «dicke schwarze Rauchwolken» aufgestiegen, sagte die Frau, die nach eigenen Angaben rund 500 Meter vom Unglücksort entfernt wohnt. Laufeld liegt in der Einflugschneise der US-Airbase Spangdahlem. Ein weiterer Zeuge berichtet von einer brennenden Wiese rund um den Einschlagsort des Fliegers.

Der Bürgermeister von Laufeld, Karl-Josef Junk, bestätigte, dass die Maschine etwa 300 Meter vor dem Dorf und 500 Meter von der Autobahn 1 entfernt abgestürzt sei. «Wir sind wohl knapp einer Katastrophe entgangen», sagte Junk der Nachrichtenagentur dapd. Die Maschine sei mit der Spitze im Boden aufgeschlagen, und ein grosser Krater sei entstanden, fügte der Bürgermeister hinzu. Die A-10 wurde beim Aufprall in Tausende Einzelteile gerissen. Zeugen zufolge hat der Pilot die brennende Maschine möglicherweise über einem Gewerbegebiet herumgerissen und über freies Feld geflogen.

Unglücksort ist abgesperrt

Den Angaben des Bürgermeisters zufolge war der Pilot ansprechbar und klagte über Rückenschmerzen. Vor dem Transport ins Krankenhaus habe er noch gefragt, ob Anlieger verletzt worden seien. Bereits nach drei Minuten sei die örtliche Feuerwehr an der Unglücksstelle eingetroffen und habe die Maschine gelöscht. An dem Rettungseinsatz waren Feuerwehren, Polizei und ein Rettungshubschrauber beteiligt. Nach dem Unfall begannen Experten der US-Luftwaffe damit, das Areal nach Trümmerteilen abzusuchen. Einem Sprecher zufolge werden die Trümmer mit Video dokumentiert und danach ausgewertet. Mit konkreten Hinweisen auf die Unfallursache könne aber frühestens in 30 Tagen gerechnet werden. Die Luftwaffe hat den Unglücksort weiträumig abgesperrt.

(dapd)