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Gedenken
20. Mai 2011 10:27; Akt: 20.05.2011 11:28 Print
Vor einem Jahr rollten Panzer durch Bangkok
Etwa 30 000 Menschen haben in Bangkok an das blutige Ende der Demonstrationen gegen die Regierung vor einem Jahr erinnert.
Am 19. Mai 2010 rückte die thailändische Armee mit Panzern auf das wochenlang besetzte Geschäftsviertel vor. Die Anführer der Regierungsgegner gaben den Protest auf. In den neun Wochen des Protests und bei der Räumung waren insgesamt 92 Menschen ums Leben gekommen. Die Demonstranten, nach ihrer Kleidung Rothemden genannt, scheiterten damals mit ihrem Versuch, die Regierung zu stürzen.
Demonstration der Rothemden in Bangkok. (Bild: Leser-Reporter André Strüby)
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Krieg in Bangkok
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Krise in Thailand
«Es ist schon ein Jahr her, aber es tut immer noch weh», sagte Kaew Sophok (45), ein Strassenverkäufer, der im vergangenen Jahr mitdemonstriert hatte. «Die Leute, die damals verantwortlich waren, sind noch nicht zur Rechenschaft gezogen worden.»
Mit anderen zündete er an der Ratchprasong-Kreuzung mitten im Geschäftsviertel Kerzen für die Opfer an. Die Polizei hatte das Gelände vor dem Einkaufszentrum CentralWorld abgesperrt - was den ohnehin dort meist schleppenden Verkehr zum Erliegen brachte.
Das Einkaufszentrum war vor einem Jahr durch Brandstiftung schwer beschädigt worden. Wütende Anhänger des Oppositionsbündnisses UDD, das die Proteste organisiert hatte, wollten sich mit dem Ende nicht abfinden. Insgesamt entstanden durch die Demonstrationen nach Schätzungen 24 Milliarden Baht (690 Mio. Franken) Schaden.
Parlamentswahlen anfangs Juli
Unterdessen begann in Bangkok die Registrierung der Parteien und Kandidaten für die Wahlen. 29 Parteien meldeten sich in den ersten Stunden an. Die grössten Chancen auf einen Sieg haben die Regierungspartei der Demokraten von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva und die grösste Oppositionspartei Pheu Thai, welche die Rothemden weitgehend unterstützen.
Deren Mentor ist der 2006 gestürzte Ministerpräsident Thaksin Shinawatra, der die Zügel aus dem Exil führt. Seine Schwester Yingluck ist Spitzenkandidatin. Im Falle eines Wahlsiegs will Pheu Thai den in Abwesenheit wegen Amtsmissbrauchs zu zwei Jahren Haft verurteilten Thaksin begnadigen und nach Thailand zurückbringen.
(sda)

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