Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
28. Juni 2006 13:27; Akt: 28.06.2006 13:36 Print
Darfur: UNO will Friedensmission durchziehen
Die UNO hält an der geplanten Friedensmission für die Krisenprovinz Darfur fest. Auch gegen den Willen der sudanesischen Regierung.
Die zu sendende Friedenstruppe müsse aus einer Division bestehen, sagte der Chef der UNO-Friedensmissionen, Jean-Marie Guéhenno, am Dienstag in New York. Dies würde etwa 17 000 Soldaten entsprechen. Die Afrikanische Union hatte bisher lediglich 7000 Soldaten in dem Gebiet, das etwa so gross ist wie Frankreich, stationiert.
Vertriebene Kinder in Darfur blicken in eine unsichere Zukunft.(Bild: Keystone/KHALED EL FIQI)
AU Truppen unterdotiert und schlecht ausgerüstet
Die AU-Truppe galt als schlecht finanziert und ungenügend ausgerüstet. Die Soldaten waren kaum in der Lage, die Menschen in dem Bürgerkriegsland vor Gewalt und Willkür zu schützen.
Die AU will sich bereits Ende September aus Darfur zurückziehen. Die Organisation verfüge nicht über die notwendigen Gelder, um die Mission weiter zu führen, sagte der südafrikanische Aussenminister Ncosazana Dhlamini-Zuma nach einer Sitzung des AU-Sicherheitsrats.
Beschir zum Einlenken bewegen
Der sudanesische Präsident Omar Beschir lehnt einen Einsatz der Vereinten Nationen in Darfur aber ab. UNO-Generalsekretär Kofi Annan will nun Beschir beim Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) an diesem Wochenende in Gambia zum Einlenken bewegen.
Eine Reihe afrikanischer Führer wolle ebenfalls dieses Thema mit Beschir erörtern. Er hoffe, dass der gemeinsame Druck etwas erreich, sagte Annan in New York.
Annan will Rebellen unter Druck setzen
Ebenso wie die Regierung in Khartum müssten auch die Rebellen in Darfur unter Druck gesetzt werden, sich dem Friedensabkommen von Abuja anzuschliessen und dessen Zusagen einzuhalten, forderte Annan.
Der Bürgerkrieg in Darfur tobt seit Februar 2003. Schwarzafrikanische Rebellengruppen und von der arabisch- islamischen Regierung in Khartum unterstützte arabische Reitermilizen liefern sich erbarmungslose Kämpfe.
Nach UNO-Schätzungen starben bislang bis zu 300 000 Menschen in dem Konflikt. Weitere 2,6 Millionen wurden in die Flucht getrieben.
(sda)

Die Printausgabe von 20 Minuten gibts jetzt auch als ePaper.
Die 20 Minuten App Familie
Thank god it's Friday!
DIE Nightlife-Website für Partyverrückte aus aller Welt















