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Auch nach Newtown
15. Dezember 2012 21:30; Akt: 15.12.2012 21:30 Print
Wenig Hoffnung auf strengere Waffengesetze
Nach dem jüngsten Amoklauf an einer Grundschule in Connecticut ist in den USA wieder einmal eine Debatte über strengere Waffengesetze lanciert. Doch ändern dürfte sich wohl auch diesmal nichts.
Nach jedem Massenmord, Attentat und Amoklauf in den USA kommt sie wieder auf: die Frage nach strengeren Waffengesetzen. Nach Columbine, nach Virginia Tech, nach Aurora - einigen der schlimmsten Massaker in der US-Geschichte - war die Antwort darauf immer die selbe: Nein, wir Amerikaner lassen uns unser verfassungsmässiges Grundrecht auf Waffen nicht nehmen. Doch viele Waffengegner hoffen, dass der Amoklauf von Newtown bei aller Tragik auch ein Wendepunkt in der Waffenpolitik der USA sein könnte. Vieles spricht dagegen, aber ein klein wenig auch dafür.
Bildstrecken Obama kämpft mit den TränenZunächst war das Massaker an der Sandy-Hook-Grundschule in dem beschaulichen 27.000-Einwohner-Städtchen Newtown im US-Staat Connecticut anders als alles, was die USA in ihrer schiesswütigen Vergangenheit bisher erlebt haben. 20 der insgesamt 28 Opfer waren Kinder, einige nicht älter als fünf Jahre.
Die emotionale Reaktion von Präsident Barack Obama war bezeichnend für den Schmerz und die Fassungslosigkeit, den die Nation nach der Tat fühlt, und seine Aussagen liessen Waffengegner einmal mehr darauf hoffen, dass sich ein Präsident zumindest bis zu einem gewissen Punkt der mächtigen US-Waffenlobby entgegenstellen könnte. «Wir haben das schon viel zu oft durchgemacht», sagte Obama unter Tränen. Das Land müsse nun innehalten und zusammenrücken und etwas unternehmen, um Ähnliches in der Zukunft zu verhindern.
Doch die Waffenlobby stellte sich prompt gegen jede Einschränkung. In einem Interview mit der «Huffington Post» sagte der Waffenbefürworter Steve Dulan, auch in waffenfreien Zonen wie Schulen sollten Pistolen oder Gewehre erlaubt sein. Damit hätte die Tragödie vielleicht nicht verhindert, aber die Opferzahl minimiert werden können.
Versprechungen ohne Folgen
Obama hatte bereits in der Vergangenheit mehrfach versprochen, sich für schärfere Waffengesetze einzusetzen. Nach dem tödlichen Angriff in einem Kino in Aurora in Colorado und auch nach dem Attentatsversuch auf die Abgeordnete Gabby Giffords. Doch die von Obama vorgeschlagenen «effektiven Schritte» bei den Waffengesetzen fanden nie statt. Denn den Demokraten ist seit langem klar, dass sie mit einer härteren Position bei Waffen viele Wähler vergrämen könnten. Mehr als ein Drittel der US-Haushalte besitzt eine Waffe. Nach einer Gallup-Umfrage aus dem vergangenen Jahr wollen 55 Prozent der Amerikaner keine Änderung bei den lockeren Waffengesetzen. Nach den tödlichen Schüssen an der Columbine High School 1999 hatten sich noch zwei Drittel der Amerikaner für mehr Waffenkontrolle ausgesprochen.
Auch nach Newtown könnte die Stimmung wieder mehr in diese Richtung kippen. Obama hat zudem seinen letzten Wahlkampf hinter sich und kann sich - zumindest theoretisch - kontroverseren Themen widmen, die er vor seiner Wiederwahl möglichst vermieden hatte. Die Chancen stehen gut, dass er auch am Obersten Gerichtshof einen neuen Richter benennen kann. Dieser ist derzeit beim Thema Waffenkontrolle gespalten.
Eines ist jedenfalls sicher: In den kommenden Wochen werden sowohl Demokraten als auch Republikaner im Kongress die öffentliche Meinung zu den Waffenrechten genau beobachten. Anzunehmen ist aber, dass auch 20 tote Kinder auf Dauer nichts in Washington ändern werden und nur wenige Abgeordnete für härtere Waffengesetze ihre Wiederwahl aufs Spiel stellen würden.
(bee/dapd)
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Alle 83 Kommentare

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so ein quatsch
Also ehrlich, alle die hier mitschreiben und diskutieren, bitte mal noch auf unabhängigen seiten informieren, der Typ war mit psychopillen voll bis oben hin, angeblich gab es mehrere attentäter (wie in Norwegen und aurora auch?) und die Waffen des Schützen wahren völlig legal! die amis wollen einfach allen bürgern die waffen wegnehmen, damit sie bei dem wechsel in ein völlig diktatorisches regime nicht vor den eigenen bürgern angst haben müssen. schliesslich hat noch jede diktatur zuerst ihre bürger entwaffnet, JEDE!! wacht auf, und glaubt bloss nicht jeden CIA organisierten mist heutzutage!
Nur eine Diktatur verbietet Waffen.
@Who ever: Ich bin Ihrer Meinung. Die Nazis und die Sowjets haben folgendes getan: Zuerst musste man die Waffen registrieren lassen. In einem zweiten Schritt, als die Behörden wussten wo die Waffen waren, musste man diese abgeben. Hätten die Juden ihre Waffen noch gehabt, wären die Deportationen nicht so glimpflich abgelaufen. Im Warschauer Ghetto konnten sich die Opfer wehren, da die polnischen Juden noch Waffen hatten....
Insofern Amerikaner...
mittels Armee und Dollarleitwährung Weltweit Frauen und Kinder ermorden (Hunger, uranangereicherte Munition, Splitterbomben...USw. USw.) entbehrt die Mediale ausschlachtung dieses Falles nicht einer gewissen Ironie. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen, welche in Ihrer Trauer von einem totalitären Staat als wirksames mittel für die Abschaffung des zweiten Zusatzartikels ihrer Verfassung hinhalten müssen. Um eine Nation von Sklaven zu schaffen, muss man die Sicherheitskräfte im innern des Landes ausbauen und die Leute entwaffnen.
Und dann...
....? Was würde passieren wenn von heute auf Morgen Waffen verboten werden? 270+ Millionen Waffen sind in Privatem Besitz... klar doch! Die verschwinden ohne Worte... Ihr Waffengegner, überlegt mal ein wenig weiter.... Klar ist das ganze tragisch, aber die Tausenden Menschen die an Unterernährung und Krankheiten sterben werden nach solch einer "schlimmen" Tat vergessen bzw. man erwähnt diese erst gar nicht!