UNO-Sicherheitsrat

30. November 2017 04:01; Akt: 30.11.2017 04:15 Print

USA fordern totale Isolation Kim Jong-uns

Die US-Botschafterin bei der UNO, Nikki Haley, hat Nordkorea vor der «vollkommenen Zerstörung» gewarnt. US-Präsident Trump hat Kim Jong-un einen «kranken jungen Hund» genannt.

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Die USA haben alle Länder aufgerufen, ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit Pyongyang zu beenden: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un verfolgt den jüngsten Raketentest. (29. November 2017) Start einer Rakete in Pyongyang Ende August 2017. (Archiv) Hat er eine neue Atomobombe getestet? Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un. (21. September 2017) Nordkorea werde weiterhin ein Auge auf das Benehmen der USA haben: Kim Jong-un. (23. August 2017) Weltsicherheitsrat verurteilt Nordkoreas Raketentest einstimmig: UNO-Botschafterin der USA, Nikki Haley. (29. August 2017) Ist über Japan hinweggeflogen: Start der nordkoreanischen Mittelstreckenrakete bei Pyongyang. (29. August 2017) Kim Jong-un ist laut Agentur zufrieden mit dem Raketentest. (29. August 2017) Der Test über Japan ist laut Kim ein «bedeutender Auftakt» gewesen.(14. August 2017) Das japanische Warnsystem hat reagiert: Passanten in Südkorea sehen Nachrichten über den nordkoreanischen Raketenstart. (29. August 2017) Teile der Rakete sind östlich der japanischen Hauptinsel Hokkaido niedergegangen: Südkoreanische Nachrichten. (29. August 2017) Provoziert mit seinen Raketenstarts: Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un. (Archivbild) Die nordkoreanische Rakete habe eine «ernsthafte» Bedrohung der Sicherheit dargestellt: Eine japanische Flugabwehrrakete. (29. August 2017) Will seine Bevölkerung schützen: Der japanische Premierminister Shinzo Abe. (29. August 2017) Nordkorea testet eine Hwasong-14-Rakete. (Archivbild) Nordkorea setzt sich immer wieder über UNO-Resolutionen hinweg, welche Tests mit ballistischen Raketen verbieten. (Archivbild)

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Nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest haben die USA alle Länder aufgerufen, ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit Pyongyang zu beenden. Das forderte die US-Botschafterin bei der UNO, Nikki Haley.

In einer Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats beriet das Gremium am Mittwoch über die Lage. Haley berichtete zudem, dass US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping gefordert habe, China solle sämtliche Erdöllieferungen an Nordkorea stoppen. Das Reich der Mitte müsse mehr tun, sagte Haley.

Weg der Aggression gewählt

Zugleich warnte die US-Diplomatin, «im Falle eines Kriegs» werde die Führung in Nordkorea «vollkommen zerstört» werden. Mit seinem jüngsten Test einer Interkontinentalrakete habe Nordkorea sich für «die Aggression entschieden» statt für einen friedlichen Prozess, sagte Haley. «Das Verhalten Nordkoreas ist immer weniger tolerierbar.» Trump hatte bereits bei seinem ersten Auftritt vor der UNO im September Nordkorea mit der «völligen Zerstörung» gedroht.

«Wir haben nie den Krieg mit Nordkorea gesucht und suchen ihn heute noch immer nicht», sagte Haley am Mittwoch weiter.

Nordkorea hatte am Mittwoch eine Interkontinentalrakete vom Typ Hwasong-15 getestet. Anschliessend erklärte das autokratisch geführte Land, das gesamte US-Festland liege nun in Reichweite nordkoreanischer Raketen. Die USA, Japan und Russland verurteilten den Test. China äusserte seine «grosse Sorge» und zugleich die Hoffnung auf eine «friedliche Beilegung» des Konflikts.

Trump kündigte neue Strafmassnahmen gegen Nordkorea an. Noch am Mittwoch würden «zusätzliche bedeutende Sanktionen» gegen Pyongyang verhängt, gab der US-Präsident über den Kurzbotschaftendienst Twitter bekannt.

Deutschland in der Zwickmühle

Die USA forderten gleichzeitig das deutsche Auswärtige Amt in Berlin auf, seinen Botschafter aus Nordkorea abzuziehen. Länder mit diplomatischen Beziehungen zu Nordkorea sollten diese abbrechen, um den Druck auf Nordkorea im Atomstreit mit dem kommunistischen Land zu erhöhen, sagte die Sprecherin des US-Aussenministeriums, Heather Nauert, am Mittwoch in Washington. «Ruft Euren Botschafter zurück», sagte sie mit Blick auf Deutschland.

Das Land gehört anders als die USA zu den Staaten, die bisher ihre diplomatischen Beziehungen zu Nordkorea trotz dessen Atomprogramm aufrechterhielten. Deutschland wird gegenwärtig von dem Diplomaten Thomas Schäfer in Nordkorea repräsentiert.

«Kranker junger Hund»

Donald Trump hat in seiner eigentlich der Steuerreform gewidmeten Rede den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un beschimpft. Nachdem Trump am Mittwoch in St. Charles im US-Staat Missouri den republikanischen Entwurf für ein neues Steuersystem als «Raketentreibstoff» für die US-Wirtschaft bezeichnete, machte er eine kurze Sprechpause und warf «kleiner Raketenmann» – sein bevorzugter Name für Kim – ein. Kim sei ein «kranker junger Hund» (auf Englisch «sick puppy»), sagte Trump, bevor er wieder auf das eigentliche Thema zu sprechen kam. Das Publikum johlte über die Kim-Aussage, einen Tag nach einem erneuten nordkoreanischen Raketentest.

(chk/sda/ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stefan Hübscher am 30.11.2017 05:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    UNO Reform

    Ich fordere von allen UNO Staaten das Kriegsverbot einzuhalten und wirtschaftliche Sanktionen gegen die Vetomächte einzuleiten, denn diese brechen das Völkerrecht wo es nur geht und wann immer sie es wollen. Des weiteren vordere ich die Uno auf, Ihre Gerichtsbarkeit sofort zu reformieren. Vor den Gesetzen sind alle gleich (und zwar ohne Ausnahme der Vetomächte) denn ein Gericht dass mit unterschiedlichen Masses misst, kann nicht als solches akzeptiert werden.

    einklappen einklappen
  • Skuld am 30.11.2017 07:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einerseits..

    ... ist die stimmung prekär. Jedoch sollte man nicht vergessen das die USA genau so mitschuld ist an dieser Situation wie alle anderen und Nordkorea. Man kann nicht erwarten, dass wenn man Nordkorea in die Ecke zwängt noch nettigkeiten ausgetauscht werden. Wie auch immer sind wir kein deut weiter als in der Zeit des Kalten Krieges...

  • Igel am 30.11.2017 04:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Surprise

    Eenn KIM so weitermacht wundert mich nichts mehr wenn Amerika im Alleingang eine gezielte Rakette unverhofft startet.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Manfred.Th. am 30.11.2017 20:23 Report Diesen Beitrag melden

    Wer nicht hören will muss Fühlen!

    Es ist so wenn man meint man sei der Klügste und der Grösste und habe macht die Welt zu zerstören, So was geht nicht, denn es gibt jemanden der Macht über Alles hat und wenn Der genug hat von solchem Treiben dann Gute Nacht.

  • Schreiberling am 30.11.2017 18:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Isolation..

    Im Jumbo gibt es dafür tolles Isolierband..

  • r.c am 30.11.2017 18:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schizophren..

    USA mit mehr als 800 Atomtest bis 1998 auf dem Buckel und auch Langsträckenraketen Test in diesem Jahr fordern???

  • Der SeheR am 30.11.2017 17:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stauner

    Man stelle sich vor, die Schweiz überweist Nordkorea jährlich 10,5 Millionen Sozialhilfe.

  • Markus im AG am 30.11.2017 15:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wohnungswechsel jetzt angehen

    Also Leute verlasst Städtische Gegenden rund um US Stützpunkte für immer , denn das Platmachen von NK heisst Russland + China werden Eingreiffen und die Stützpunkte ausserhalb der USA auch Platt machen .