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Zahlen des Grauens
22. Februar 2012 12:27; Akt: 22.02.2012 15:04 Print
Konflikt in Syrien fordert 7600 Tote
Tausende sind dem Konflikt in Syrien bereits zum Opfer gefallen. Für Syriens oppositionellen Nationalrat (SNC) wird eine Militärintervention daher immer wahrscheinlicher.
Eine Militärintervention in Syrien zeichnet sich nach Ansicht des oppositionellen Nationalrats (SNC) als einzige Lösung für den Konflikt im Land ab. Der Rat neige immer mehr dieser Einschätzung zu, sagte SNC-Führungsmitglied Basma Kodmani am Mittwoch in Paris.
Infografik Die arabische Welt im UmbruchSyrien«Es gibt zwei Übel: Eine Militärintervention oder einen sich hinschleppenden Bürgerkrieg.» Der Rat fordere Russland auf, sich bei der syrischen Regierung für die Schaffung sicherer Korridore für Hilfslieferungen einzusetzen, sagte Kodmani. Ausserdem solle Ägypten den Transport von Waffen an Syrien durch den Suezkanal unterbinden.
Bei der Niederschlagung der seit knapp einem Jahr andauernden Proteste gegen Präsident Baschar al-Assad wurden nach neusten Angaben über 7636 Menschen getötet. Darunter seien mehr als 5500 Zivilisten, erklärte die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Zudem seien fast 1700 Soldaten und Sicherheitskräfte sowie fast 400 Deserteure getötet worden.
Zwei westliche Journalisten getötet
Nach Angaben von Oppositionsaktivisten wurden am Mittwoch in der Protesthochburg Homs auch zwei westliche Journalisten getötet. Die Beobachtungsstelle und Augenzeugen berichteten, es handle sich um die US-amerikanische Redaktorin Marie Colvin und den französischen Fotografen Remi Ochlik.
Die Journalisten seien tödlich verletzt worden, als eine von der Armee abgefeuerte Granate in einem von der Protestbewegung eingerichteten Medienzentrum im Stadtteil Baba Amr eingeschlagen sei, sagte der Aktivist Omar Schaker. Drei oder vier weitere ausländische Journalisten seien verletzt worden.
Angesichts der humanitären Notlage in Syrien bekräftigte das Rote Kreuz seine Forderung nach einer Waffenruhe. «Die gegenwärtige Situation macht eine sofortige Entscheidung nötig, die Kämpfe aus humanitären Gründen auszusetzen», erklärte der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Jakob Kellenberger, in Genf.
(Quelle: YouTube/AP)
(sda)






















