Simbabwe

13. September 2012 16:30; Akt: 14.09.2012 14:06 Print

Schweizer wegen Mugabe-Fluch verurteilt

Ein Schweizer Tourist in Simbabwe soll Diktator Robert Mugabe beleidigt haben. Dafür wurde er verhaftet und nun verurteilt. Der Gefühlsausbruch kostete den 66-Jährigen 200 Dollar.

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Thomas Fischer (links) soll Robert Mugabe, Zimbabwes Präsident, beleidigt haben. (Bilder: zvg/Keystone)

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In Simbabwe ist ein Schweizer Tourist verurteilt worden, weil er sich entnervt vom langen Warten bei der Einreise abfällig über Präsident Robert Mugabe geäussert haben soll. Der Mann aus Altnau im Kanton Thurgau wurde zu einer Geldstrafe verurteilt.

Der 66-jährige Tourist, der mit seiner Ehefrau vom Nachbarstaat Sambia herkommend einreisen wollte, habe die Geduld mit den Zöllnern verloren und eine Schimpftirade gegen das autoritäre Staatsoberhaupt losgelassen, sagte ein örtlicher Polizeisprecher am Donnerstag.

Schweizer ist wieder frei

Der Mann warf den Beamten vor, seine Einreise hinauszuzögern. Er benutzte dabei offenbar ein beleidigendes englisches Wort für Mugabe und warf dem 88-jährigen Präsidenten vor, Ausländer abzuzocken.

Prompt wurde der Schweizer in Gewahrsam genommen und von einem Gericht zu 200 Dollar Strafe verurteilt. Mitarbeiter der Schweizer Botschaft in der Hauptstadt Harare bestätigten, dass ihr Landsmann wieder auf freiem Fuss sei.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Zu Gabe am 13.09.2012 17:18 Report Diesen Beitrag melden

    unglaublich

    na ja, was hatte der mit dieser einstellung wohl in zimbabwe verloren? - erstaunlich ist, wie die rechtsstaatlichkeit dieses souveränen staates nun in der presse rumgetreten wird. - ich stelle mir hierbei nur mal vor, was in den ausländischen pressen stehen müsste, falls mal ein migrant wegen beamtenbeleidigung bestraft, oder gar ausgewiesen würde. unglaublich

Die neusten Leser-Kommentare

  • Zu Gabe am 13.09.2012 17:18 Report Diesen Beitrag melden

    unglaublich

    na ja, was hatte der mit dieser einstellung wohl in zimbabwe verloren? - erstaunlich ist, wie die rechtsstaatlichkeit dieses souveränen staates nun in der presse rumgetreten wird. - ich stelle mir hierbei nur mal vor, was in den ausländischen pressen stehen müsste, falls mal ein migrant wegen beamtenbeleidigung bestraft, oder gar ausgewiesen würde. unglaublich