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Krise in Syrien
24. Januar 2012 11:36; Akt: 24.01.2012 17:56 Print
Golfstaaten ziehen Beobachter ab
Nach Saudi-Arabien ziehen auch die anderen Golfstaaten ihre Beobachter aus Syrien ab. Gleichzeitig forderten sie die UNO auf, den Druck auf das Assad-Regime zu erhöhen.
Im Syrien-Konflikt gehen die Golfstaaten geschlossen auf Konfrontationskurs zur Führung in Damaskus. Die sechs Staaten des Golfkooperationsrates kündigten am Dienstag an, ihre Mitglieder aus der Beobachtermission der Arabischen Liga in Syrien abzuziehen.
Infografik SyrienDie arabische Welt im UmbruchDie Regierungen folgten am Dienstag einem Schritt Saudi-Arabiens, dessen Regierung Machthaber Baschar al-Assad wegen der anhaltenden Gewalt scharf kritisiert hatte. Der Golfkooperationsrat (GCC) erklärte, es sei sicher, dass das Blutvergiessen und die Tötung Unschuldiger weitergehe und Syrien nicht auf die Forderungen der Arabischen Liga eingehen werde.
Dem GCC gehören Saudi-Arabien, Kuwait, Katar, Bahrain, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Saudi-Arabien hatte bereits am Wochenende den Rückzug seiner Beobachter angekündigt.
Warten auf Antwort
Die Arabische Liga will trotz der Kritik auch nach dem Rückzug der 55 Beobachter des GCC ihren Einsatz fortsetzen. Der stellvertretende Chef des Staatenbundes, Ahmed Ben Helli, sagte in Kairo, man warte auf eine Entscheidung Syriens, der Verlängerung des Einsatzes um einen Monat zuzustimmen.
Die Beobachtermission hatte vor knapp einem Monat begonnen, war eigentlich bereits am 19. Januar ausgelaufen und nach einer Absprache mit der Führung in Damaskus bis zum 24. Januar verlängert worden.
Die insgesamt 165 Beobachter der Arabischen Liga sollten überwachen, ob sich Assad an den Friedensplan der Liga hält. Nach mehr als zehn Monaten der Gewalt in Syrien hatte die Liga am Sonntag einen neuen Friedensplan vorgestellt.
Die Initiative sieht vor, dass die syrische Regierung und die Opposition innerhalb von zwei Monaten eine Einheitsregierung bilden sollten. Die Einheitsregierung sollte das Land in einer Übergangsphase führen, in der Wahlen abgehalten und eine neue Verfassung ausgearbeitet werden sollten.
«Keine arabische Lösung mehr»
Damaskus warf den arabischen Ländern vor, an einem «Komplott» zur Internationalisierung des Konflikts beteiligt zu sein. Der syrische Aussenminister Walid al-Mualem sagte, die Arabische Liga verletze die Souveränität seines Landes.
Die Liga plane vermutlich ein Eingreifen der internationalen Gemeinschaft in den Konflikt. «Wir wollen keine arabische Lösung des Konfliktes mehr», sagte er auf einer Medienkonferenz in Damaskus.
Der britische Aussenminister William Hague forderte die Arabische Liga auf, im UNO-Sicherheitsrat auf eine Verurteilung des syrischen Vorgehens hinzuwirken. Die Liga müsse dabei helfen, Russland und China von deren Widerstand gegen eine entsprechende Resolution abzubringen, sagte er.
Sicherheitsrat in der Pflicht
Liga-Generalsekretär Nabil Elarabi und Katars Ministerpräsident Hamad bin Dschassim al-Thani wollen sich nach Angaben des Staatenbundes mit UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon und Vertretern des Sicherheitsrates in New York treffen, um über Syrien zu beraten. Bislang hatten die Vetomächte Russland und China eine Resolution westlicher Staaten verhindert.
Beim Konflikt in Syrien, der vor einem knappen Jahr mit friedlichen Protesten gegen Assad begonnen hatte, sind nach UNO- Schätzungen mindestens 5400 Menschen ums Leben gekommen. Nach Darstellung syrischer Menschenrechtler töteten Sicherheitskräfte allein am Montag 36 Menschen, darunter drei Kinder.
(sda)
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Alle 10 Kommentare

























Bilder?
Zeigt uns mal Bilder von Demos GEGEN Assad. Sorry aber ich finde sonst im I-Net . Bringt wenigstenst Bilder wenn ihr die ganze zeit solche Artikel schriebt.
Lasst sie vor der Türe wischen.
Lasst diese Länder ihren Job machen.Lasst sie allein mit ihren Problemen.Wenn sie etwas wissen wollen können sie sich auf dem Internet schlau machen wie es funktioniert.Nur arbeiten müssen sie schon selber und nicht immer darauf hoffen das andere Grossmächte nur wegen dem Oel gerade auch noch ihre Problem lösen. Dieses ewige Einmischen der Wirtschaftsdenker und unfähigen Politiker führt immer nur zu Meinungsverschiedenheiten
Scheinheilig
Die meisten Staaten die einen Beobachter gesandt haben, taten dies nur um Ihr Gesicht gegenüber der UNO und der westlichen Welt zu wahren. Vorsichtig verhalten werden die Zustände in Syrien von Zeit zu Zeit öffentlich thematisiert. Fakt ist es das sich betreffende Staatsoberhäupter nicht zu weit aus dem Fenster lehnen wollen weil sie in ihren Ländern die selbe Terrorherrschaft ausüben wie Assad in Syrien. Der Unterschied ist nur das diese beim unterdrücken ihres Volkes erfolgreich genug sind, um die Unruhen klein zu halten, so dass die westlichen Medien nicht darüber berichten.