Horror im Kongo

12. April 2013 23:23; Akt: 12.04.2013 23:23 Print

«Wir beschlossen, je 10 Frauen zu vergewaltigen»

Im Osten des Kongo tobt weiter der Krieg um die Ressourcen. Dabei haben Regierungstruppen hunderte Frauen vergewaltigt. Die Gräueltaten werden untersucht. Opfer und Täter erzählen.

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«25 von uns sassen zusammen und beschlossen, je 10 Frauen zu vergewaltigen. Und dies haben wir dann auch getan. Ich habe 53 Frauen vergewaltigt. Und Kinder zwischen fünf und sechs Jahren.» Dies erzählt ein Soldat der kongolesischen Armee dem britischen «Guardian». «Ich habe nicht vergewaltigt, weil ich wütend bin, sondern weil es uns viel Freude machte.»

Der 22-Jährige war einer von Tausenden Soldaten der kongolesischen Armee, die nach der verlorenen Schlacht gegen die M23-Rebellen in Goma in der Stadt Minova Zuflucht suchten. Sie waren planlos geflüchtet, waren betrunken und hungrig. Viele ihrer Offiziere waren untergetaucht oder verschwunden.

«Sie haben uns geschlagen und wieder geschlagen»

«Als wir in Minova ankamen, hatte es viele Frauen. Wir konnten machen, was wir wollten», erzählt der Soldat weiter. Er und seine Kollegen nutzten die Freiheit, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Hunderte Frauen wurden vergewaltigt und misshandelt, bis die Armeeführung wieder Ordnung in ihre Reihen brachte.

«Sie haben uns geschlagen und wieder geschlagen», erzählt eines der Opfer. «Und dann fingen sie an, uns zu vergewaltigen. Mich haben drei Männer vergewaltigt – zwei von vorne und einer von hinten», berichtet sie mit Tränen in den Augen. «Jetzt hat mich mein Mann verstossen. Er sagt, ich sei jetzt die Frau eines Soldaten.»


(Video: YouTube/BBC)

MONUSCO greift ein

Die Gräueltaten sind nun auch Thema beim Treffen der G8-Aussenminister in London von dieser Woche. Erste Taten sind bereits erfolgt. Wegen ihrer mutmasslichen Verstrickung in die Massenvergewaltigungen hat die Armee des Landes zwölf Offiziere abberufen, wie der Sprecher der UN-Friedensmission im Kongo (MONUSCO), Kieran Dwyer, am Donnerstag mitteilte.

Den Offizieren wird eine Beteiligung an 126 Fällen von Vergewaltigung vorgeworfen. Die MONUSCO hatte die Regierung in Kinshasa am 25. März aufgefordert, bis Anfang April wegen der Vergewaltigungen etwas zu unternehmen. Nach der Bekanntgabe der Abberufungen sagte Dwyer, dies sei ein «Zeichen des Engagements» der Behörden. Allerdings müsse noch dafür gesorgt werden, dass die Verantwortlichen juristisch zur Rechenschaft gezogen werden.

Kampf um die Ressourcen

Die Armee der Demokratischen Republik Kongo ist auf die materielle Unterstützung der MONUSCO angewiesen. Immer wieder werden Klagen über die Brutalität der Armee-Einheiten im Umgang mit der Zivilbevölkerung laut. Die Kontrolle über den Osten Kongos ist wegen der dort reichen Bodenschätze umkämpft.

(aeg/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ueli Müller am 13.04.2013 12:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verdingkinder und Soldaten

    Nicht vergessen: erst kürzlich wurden hier in der Schweiz Kinder und Frauen missbraucht; die Kirchen und Behörden haben es gewusst aber nichts dagegen unternommen!! Verdingkinder und Zwangssterilisationen und Missbrauch waren erst vor zwei Tagen in den Medien...Die Schweizer sind auch nicht besser!

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  • M. Felder am 13.04.2013 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    Männer sind das Übel

    Überall auf der Welt sind es die Männer, die zu solchen unsäglichen Gräueltaten fähig sind. Afrika, Indien, Brasilien ... ! Es hat einfach zu viele Männer auf dieser Welt - brutalisierte, von Testosteron dirigierte Verbrecher, die zu allem Undenklichen fähig sind.

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  • Bertram am 13.04.2013 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Das allerschlimmste ist

    dass genau diese Vergewaltiger und Mörder es bis in die Schweiz schaffen, hier unter fadenscheinigen Gründen Asyl erhalten und nun auf unseren Strassen herumlungern!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Heiland am 13.04.2013 21:15 Report Diesen Beitrag melden

    Gott?

    Lese hier in den Komms.viel über Gott! Gott ist da um uns zu trösten und um uns Halt zu geben, verhindern kann er nichts! Dafür sind wir Menschen zuständig die Bürde unterliegt uns allein, nur um das mal Klarzustellen! Unrecht geschieht da wo Wir wegschauen, aber können wir es beeinflussen? Sicher ein krasser Bericht, aber deswegen "die" Männer zu verurteilen ist falsch die Gesellschaft ist Schuld wenn schon soviel steht fest!

    • Unabhängig am 15.04.2013 10:33 Report Diesen Beitrag melden

      Schicksal, Energie sonst was...

      ist so. Bin Atheist, habe mir dir Frage aber auch mal gestellt; Warum tut Gott nichts? Weil es nichts bringt. Nicht mal wenn Gott eine Art Energiefluss im Sinne von "Schicksal" ist, wäre eine Einmischung "sinnvoll", ev. in ganz wenigen Fällen. Es liegt an uns allen, unabhängig in welchen selbstgelegten Landesgrenzen wir leben, einem Weltenübel wie Vergewaltigung und Totschlag und Mord etc. entgegenzutreten und es zu beseitigen. Nur so wird sich das auch halten.

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  • Bertram am 13.04.2013 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Das allerschlimmste ist

    dass genau diese Vergewaltiger und Mörder es bis in die Schweiz schaffen, hier unter fadenscheinigen Gründen Asyl erhalten und nun auf unseren Strassen herumlungern!

    • Frauenrechte am 13.04.2013 13:55 Report Diesen Beitrag melden

      Mitwisser?

      woher weisst du das so genau?

    • Kurt Graber am 13.04.2013 14:47 Report Diesen Beitrag melden

      Pietätloses Geschwätz

      Es gibt Menschen, denen ist kein trauriges Ereignis zu schade, um es für ihre ausländerfeindlichen Zwecken zurecht zu biegen. Wenn Sie (und Ihre Partei) schon keine Lösungen bieten, sollten Sie bitte die Sache für die Betroffene nicht noch verschlimmern! DANKE!

    • Bertram am 13.04.2013 15:07 Report Diesen Beitrag melden

      Das ist ja das Schlimme

      meine Partei (SP) unternimmt nichts gegen diese Zustände und fällt auf die erfundenen Geschichten herein.

    • Rolli Platzkragen am 13.04.2013 15:43 Report Diesen Beitrag melden

      Ein Gschichtli - ein Jöbli

      at) Bertram. Deine Partei (siehe gestern ARENA) trieft geradezu von Leuten, welche dank der erfundenen Gschichtli ein Jöbli haben. Und das sind Stammwähler der SP. also die vergrault man nicht, lieber die Bürger in den Gemeinden. Von Bettwil bis zum nächsten Anti-Ort. Wenn all diese Soz-helfer mit Entourage plötzlich effektiv vor Ort an der Schengen-Dublin-Aussengrenze arbeiten müssten weil die Auffanglager dort sind, wäre diese Branche schnell "mausetot" am Boden. Da will niemand hin - höchstens halbjahr temporär. at) Kurt Graber. Sie können auch nicht hinsehen wie es wirklich ist.

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  • M. Felder am 13.04.2013 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    Männer sind das Übel

    Überall auf der Welt sind es die Männer, die zu solchen unsäglichen Gräueltaten fähig sind. Afrika, Indien, Brasilien ... ! Es hat einfach zu viele Männer auf dieser Welt - brutalisierte, von Testosteron dirigierte Verbrecher, die zu allem Undenklichen fähig sind.

    • Micha Schläpfer am 13.04.2013 13:35 Report Diesen Beitrag melden

      Recht hast Du!!!

      Meine Knöchel wurden weiss wärend ich den Bericht las

    • G. Brun am 13.04.2013 14:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Finde ich auch

      Deshalb Jungs von klein an wichtige Werte mitgeben! Wie z.B. Respekt vor den Frauen zu haben.

    • Eine Frau (und ich bin Frau und Mutter!) am 13.04.2013 17:31 Report Diesen Beitrag melden

      MENSCHEN sind das Übel nicht die Männer!

      Die Männer werden aber von Müttern erzogen!! Es ist niveaulos zu behaupten, immer nur die Männer sind schuld. Liebe Frauen, schaut euch in den Spiegel!!! Würden "wir" Frauen echte Frauen sein, gäbe es wenigere Vergewaltigung!!! Mich nervt, dieser Art von Urteile. WIR sind eine kranke Gesellschaft - dazu gehören Männer UND FRAUEN!!! Wir sind nicht besser als die Männer!!!

    • M. Felder am 13.04.2013 17:57 Report Diesen Beitrag melden

      Zuviele Männer auf der Welt

      @ Eine Frau: Es ist nun mal Tatsache, dass es Männer sind, die solche Verbrechen an Frauen und Kindern begehen! Diese Täter hatten Eltern ... die wohl versagt haben. Die Welt wird von machtgeilen Männern zugrunde gerichtet. Es ist so und es nützt nichts, die Augen davor zu verschliessen. In vielen Kulturen hat es Männerüberschuss, weil Mädchen nichts wert sind ... z.B. Indien. Ich hoffe, Sie erziehen ihre Kinder zu anständigen Menschen, die Kinder und Frauen respektieren ... auch in Kriegszeiten!

    • Auch eine Frau und Mutter am 13.04.2013 17:59 Report Diesen Beitrag melden

      Eine Schande ist das

      @eine Frau: es ist absolut schockierend aus dem Mund einer Frau zu hören, wären wir echte Frauen gäbe es weniger Vergewaltigungen. Ihnen ist echt nicht zu helfen. Die Männer und ihr Trieb den sie nicht beherrschen können sowie ihre körperliche Überlegenheit sorgen für die Vergewaltigungen, nicht wir Frauen. Und wir Frauen tragen KEINE Mitschuld an diesen unsäglichen Taten. Ihre Einstellung zu diesem Thema ist eine Schande... sie sollten sich schämen!!!

    • auch eine Frau am 13.04.2013 18:03 Report Diesen Beitrag melden

      leider nein!

      diese Männer werden NICHT von Müttern erzogen, sondern von der Gesellschaft und teilweise auch dem Glauben, Mütter haben dort doch NICHTS zu sagen!

    • Auch eine Frau und Mutter am 13.04.2013 18:04 Report Diesen Beitrag melden

      So eine Schande II

      @Eine Frau: und nicht zu vergessen... es gibt immer noch so viele Gesellschaften wo Frauen NICHTS zu sagen haben... auch als Mütter nicht. SIE sind nicht besser als Männer mit dieser Einstellung. Ich wurde mit 16 Jahren vergewaltigt, es war mein erstes Mal, ich hatte vorher noch nicht mal einen Zungenkuss mit einem Mann gewechselt. Ich trug Jeans, Turnschuhe und einen weiten Schlabberpulli, kam vom Sport, war verschwitzt und ohne Make-Up... es hat dieses Schwein trotzdem nicht aufgehalten. Ich weigere mich zu glauben was sie behaupten, nämlich wäre ich mehr Frau gewesen wäre das nicht passiert

    • Lisa am 13.04.2013 18:34 Report Diesen Beitrag melden

      Verständnis für "Frau und Mutter"

      Ich verurteile jede Art von Gewalt (nicht nur Vergewaltigungen - bin selbst Opfer gewesen) aber ich verstehe auch was oben geschrieben wurde (Frau und Mutter). Es ist nicht richtig, nur Männer als Übel zu bezeichnen weil Frauen auch ein Übel sein können. Vergewaltigung finden bei uns auch statt - und die Täter sind nicht fremden Menschen, sondern Menschen, die uns sehr nahe stehen! Bei uns hat nichts mit Religionen zu tun.

    • pefekt@gmail.com am 13.04.2013 21:35 Report Diesen Beitrag melden

      Mutter Maria

      @Lisa: Wir sprechen hier von Männern, die Frauen und kleine Kinder vergewaltigen! Ohne irgendeine Regung von Schuldbewusstsein. Ich finde es völlig absurd, hier diese Männer noch zu verteidigen. Und für skandalös halte ich es, wenn von Frauen noch die "Schuld" bei sich selber gesucht wird. Frauen sind ganz bestimmt nicht das Übel!

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  • Felix am 13.04.2013 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz

    Wir gewähren diesen Soldaten noch Asyl und stellen ihnen Psychologen zur Verfügung, damit sie hier im Luxus ihre Gräueltaten "verarbeiten" können. Die Frauen und Kinder schaffen es zwar gar nicht erst bis hierher, aber so genau wollen wirs dann doch nicht wissen, hauptsache wir können uns für viel Geld tolerant und humanitär fühlen.

    • Bryan am 13.04.2013 19:45 Report Diesen Beitrag melden

      traurig aber wahr

      ziemlich genau so ist es!

    • Beni am 13.04.2013 20:32 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt nicht

      so ganz. Bei uns im Asylheim sind ausschliesslich Frauen und Kinder. Denke die werden jetzt hierher geholt.

    • Kristine am 13.04.2013 22:05 Report Diesen Beitrag melden

      @Beni

      dem Volkes Wunsch befehl. Liest man ja immer wieder hir drin wie sich alle Nerven das nur Männer bei uns sein dürfen. Auch CH Männer wollen Frauen:-) Andere Kulturen bevorzugt, sind nicht so Emanzipiert.

    • Eva H. am 14.04.2013 08:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Felix

      Bravo Felix. Genauso ist es!

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  • Ueli Müller am 13.04.2013 12:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verdingkinder und Soldaten

    Nicht vergessen: erst kürzlich wurden hier in der Schweiz Kinder und Frauen missbraucht; die Kirchen und Behörden haben es gewusst aber nichts dagegen unternommen!! Verdingkinder und Zwangssterilisationen und Missbrauch waren erst vor zwei Tagen in den Medien...Die Schweizer sind auch nicht besser!

    • O.T. am 13.04.2013 17:31 Report Diesen Beitrag melden

      Das stimme ich zu

      Genau!!!

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