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Amoklauf in Newton
17. Dezember 2012 18:40; Akt: 17.12.2012 18:47 Print
«Wir werden uns ändern müssen»
Politiker in den USA ringen nach dem verheerenden Amoklauf an einer Primarschule in Connecticut um ein neues Waffenrecht. Die Meinungen gehen allerdings weit auseinander.
Nach dem verheerenden Amoklauf von Newtown mischen sich in die Verzweiflung und Fassungslosigkeit immer lautere Rufe nach einem entschiedenen Handeln der Politik. Bei der Trauerfeier für die Opfer im US-Staat Connecticut spendete Präsident Barack Obama Trost, mahnte jedoch zugleich grössere Anstrengungen zur Verhinderung solcher Tragödien an. «Welche Wahl haben wir?», fragte er. Zwischen Demokraten und Republikanern entbrannte eine neue Diskussion über das Waffenrecht.
Bildstrecken Obama kämpft mit den Tränen Infografik Amok im Schulhaus Video
«Diese Tragödien müssen enden»
Zugleich schlug er selbstkritische Töne an. «Sind wir wirklich bereit einzuräumen, dass wir machtlos sind im Angesicht eines solchen Massakers?», fragte er. In den kommenden Wochen werde er die Macht seines Amtes nutzen, um gemeinsam mit der Polizei, Psychologen, Eltern und Lehrern darüber zu beraten, wie solche Tragödien zu verhindern seien. Die USA hätten ihre Kinder nicht ausreichend geschützt. «Wir werden uns ändern müssen», erklärte der Präsident.
Schütze wollte offenbar noch mehr Menschen töten
Das Motiv des Amokschützen Adam Lanza ist drei Tage nach der Tat noch immer unklar. Aus Ermittlerkreisen verlautete, die Beamten untersuchten die Inhalte von Lanzas Computer, sowie Daten von Telefonen und Angaben zu Kreditkarten. Davon erhoffen sich die Ermittler Aufschluss über die Aktivitäten des Schützen unmittelbar vor dem Massenmord.
Der 20-jährige Lanza, der am Freitag zuerst seine Mutter, dann die 26 Schüler und Lehrerinnen an der Sandy-Hook-Primarschule und anschliessend sich selbst tötete, wollte offenbar ein noch viel verheerenderes Blutbad anrichten. Es gebe Hinweise darauf, dass er noch mehr Menschen töten wollte, hiess es am Sonntag aus Ermittlerkreisen. So seien in der Schule mehrere Magazine mit jeweils 30 Schuss und Hunderte weitere Patronen gefunden worden, teilte Polizeisprecher Paul Vance am Sonntag mit.
Der Amokläufer besuchte nach Erkenntnissen der Ermittler einen Schiessstand in der Gegend. Eine Sprecherin der Behörde für Alkohol, Tabak und Schusswaffen (ATF), Ginger Colburn, erklärte, noch sei nicht klar, ob der Mann dort tatsächlich das Schiessen geübt habe.
Republikaner fordert einfacheren Zugang zu Waffen
Nach dem Amoklauf entbrannte in den USA erneut die Debatte um das Waffenrecht. Während demokratische Senatoren eine Verschärfung der Gesetze forderten, sprach sich ein republikanischer Abgeordneter für einen einfacheren Zugang zu Waffen aus. Mehr Waffen hätten eine Bluttat wie in Newtown verhindern können, sagte der republikanische Abgeordnete Louie Gohmert am Sonntag in der Fernsehsendung «Fox News Sunday».
Der parteilose Senator Joe Lieberman und sein demokratischer Kollege Dick Durbin forderten in «Fox News Sunday» hingegen eine nationale Kommission zur Überprüfung des Waffenrechts.
Derweil laufen die Vorbereitungen für die ersten Bestattungen. Am Montag sollten der sechsjährige Jack Pinto und sein Schulkamerad Noah Pozner in Newtown beigesetzt werden. Tags zuvor hatten sich Angehörige und Anwohner zu einer bewegenden Gedenkfeier versammelt, an der auch Präsident Obama teilnahm. Die Familien seien in ihrer Trauer nicht allein, versicherte er. Menschen im ganzen Land weinten mit ihnen und beteten für sie. Er wisse jedoch, dass Worte die Trauer nicht lindern könnten. Dann verlas er die Vornamen der 26 Opfer. «Gott hat sie alle nach Hause gerufen», sagte der zweifache Familienvater.
(bee/dapd)
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Urinstinkt
Es geht um einen Urinstinkt der Amerikaner. Man hat eine Waffe, weil man sich nötigenfalls auch gegen die eigene Regierung wehren kann, sollte diese beispielsweise von einer Demokratie zu einer Diktatur kippen. Es sind schon zu viele Waffen im Umlauf, als dass ein strengeres Gesetz noch etwas nützen würde. Der Ami will sich auch selbst schützen können. In CH gibt es auch sehr viele Waffen, aber die Chance ein paar Wahnsinnige unter 300 Mio. Einwohnern zu finden, welche ihre Waffen für Amokläufe einsetzen, ist halt deutlich höher als bei 8 Mio. Freiheit hat meist einen entsetzlich hohen Preis.
Schwere Aufgabe
Eine Verschärfung des Waffengesetzes ist eine logische Konsequenz, der man schon viel früher hätte nachgehen sollen. Dennoch, so denke ich, verhindert auch eine Verschärfung keine Amokläufe o.ä. Taten, da einerseits bereits zu viele Waffen im Umlauf sind u andererseits die Beschaffung dennoch über illegale Kanäle stattfinden wird. In der heutigen anonymisierten Gesellschaft braucht es mehr, als nur ein restriktiveres Waffengesetz, damit bereits im Vorfeld gewisse Signale in diese Richtungen überhaupt erkannt u ggf. verhindert werden können.
bringt nichts
die vielen massaker dieses jahr wirken etwas komisch. waffen verbieten bringt auch nichts. nur das man das volk dann besser kontrollieren kann.