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18. August 2010 11:33; Akt: 18.08.2010 12:42 Print
Obama ist reif für die Insel
von M. Mierke und C. Cermak, dpa - Die Beliebtheit am Boden, vom Gegner bedrängt und bald stehen Wahlen an: Der US-Präsident geht in die Ferien, seine Probleme nimmt er mit.

Obama macht Ferien – nötig hat er sie (Bild: Keystone/AP/Pablo Martinez Monsivais)
Er will mit der Familie auf der idyllischen Atlantik-Insel Martha's Vineyard am Strand liegen, wandern, Glace essen gehen. «Der Präsident möchte die Zeit definitiv dafür nutzen, seine Batterien aufzuladen», sagt der Vize-Sprecher des Weissen Hauses, Bill Burton, über die Ferienpläne des Präsidenten.
Bildstrecken Obama, Letizia, Sarkozy - alle ziehts ans MittelmeerMedwedew und Obama essen HamburgerAltern im Amt Infografik Popularität der US-PräsidentenDoch wenn Barack Obama am (morgigen) Donnerstag in dem beliebten Ferienort an der US-Atlantikküste eintrifft, wird er nicht nur gute Bücher im Gepäck haben, sondern auch viele Sorgen.
Unzufriedene Bürger
Erstmals zeigt sich die Mehrheit der Bürger mit Obama unzufrieden: Der neuesten Umfrage des Gallup-Instituts zufolge stellen 51 Prozent ihrem Staatsoberhaupt schlechte Noten aus. Nur 42 Prozent haben noch Lob für ihn übrig – zu Beginn der Amtszeit waren es 68 Prozent.
Besonders die vergangenen Tage zeigten einen rapide ergrauten Obama, der reif für die Insel ist. Im Streit über den Bau einer Moschee in der Nähe des Ground Zero in New York verzettelte er sich mit seinen Äusserungen so sehr, dass er nicht nur die Opposition zu beissender Kritik einlud.
Bei einer Gelegenheit schien er den Bau mit Verweis auf die Religionsfreiheit inbrünstig zu unterstützen, bei der nächsten nahm er seine Aussagen wieder zurück. Selbst demokratische Parteigenossen schüttelten über ihren Präsidenten den Kopf.
Gleichzeitig fiel ihm sein neuer Top-Kommandant in Afghanistan, David Petraeus, in den Rücken. Gleich in drei Interviews stellte der General den Abzugstermin der US-Truppen infrage – und damit auch Obamas Versprechen an das kriegsmüde Volk, die Soldaten ab Juli 2011 wieder nach Hause zu holen.
Angesichts schleppender Fortschritte am Hindukusch konnte das Weisse Haus nur zurückhaltend auf die Worte des Mustergenerals reagieren: «Wenn der Präsident eine Zusage macht, denn hält er sie auch ein», sagte Burton knapp, nur um zu ergänzen, dass der Umfang des Abzuges aber von der Sicherheitslage im Land abhänge.
Stärke verloren
Diese Episoden zeigen Kommentatoren zufolge erneut, dass Obama seit dem Amtsantritt seine grösste Stärke eingebüsst hat – die Kunst, den richtigen Ton zu treffen. «Obama wurde wegen der Klarheit seiner Kampagne und seiner Reden gewählt», schrieb die «New York Times» jüngst.
Seine Aussagen als Präsident seien dagegen überraschend unstimmig und unverständlich. «Es ist keine Frage, dass die im Weissen Haus ein Problem mit der Kommunikation haben», sagt David Morey von der Core Strategy Group, einer PR-Beratung, die Obama im Wahlkampf zur Seite stand. «Sie haben die Kontrolle über den Dialog verloren.»
Trotz aller Sorgen: Eigentlich gäbe es für Obama gute Gründe, in den Ferien seine jüngsten Erfolge zu feiern. Mit der Gesundheits- und Finanzreform setzte er gegen den erbitterten Widerstand der Republikaner historische Gesetzeswerke durch – und das gleich in der ersten Hälfte seiner Amtszeit.
Auch die Ölpest im Golf von Mexiko hat der Präsident unter Kontrolle bekommen – demonstrativ ging er am Wochenende bei einem Kurzbesuch mit Tochter Sasha im Golf baden. Aussenpolitisch konnte er unter anderem mit Russland, Israel und Grossbritannien Wogen glätten.
Wirtschaftliche Sorgen
Doch die Bevölkerung hat ganz andere Probleme, die sie endlich gelöst sehen möchte. Die Arbeitslosigkeit stagniert trotz aller Konjunkturpakete auf historisch hohem Niveau von fast zehn Prozent, das Wirtschaftswachstum bleibt nach neuesten Aussagen der Notenbank (Fed) hinter den Erwartungen zurück.
Und die Schulden des Staates türmen sich auf rund 15 Billionen Dollar – das empfinden selbst kreditverwöhnte Amerikaner als erschreckend hoch.
Vor allem die wirtschaftlichen Sorgen der Bürger sind für die Republikaner rund zehn Wochen vor den Kongresswahlen ein gefundenes Fressen, um Obama zu attackieren. In der Frustration der Bürger sehen sie ihre Chance, den Demokraten in beiden Kammern die Mehrheit abzuringen – und Obama das Regieren mit Blick auf die Präsidentenwahl 2012 deutlich zu erschweren.
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Alle 91 Kommentare

























Fragen über Fragen
Obama ist der erste USA-Präsident, der eine Ansprache zum muslimischen Fastenmonat Ramadan hielt. Hat er Ansprachen auch zu Festtagen anderer Glaubensrichtungen? Warum diese Aszeichnung? Will er al Muslim zeigen wer ihm näher steht? Die Hand des Saudi-König zu küssen mit der Verbäugung eines niedrigen Untertanen zeigt wer er ist.Man fragt sich, wessen und welche Interessen waren, ihn bei Präsidentschaftswahlen zu unterstützen? Wessen Marionette ist er? Und wer steckt hinter der systematischen Islamisierung (und Niedergang auch wirtschaftlich) Europas? Alle Staaten sind verschuldet. Warum?...
???
giovanna, es ist fast unglaublich was du da alles schreibst.... wenn er das gleiche mit den israelis machen würde wäre er dann jude? oder mit den indern, wäre er dann hindu? wäre es nicht eher denkbar das er den moslems mit RESPEKT entgegen treten möchte weil er weiss um frieden in den nahen osten zu bringen alle beteiligten (muslimische staaten/israel/usa --->weil verbündeter von israel) an einen tisch kommen müssen?
Obama - seine Beliebtheit sinkt
Kein Wunder. Die Arbeitslosigkeit ist gestiegen und seine Reformen haben nichts Konstruktives gebracht. Der Staat ist noch mehr verschuldet als zu Buh Zeiten. Auch in der Aussenpolitik ist er kein guter Statege. Sein leicchtsinniges Versprechen, die Soldaten aus Irak zurück zu ziehen hat er nun gehalten, aber zurück lassen die Amerikaner ein Land im Chaos, unfähig bald selbst auf die Beine zu kommen. Keine konkrete Ziele in Afganistan, die Iraner lachen sich in Fäusten über die Sanktionen. Er ist einfach überfordert. Es war sein Pech, dass er als Präsident gewählt wurde.
Obama und Takyya
Das Märchen, dass er als Kind als Christ getauft (Vorname "Hussein") wurde stimmt nicht. Er hat die Koranschule in Indonesien besucht und er selbst hat dem ägyptischen Aussenminister gesagt: "Ich bin ein Moslem." Auf dem Video "Obama Admits He Is A Muslim" auf you tube fäng er seine rede im Weissen Haus mit "A salam aleikum", ziemlich untipisch für einen christlichen USA-Präsidenten, oder? Auch seine Zickzack-Aussenpolitik ist ein Beweis dafür. Seine Haltung zu "Cordoba Moschee" war auch bemerkenswert, dann machte er ein Rückzieher. Er ist aber der Präsident der USA u. nicht der Muslime.
@giovanna
JFK hat auch gesagt: "ich bin ein berliner!" war er es deshalb wirklich? youtube? du glaubst einem video auf youtube mehr als deinem XMV (xunde mensche verstand)? heute kann jedes video und jedes bild verändert, anderst synchronisiert, bearbeitet und verfälscht werden! wenn ich dir ein video von reagan zeige wie er gorbatschow die hand schüttlet und sagt "ich bin ein kommunist" würdest du das auch glauben? und bezüglich der moschee hat obama gesagt:Muslime hätten «dasselbe Recht wie alle anderen in diesem Land haben, ihre Religion auszuüben» not more, not less!