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Tod durch Polizeikugel
20. Januar 2010 09:36; Akt: 20.01.2010 10:41 Print
Griechenlands Prozess des Jahres verschoben
Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen hat in der griechischen Provinzstadt Amfissa der Prozess um den Tod eines 15-Jährigen durch eine Polizeikugel begonnen. Neben dem Schützen ist ein zweiter Polizist wegen Mittäterschaft angeklagt.
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Schwere Strassenschlachten im Dezember in Athen
Dem 38-jährigen Hauptangeklagten wird Mord vorgeworfen. Laut Anklage soll er bei dem Zwischenfall im Dezember 2008 trotz der Rückzugsbefehle seiner Leitzentrale per Funk, «in ruhiger Verfassung» seine Pistole gezogen und zwei Schüsse in die Richtung abgefeuert haben, wo sich das Opfer zusammen mit anderen Menschen befand.
Eine Kugel soll das Opfer tödlich verletzt haben. Die Tat hatte sich in Athens Stadtteil Exarcheia ereignet, dem Zentrum der autonomen Szene. Um Unruhen am Rande der Verhandlungen zu vermeiden, hatten die Justizbehörden den Prozess in die Provinz verlegt.
Gewalt aus linksautonomer Szene
Nach dem Zwischenfall kam es in Griechenland tagelang zu Krawallen, vor allem in der Hauptstadt Athen. Seither wird das Land von immer neuen Sprengstoff- und Brandanschlägen erschüttert, die verschiedene linksgerichtete Gruppen verüben.
Zudem erschossen Angehörige der autonomen Szene einen Polizisten, zwei weitere wurden schwer verletzt. Die Linken bezeichnen sich selbst als «Stadtguerilla».
Neues Aufflackern der Proteste befürchtet
Zum Auftakt des Prozesses in Amfiassa wurden weitere Proteste angekündigt. Die Autonomen wollten im Laufe des Tages mit drei Bussen ankommen, wie örtliche Medien berichteten. Mehr als 400 Polizisten sorgen bereits seit Montag für Sicherheit in der
Gleich nach Beginn wurde der Prozess bereits auf Freitag vertagt, wie das griechische Staatsradio berichtete. Das Gericht gab dem Antrag eines Verteidigers statt, weil dieser andere Verpflichtungen vor einem anderen Gericht hatte.
(sda)





















