Griechenland

07. Februar 2012 01:19; Akt: 07.02.2012 02:03 Print

Mit Generalstreik gegen SparmassnahmenMit Generalstreik gegen Sparmassnahmen

Aus Protest gegen die neuesten geplanten Sparmassnahmen wurde für heute in Athen von den zwei grössten Gewerkschaften zu einem 24-stündigen Generalstreik aufgerufen.

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Nein zum jüngsten Sparplan: Costas Tsikrikas, Präsident der Gewerkschaft ADEDY, bei einer Demonstration im vergangenen Januar. (Bild: Keystone/AP/Dimitri Messinis)

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Die zwei Gewerkschaften ADEDY und GSEE vertreten rund zwei Millionen Mitglieder. Diese wurden nun für heute zu einem Generalstreik aufgefordert, um gegen die geplanten Sparmassnahmen zu protestieren. Bereits am Montag trotzten rund 4000 Menschen in der Athener Innenstadt dem strömenden Regen und schlossen sich Kundgebungen linker Oppositionsparteien an.

Nach Verzögerungen bei den Verhandlungen zwischen der griechischen Regierung und ihren internationalen Gläubigern wurde ein wichtiges Spitzentreffen der griechischen Koalitionsparteien auf Dienstag verschoben.

Bislang stimmte die griechische Regierung den Forderungen von IWF, EZB und EU zu, in diesem Jahr 15 000 Stellen im öffentlichen Dienst abzubauen, die Ausgaben um 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu senken, die Wettbewerbsfähigkeit durch Lohnkürzungen und Senkung der Lohnnebenkosten zu steigern und die Kapitaldecke der griechischen Banken zu erhöhen, ohne sie zu verstaatlichen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatschef Nicolas Sarkozy forderten am Montag in Paris, die Regierung in Athen müsse einen Sonderfonds einrichten, damit Zinsen und Geld der Europartner zur Schuldentilgung verwendet werden und nicht für andere Staatsausgaben. Sie unterstütze die Idee des Fonds, damit Griechenland seine Zinsen zahle, sagte Merkel auf einer Pressekonferenz mit Sarkozy.

(mbu/ap)