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Demo gegen Berlusconi
05. November 2011 19:28; Akt: 07.11.2011 10:01 Print
«Schande, Schande, Silvio tritt zurück»
Zehntausende Unzufriedene in den Strassen Roms rufen Silvio Berlusconi zum Rücktritt auf. Nicht zum ersten, aber vielleicht zum letzten Mal.

«Basta!» - Für die italienische Opposition ist Berlusconi am Ende. (Bild: AFP)
In Rom haben am Samstag Zehntausende den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi zum Rücktritt aufgefordert. «Basta!» war auf den Plakaten zu lesen. «Berlusconi, hau ab!» oder «Schande, Schande, Silvio tritt zurück», riefen die Demonstranten.
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Demo gegen Berlusconi
Auf einem Spruchband waren auch Fotos von Ministern der Mitte-rechts-Regierung und der Spruch «Je schneller wir sie entsorgen, desto besser» zu sehen. Andere Schilder richteten sich direkt gegen Äusserungen Berlusconis beim G-20-Gipfel in Cannes. Dort hatte er erklärt, die Krise in Italien sei nicht schwerwiegend, «alle Restaurants und Flugzeuge» seien «voll».
«Ich gehe ins Restaurant, aber um abzuwaschen», stand auf einem Schild. Italien gilt wegen seiner Gesamtverschuldung von rund 120 Prozent seiner Wirtschaftsleistung als das Krisenland in der Eurozone.
Die stärkste Oppositionspartei im Parlament, die Demokratische Partei (PD) hatte das «Fest für die Demokratie» auf der Piazza San Giovanni in Rom organisiert. Die Demonstration wurde von PD-Chef Pierluigi Bersani angeführt.
Er und die Chefin des grössten Gewerkschaftsverbands CGIL, Susanna Camusso, verlangten in ihren Reden Berlusconis sofortigen Rücktritt. Die Regierung habe sich bisher als unfähig erwiesen, die Schuldenkrise zu meistern.
Bersani und Camusso zur Seite standen auch prominente Linke aus dem Ausland: Der sozialistische Herausforderer von Frankreichs Präsidenten Nicolas Sarkozy, François Hollande, und der Chef der deutschen SPD, Sigmar Gabriel.
Weniger Teilnehmer als erwartet
Aus ganz Italien waren Regierungsgegner in die Hauptstadt gereist. 14 Sonderzüge, zwei Schiffe und über 700 Busse brachten Demonstranten nach Rom.
Offiziellen Angaben zur Teilnehmerzahl wurden bislang nicht gemacht. Die Organisatoren hatten Hunderttausende Teilnehmer erwartet. Mehrere Agenturen sprachen am Samstag von Zehntausenden Teilnehmern.
Woche der Entscheidung?
Berlusconi steht vor einer entscheidenden Woche. Dabei wird sich zeigen, ob er noch über eine Mehrheit im Parlament verfügt. Am Dienstag wird in der Abgeordnetenkammer erneut über den bereits einmal durchgefallenen Rechenschaftsbericht 2010 abstimmt.
Zudem stellt sich Berlusconi im Senat einer Vertrauensabstimmung über das Stabilitätsgesetz zur Eindämmung der Schulden. Zwar hat er im Senat eine solidere Mehrheit als in der Abgeordnetenkammer. Dort haben vergangene Woche fünf Parlamentarier die Berlusconi-Partei «Volk der Freiheit» (PdL) verlassen.
Gemäss der römischen Tageszeitung «La Repubblica» vom Samstag wollen auch vier weitere PdL-Parlamentarier abspringen. Auch ohne diese vier kann Berlusconi derzeit im aus 630 Mitgliedern bestehenden Abgeordnetenhaus nur noch auf 314 Deputierte zählen. Er hätte damit bereits seine Mehrheit eingebüsst.
Allerdings war es dem Regierungschef in einer ähnlichen Lage Ende vergangenes Jahr gelungen, Parlamentarier anderer Parteien an sich zu binden oder bereits abgesprungene zurückzuholen.
(sda)
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Berlusconi muss weg!
Wie jedesmal wird er sich wieder die Leute kaufen um sich die Mehrheit zu sichern!
Sie wissen nicht was sie tun!
Ich hoffe schwer, dass Silvio Berlusconi sich von den Protesten nicht beeindrucken lässt. Die Demonstranten bemerken nicht, dass sie sich ihr eigenes Grab schaufeln. Italien kann mangels Alternative nicht ohne Berlusconi. Italien endet ohne Berlusconi wie das Versagerland Griechenland.