Boot gekentert

15. Dezember 2012 21:45; Akt: 15.12.2012 21:45 Print

18 Flüchtlinge ertrinken vor griechischer Küste

Grausiger Fund am Strand der griechischen Insel Lesbos: 18 tote Flüchtlinge werden angespült, nachdem ihr Boot gekentert ist. Unter den Toten sind auch Kinder.

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Die Leiche eines toten Flüchtlings wird von Helfern abtransportiert. (Bild: Keystone/str)

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Bei einem Flüchtlingsdrama vor der griechischen Insel Lesbos sind mindestens 18 Menschen getötet worden. Nach dem Kentern eines Flüchtlingsbootes seien 18 Leichen am Strand entdeckt worden, sagte am Samstag ein Sprecher der griechischen Hafenpolizei der Nachrichtenagentur AFP.

Neun Menschen würden nach dem Unglück in der Nacht zum Freitag noch vermisst. Die Polizei setzte am Samstag ihre Suche nach Überlebenden fort.

Überlebender schildert Unglück

Zunächst konnte nur ein Überlebender gerettet werden. Der 20-Jährige berichtete den Angaben zufolge von insgesamt 28 Menschen an Bord des Schiffes, darunter auch Kinder. Das Schiff war nach ersten Erkenntnissen der Hafenpolizei von der türkischen Küste aus in Meer gestochen. Knapp vier Kilometer vor der Küste der Ägäisinsel Lesbos sei das Schiff bei schlechtem Wetter gekentert.

Regelmässig brechen von der Westküste der Türkei Schlepperboote auf, um Flüchtlinge auf eine der nahegelegenen griechischen Inseln und damit auf EU-Territorium zu bringen. Besonders im Winter verunglücken immer wieder Flüchtlingsboote auf hoher See und reissen die Menschen in den Tod.

(sda)