Beeinflussung der US-Wahl

25. September 2017 16:03; Akt: 25.09.2017 16:03 Print

Obama warnte Zuckerberg vor Fake News

Barack Obama hat Mark Zuckerberg schon im November 2016 vor Wahlmanipulationen gewarnt. Nun wird Facebook dem US-Kongress mutmasslich von Russland gekaufte Anzeigen vorlegen.

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Barack Obama und Mark Zuckerberg bei einer Begegnung im Juni 2016. (Bild: Keystone/AP/Pablo Martinez Monsivais)

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Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg schon Ende 2016 vor russischen Manipulationen von Nachrichten gewarnt. Wie die «Washington Post» am Sonntag berichtete, nahm Obama den jungen Hightech-Milliardär zwei Monate vor dem Amtsantritt seines Nachfolgers Donald Trump am Rande eines internationalen Treffens in Lima beiseite. Dabei habe er ihm die Gefahr von «Fake News und politischer Desinformation» vor Augen geführt.

Das Gespräch fand wenige Tage nach Zuckerbergs Äusserung statt, wonach die Idee einer Manipulation von Nachrichten auf seinem Netzwerk zur Beeinflussung der Präsidentschaftswahl im November abwegig sei. Sollten Facebook und die Regierung der Gefahr nicht entgegentreten, werde es bei der kommenden Präsidentschaftswahl noch schlimmer zugehen, warnte Obama darauf den jungen Unternehmer.

Zuckerberg wollte nicht auf Obama hören

Der Facebook-Gründer habe eingeräumt, dass sogenannte Fake News ein Problem seien, auf Facebook aber selten vorkämen und dass ihnen nur schwer beizukommen sei. Die Zeitung beruft sich auf eine anonyme Quelle, die nicht namentlich genannt werden wollte. Zuckerberg hatte am 19. November, also an dem Tag, an dem laut der «Washington Post» das Treffen mit Obama stattgefunden haben soll, neue Massnahmen gegen Fake News angekündigt.

Facebook hatte sich am Donnerstag bereit erklärt, dem US-Kongress etwa 3000 mutmasslich russisch finanzierte Werbeanzeigen vorzulegen, mit denen offenbar die Präsidentschaftswahl beeinflusst werden sollte. Er erklärte, niemand dürfe «unsere Werkzeuge» benutzen, um die Demokratie zu untergraben. Der Kreml bestreitet eine Verwicklung in die mutmasslichen Manipulationen.

Die US-Geheimdienste werfen Russland vor, sich im vergangenen Jahr in den US-Wahlkampf eingemischt zu haben, um dem Republikaner Trump zum Sieg über seine demokratische Rivalin Hillary Clinton zu verhelfen. Im Facebook-Netzwerk ist es möglich, zuvor ausgewählte Zielgruppen mit spezifischen Merkmalen wie politische Orientierung, sozialer Status und Herkunftsland gezielt anzusprechen.

(afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • peterp am 25.09.2017 16:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    naja...

    Angeblich wurden Werbungen im Wert von 50000$ von Russen gemacht. Clinton hatte 1.5Milliarden $ zur verfügung. Wenn Clinton nur wegen den Russen verloren hat, hätte ich auch gerne das Marketing Team von den Russen. LoL

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  • Herr Max Bünzlig am 25.09.2017 16:11 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    ist Herr Zuckerberg hinter dem Mond, das man den Herr noch warnen muss vor so was

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  • dies schon vorgestern am 25.09.2017 17:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zum Glück, begann

    FB wird in wenigen Jahren der Vergangenheit angehören. Noch zwei, drei Jahre und das Bröckeln beginnt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Lustig am 26.09.2017 14:49 Report Diesen Beitrag melden

    FratzenBuch

    Mal ganz im Ernst, wer geht schon auf FB um sich zu informieren?? FB ist mit dem TV gleichzusetzen seit Jahren: Nur zur Berieselung geeignet, man darf nicht erwarten echte Informationen zu bekommen.

  • Olaf Rustle am 26.09.2017 09:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alle Richtungen

    Hat er ihn auch vor der "New York Times" oder der "Washington Post" gewarnt? Oder ist politische Propaganda nur schlecht, wenn sie sich gegen die Globalisten richtet?

  • Remo am 26.09.2017 07:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke Obama

    Für 8 Jahre nur rumlabern. Dank Ihnen ist die Welt heute so wie sie ist.

    • Steinwerfer am 26.09.2017 08:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Remo

      Sorry aber Sie labern offenbar nicht weniger... Obama keineswegs nur "gelabert". Das wüssten Sie wenn Sie, wenn Sie die letzten Jahre nicht geschlafen hätten. Derjenige der nur labert, sitzt genau jetzt im WH und selbiger provoziert verbal bis zum Abwinken.

    • Küsä Born am 26.09.2017 11:14 Report Diesen Beitrag melden

      @Remo

      Er hat wenigstens geredet, und dies sehr kompetent. Nicht wie Trump, der selbst in der Nacht angetrunken jeden Mist twittert.....

    • Olaf Rustle am 26.09.2017 11:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Steinwerfer

      Soso dann zählen Sie doch bitte mal die tollen Leistungen von Obama auf.

    • Dani am 26.09.2017 14:44 Report Diesen Beitrag melden

      @Remo

      Naja Bush ist der Hauptverantwortliche für "die aktuelle Lage" im Osten. Und nein Obama hat nicht nur gelabert. Er hat die Agenda vorbildlich weitergeführt und hat Drohnenkriege erst Salonfähig gemacht. Er hat den Leuten durch seinen Charme perfekt Sand in die Augen gestreut.

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  • Spectre121 am 26.09.2017 06:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wallstreet bekämpfen aber Geld nehmen

    Wichtiger fände ich die Info dass er schon wieder Geld von Wallstreet Zockern angenommen hat. So etwas sollte eigentlich unter Korruption gehen...

    • Reader am 26.09.2017 12:18 Report Diesen Beitrag melden

      @Spectre121

      Wer? Trump? Ja, der sollte wirklich endlich abgesetzt werden...

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  • Mockingbird am 26.09.2017 00:29 Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin so froh

    dass ein ex-US-Präsident endlich mal reinen Tisch macht, damit 'Operation Mockingbird' niemals wieder geschehen kann!