Sanktionen

04. November 2017 05:26; Akt: 04.11.2017 05:30 Print

Kanada verbietet Putin-Vertrautem die Einreise

Dreissig Regierungsvertretern aus Russland wird die Mitschuld am Tod eines Anwalts vorgeworfen.

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Kanada verhängte Einreiseverbote gegen 30 russische Regierungsvertreter und fror ihre Vermögen ein. Zu denjenigen, die von den Strafmassnahmen betroffen sind, zählt mit Russlands Chefermittler Alexander Bastrykin ein enger Vertrauter von Präsident Wladimir Putin.

Das Aussenministerium in Ottawa warf ihnen am Freitag eine Mitschuld am Tod des Anti-Korruptionsanwalts Sergej Magnitski vor, der 2009 in russischer Haft starb.

Russische Botschaft empört

Die Sanktionen signalisierten deutlich, dass Kanada gegen Einzelpersonen vorgehe, die von erheblicher Korruption profitierten oder in Menschenrechtsverletzungen verwickelt seien, erklärte Aussenministerin Chrystia Freeland. Die russische Botschaft in Ottawa kritisierte die Strafmassnahmen als «absolut gegenstandslos und verwerflich».

Die Sanktionen wurden nach Angaben des kanadischen Aussenministeriums auf Basis eines neuen Gesetzes verhängt. Dieses erlaubt es der Regierung, Strafmassnahmen gegen Personen zu erlassen, die nach ihrer Auffassung Menschenrechtsverstösse begangen haben.

(roy/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Elmo am 04.11.2017 08:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aussortiert

    Die Kanadier lassen so oder so nicht alles rein. Davon könnte sich die Schweiz ein Beispiel nehmen.

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  • Lea am 04.11.2017 08:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tja

    Kanada ist halt nicht Schweiz.Hier darf ja jeder hin und wird noch umsorgt.

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  • ZZ Top am 04.11.2017 05:45 Report Diesen Beitrag melden

    Politikwende

    Europa sollte alles unternehmen um sich wirtschaftlich gen Asien und Russland zu wenden. Wir passen auch besser zusammen, so stehen wir uns geografisch näher und die Russen verfolgen denselben gesunden Ernährungskurs wie die Schweiz. Die USA und die Israelis sind keine verlässlichen Partner!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • M.G. am 04.11.2017 17:53 Report Diesen Beitrag melden

    Juristisch gut, politisch katastrophal

    Wenn sie das in Kanada mit allen Menschen machen die irgendwo auf der Welt gegen die Menschenrechte verstossen oder korrupt sind dann wäre Kanada vollständig isoliert und hätte keinerlei Aussenbeziehungen mehr. Das ist ein viel zu eng gezogenes Schwarz-Weiss-Denken. Da bleibt der Pragmatismus auf der Strecke. Es erinnert an Kleists Novelle "Michael Kohlhaas", an den bürgerlichen Rigorismus: Es geschehe Recht und wenn die Welt dabei untergeht.

    • Michelle am 05.11.2017 11:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @M.G.

      Sie müssen sich mal die sendnung border patrol canada ansehen. Die sind knallhart und stellen unmöglich viel fragen. Also seit ich diese sendung sehe, bin ich von kanada zimlich abgeneigt. Die lassen nicht mal einen rein, der vor 10 jahren mit trunkenheit am steuer bestraft worden ist. Die sind schlimmer als die usa. Und wehe du bist nervös, dann halten sie dich noch länger fest. Kanada mag schön sein, aber ganz normal sind die nicht bei ein- und ausreise.

    • Rüedu am 05.11.2017 12:51 Report Diesen Beitrag melden

      M.G.

      "Da bleibt der Pragmatismus auf der Strecke." Ich fass es nicht, Der intellektuelle Rechtfertigungsversuch von Korruption, Diktatur und Machtpolitik. Im Umkehrschluss Ihrer kleistschen Betrachtungsweise: "Es geschehe Unrecht und wenn die Welt dabei untergeht" Wenn schon, dann eine untergehende Welt, die wenigstens versucht hat, eine bessere zu werden, Ihre "Pragmatismusargumentation" Es ist wie es ist und da kann man nichts dagegen machen und da man nichts dagegen machen kann muss man fleissig mitschwimmen, ist exakt die Haltung, die ALLE Probleme dieser Welt verursacht.

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  • Ghino di Punta am 04.11.2017 15:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    The show must go on

    Im Auftrag von Grossbritannien und der USA wird das Spielchen weiter gefuehrt. Es ist immer noch vielen NICHT klar, dass die Jeltsin Aera seit fast 20 Jahren vorbei ist. Die Zeit wo Russland tagtaeglich gepluendert und ausgesaugt wurde mit Hilfe von teils naive Mitlaufer und Mithelfer. Und die Geschichte von Magnitski passt in diesen Schema. Magnitski vetrat die Interessen von ein Fond namens Hermitage. Genannte Firma hat sich der Steuerhinterziehung auf russischen Boden schuldig gemacht und dies in Milliarden von USD. Wenn die erwischt wurden, wurde besagte Firma von Amteswegen geschlossen. Der Inhaber, ein US Buerger konnte noch rechtzeitig sich aus der Staub machen. Der Anwalt Magnitski wurde beauftragt die Interessen der Hermitage zu verteidigen, erfolglos. Man kann auch vermuten das er vom Auftraggeber selbt durch Dritte liquidiert wurde. Der Geschaeftsinhaber der Hermitage hatte in Washington Freunde und konnte schliessendlich den sogenannte Magnitski Act durchwinken lassen. So in grob erklaert.

    • Maler50 am 04.11.2017 20:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ghino di Punta

      Ach was, diese Zeiten sind nicht vorbei.Russland wird noch immer von gewissen Kreisen ausgeplündert y die Korruption treibt weiterhin die grössten Blüten! Alles andere ist reine Propaganda!!

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  • RoKoKo am 04.11.2017 14:28 Report Diesen Beitrag melden

    Respekt!

    Gut gemacht Kanada

  • Dave Hummer am 04.11.2017 13:57 Report Diesen Beitrag melden

    Gefährliche Finanzhaie

    Erkundigt euch mal vertieft über das Magnitski Gesetz, wie es zustande kam, was die (echten) Gründe sind, Was für eine Rolle William Browder dabei spielte! Ein skrupelloser Finanzhai befiehlt der US Regierung ein Gesetz zu erlassen! Eine Anwältin die der Trump-Adm. Beweise dafür vorlegen will wird nun als Beweis für die Trump-Russland Affäre missbraucht, eine Arte Doku wird von Browder verboten und nun kuscht auch noch Kanada.

  • eidgenosse am 04.11.2017 12:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Irrsinn

    wir schweizer waren das vorbild für kanada jahrelang und nun wissen die kanadier wie man es umsetzt und wir machen das gegenteil und zahlen an libaneser 300000 franken irrsinn