«Charlie Hebdo»

14. Januar 2015 09:03; Akt: 14.01.2015 10:05 Print

Das steht in der neuen Ausgabe

Auf Twitter kursieren bereits Auszüge der neuen «Charlie Hebdo»-Ausgabe. Neben Mohammed kriegen auch der Papst und die Terroristen ihr Fett weg.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

In Frankreich erschien am Mittwochmorgen die erste Ausgabe nach den Anschlägen auf die Redaktion von «Charlie Hebdo». An einigen Stellen waren die Exemplare rasch ausverkauft. Einige Personen, die eine Exemplar ergattern konnten, veröffentlichten auf Twitter Ausschnitte davon. Neben dem bereits bekannten Titelbild, das eine Karikatur des Propheten Mohammed zeigt, finden sich auch sonst einige gewohnt bissige Kommentare.

Diese richten sich unter anderem gegen den französischen Präsidenten François Hollande oder die deutsche Kanzlerin Angela Merkel. Letztere versucht sich im Comic in Französisch: «Ich bin nein porter de culotte» (Übersetzt: Ich tragen nein Unterhose). Auch der Papst bekommt sein Fett weg.

Terroristen veräppelt

Mohammed-Karikaturen sind im Heft keine mehr zu sehen. Dafür werden die Terroristen auf die Schippe genommen. So fragt einer der Attentäter im Himmel: «Wo sind jetzt die 70 Jungfrauen?»

In einer Zeichnung wird beispielsweise darauf angespielt, dass einer der Attentäter bei einem Entsorgungsbetrieb arbeitete. In der Karikatur steht der Abfallsortierer ratlos vor zwei Abfalltonnen, von denen eine die Aufschrift «Gut» und die andere die Aufschrift «Böse» trägt. «Das ist zu kompliziert», steht dazu in der Sprechblase.

Zeichnungen der getöteten Karikaturisten

In einer anderen Karikatur fragen die von der Polizei getöteten Attentäter im Himmel nach Jungfrauen, die sie von Gott als Belohnung für ihren Terrorangriff erwarten. Die seien alle beim Team von Charlie, wird ihnen aus einer Wolke zugerufen, in der eine wilde Party steigt.

Neben neuen Zeichnungen sind auch solche von einigen der getöteten Kollegen enthalten. Diese werden sogar in einer eigenen Zeichnung geehrt.

(dia)