Falkland-Streit

11. Februar 2012 08:30; Akt: 11.02.2012 11:10 Print

Argentinien protestiert bei der UNOArgentinien protestiert bei der UNO

Das Säbelrasseln zwischen Argentinien und Grossbritannien geht eine nächste Runde: Der argentinische Aussenminister warf London vor, den Südatlantik zu militarisieren.

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UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon (rechts) äusserte gegenüber dem argentinischen Aussenminister Hector Timerman seine Besorgnis. (Bild: Keystone)

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Argentinien hat bei der UNO formellen Protest gegen ein britisches Militärmanöver auf den Falkland-Inseln eingelegt. Aussenminister Héctor Timerman warf London am Freitag die «Militarisierung» des Südatlantiks vor.

Nach Informationen seines Landes nehme an den Militärübungen auch ein «atomgetriebenes U-Boot teil, das Atomwaffen transportieren kann», sagte Timerman nach Gesprächen mit UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon und den amtierenden Vorsitzenden des UNO-Sicherheitsrats und der UNO-Generalversammlung in New York.

Vorwürfe zurückgewiesen

Der britische UNO-Botschafter Mark Lyall Grant wies die Vorwürfe als «eindeutig absurd» zurück. Gleichzeitig aber warnte er, London sei «für die Verteidigung und Sicherheit der Menschen auf den Falkland-Inseln verantwortlich» und werde «diese Verteidigung, wenn nötig, rigoros übernehmen».

Grossbritannien bleibe offen für einen Dialog mit der argentinischen Regierung über die Inseln - ausgenommen sei jedoch die Frage ihrer Souveränität.

Grossbritannien wolle die Wortgefechte nicht ausweiten. Wenn Argentinien aber Vorteil aus dem 30. Jahrestag des Falkland-Krieges zwischen beiden Ländern schlagen wolle, «dann werden wir unsere Position verteidigen.

Aufruf zum Dialog

UNO-Generalsekretär Ban rief unterdessen beide Seiten auf, den Konflikt auf dem Dialogweg zu lösen. Grund für die jüngsten argentinischen Proteste sind die derzeitigen britischen Militärübungen, an denen ein modernes britisches Kriegsschiff sowie Prinz William, die Nummer zwei der britischen Thronfolger, teilnehmen.

Beide Länder beanspruchen die dünnbesiedelte Inselgruppe im Südatlantik, die von den Briten Falklands und von den Argentiniern Malvinas genannt werden. Vor dem 30. Jahrestag des Kriegs um die Falkland-Inseln hatte sich zuletzt der Ton zwischen London und Buenos Aires deutlich verschärft.

Am 2. April 1982 besetzte die damalige argentinische Militärjunta die Inselgruppe, die seit 1833 unter britischer Kontrolle steht. Bei dem 74-tägigen Krieg starben etwa 650 Argentinier und rund 250 Briten. Er endete mit einem Sieg Grossbritanniens.

(sda)

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  • Nubi am 11.02.2012 16:46 Report Diesen Beitrag melden

    Grännerei

    Argentinien hat dazumal mit dem Krieg angefangen. Ansprüche muss man anders lösen.

  • besche weber am 11.02.2012 16:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gstürm!!!

    1. wenn jetzt jeder staat 200 jahre später "sein" land will, wie wäre wohl dann die heutige landkarte? 2. welche nationalität wollen die bewohner? britisch! der fall ist somit gelöst!

  • John Geilo am 11.02.2012 13:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die lösung liegt näher als man denkt

    Lasst die bevölkerung der falklands nochmal abstimmen. Die sollen entscheiden zu wem sie gehören wollen. Ganz einfach aber da ist wohl bisher kein politiker draufgekommen