Zum Klauen gezwungen

22. November 2012 07:50; Akt: 22.11.2012 09:24 Print

Chinas Polizei hat 2300 entführte Kinder befreit

In China blüht das Geschäft mit entführten Kindern, die auf Bahnhöfen oder in Einkaufszentren stehlen gehen müssen. Doch die Polizei ist den Kindesentführern hart auf den Fersen.

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China hat ein Problem mit Kindsentführern. In den letzten zwei Jahren wurden Tausende Kinder befreit. (Bild: Keystone)

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Die chinesische Polizei hat im vergangenen Monat 90 Mitglieder eines Rings von Kindesentführern festgenommen und 28 Kinder aus ihrer Gewalt befreit. Die Festgenommenen hatten die Kinder verschleppt und sie zu Diebstählen gezwungen. Es war der jüngste Fahndungserfolg der Polizei im Kampf gegen Kindesentführer-Banden.

Das Geschäft mit entführten Kindern boomt in China. Durch die Diebstähle und Betteleien nehmen die Entführer im Laufe der Zeit grosse Beträge ein. Die Polizei geht seit April des vergangenen Jahres vermehrt gegen die Banden vor. Dabei wurden bereits rund 2700 Kindesentführer festgenommen und etwa 2300 Kinder befreit.

Die jüngst befreiten Kinder mussten etwa in Einkaufszentren und Bahnhöfen auf Diebestour gehen, wie die staatliche Tageszeitung «China Daily» am Donnerstag unter Berufung auf die Regierung in der Hauptstadt Peking berichtete. Sie wurden von ihren Entführern verprügelt, missbraucht und bedroht und so gefügig gemacht.

2300 Kinder befreit

Die befreiten Kinder werden nun so schnell wie möglich nach Hause gebracht, teilen die Behörden mit. Der Zeitung zufolge erfolgten die jüngsten Festnahmen im vergangenen Monat in Peking und mehreren Provinzen Chinas.

(aeg/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Carola Petri am 22.11.2012 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    Geldstrafe

    Im Chinesisch-Unterricht zeigte uns unsere Lehrerin eine Dokumentation über Kindesentführungen. Die Leute dort im Dorf durften nichts machen, sich nicht einmischen oder sonst was. Dafür drohte ihnen bis zu 5000 Franken (umgerechnet) Strafe. Die selbe Strafe erhalten auch die Entführer wenn sie erwischt werden. Was ist hier gerecht?

  • bairen22112012 am 22.11.2012 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Eigenes Kind?

    Ihr all schreibt als Personen, die nicht betroffen sind und eure Aussagen sind OK aber theoretisch. Ich aber habe eine kleine Tochter, die in China zur Schule geht und sage euch, dass ich täglich in der Angst lebe, dass sie entführt wird. Das ist kein schönes Gefühl. Dennoch sollten wir nicht einfach China Bashing machen, wie es in der Schweiz meistens aus Neid und Missgunst gang und gäbe ist - ganz besonders im Deutschschweizer Fernsehen. Dies ist aber ein anderes interessantes Thema, das andere Medien vielleicht einmal aufarbeiten werden.

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  • Steve Meyer am 22.11.2012 09:47 Report Diesen Beitrag melden

    Und die Entführer?

    Hoffe da in China passiert, alle gehängt. Da hat das chinesische System doch noch etwas gutes. In der Schweiz würden die Entführer entschädigt und am nächsten Tag wieder rumlaufen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Carola Petri am 22.11.2012 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    Geldstrafe

    Im Chinesisch-Unterricht zeigte uns unsere Lehrerin eine Dokumentation über Kindesentführungen. Die Leute dort im Dorf durften nichts machen, sich nicht einmischen oder sonst was. Dafür drohte ihnen bis zu 5000 Franken (umgerechnet) Strafe. Die selbe Strafe erhalten auch die Entführer wenn sie erwischt werden. Was ist hier gerecht?

  • Susanne Reich am 22.11.2012 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    nicht so einfach zu lösen

    Ich freue mich sehr, dass China so aktiv ist gegen Kindsentführung - Bravo! Spontan dachte ich, am besten gäbe man diesen bettelnden Kindern kein Geld mehr, damit würde sicher ein Teil des Problems gelöst und diese Kinder wären für solche Banden uninteressant. Nur kenne ich das selbe aus Irland - gottseidank ohne Kindsentführungen: Die Kinder werden betteln geschickt, gibt man ihnen nichts, erhalten sie evtl. Schläge oder nichts zu essen, gibt man ihnen etwas, so fördert man das "System". Vielleicht ist es in Irland diesbezüglich inzwischen besser geworden, hoffe ich.

  • bairen22112012 am 22.11.2012 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Eigenes Kind?

    Ihr all schreibt als Personen, die nicht betroffen sind und eure Aussagen sind OK aber theoretisch. Ich aber habe eine kleine Tochter, die in China zur Schule geht und sage euch, dass ich täglich in der Angst lebe, dass sie entführt wird. Das ist kein schönes Gefühl. Dennoch sollten wir nicht einfach China Bashing machen, wie es in der Schweiz meistens aus Neid und Missgunst gang und gäbe ist - ganz besonders im Deutschschweizer Fernsehen. Dies ist aber ein anderes interessantes Thema, das andere Medien vielleicht einmal aufarbeiten werden.

    • Mäge Sandy am 22.11.2012 10:14 Report Diesen Beitrag melden

      Neid?

      Auf was sollten wir neidisch sein?

    • J.R.R am 22.11.2012 10:57 Report Diesen Beitrag melden

      @Mäge

      Das habe ich mich auch gefragt, auf was bitte soll man neidisch sein?

    • China Fan am 22.11.2012 11:01 Report Diesen Beitrag melden

      @Mäge Sandy

      Vielleicht auf dieses wunderbare Land, dass wirtschaftlich gesehen, die Schweiz längstens überholt hat und auch in sachen Umweltschutz, etc. schon weit vor der Schweiz liegt. Es wird immer gegen China gehetzt, aber das ist ein super Land mit einem super System. Versuchen wir doch hierzulande einmal ein System für mehr als eine Milliarde Einwohner einzurichten und schauen was es für Probleme gibt. Vor ca. 5 Jahren sagte ein Schuhputzer in Xian zu mir: "in ca. 20 Jahren werden deine Kinder, meinen die Schuhe putzen..." Ich sagte ihm, er habe absolut recht.

    • China Kenner am 22.11.2012 11:06 Report Diesen Beitrag melden

      China im Aufwind

      Auf die Entwicklung, und das Lebensgefühl in den entwickelten Städten. In China geht es vorwärts, junge Menschen haben Perspektiven, die Lebenssituation verbessert sich von Jahr zu Jahr. Reisen Sie mal nach und durch China und sprechen Sie mit den Menschen vor Ort, dann wissen Sie, von was ich hier schreibe.

    • tschegsch am 22.11.2012 13:19 Report Diesen Beitrag melden

      von wegen..

      @China Kenner, wenn ich in China bin, höre ich nicht nur schöne Dinge von den jungen Leuten, sie haben genau gleich Probleme wie wir. Es beginnt bereits mit dem Hauskauf. Perspektive auf mehr Bildung, JA, in den Städten natürlich. Aber das Land besteht aus mehr als nur Städten.

    • Susi am 22.11.2012 13:40 Report Diesen Beitrag melden

      @Till

      Genau, du spricht von den USA,richtig? oder wo liegt der Unterschied?

    • Steff Shanghai am 22.11.2012 13:44 Report Diesen Beitrag melden

      @china Fan

      @China Fan!! Umweltschutz! Ich habe hier in Shanghai vor einigen Monaten das letzte mal blauen Himmel gesehen! Immer diesen Smog! Wo leben Sie? in der Wüste Gobi??

    • Schweizerin am 22.11.2012 13:45 Report Diesen Beitrag melden

      Niveaulose Kommentare

      Ich bin froh, Schweizerin zu sein und hier leben zu dürfen. China hin oder her, alles dreht sich nur um Macht, Geld und die Kinder müssen immer mehr leisten, um später in der Wirtschaft zu überleben. Dazu stinkt dort bestialisch. Sie wissen nicht mal was Sternen sind, weil die Luft so verpestet ist. Hier ist auch nicht alles perfekt, aber ich habe noch eine Persönlichkeit und am Morgen wird man noch begrüsst - muss keine Angst um meine Kinder haben - man geht nicht unter, zwischen einer Milliarde Menschen. Soll jeder in seinem Land bleiben und zufrieden sein!!

    • Markus Leuenberger am 22.11.2012 13:52 Report Diesen Beitrag melden

      der war gut.

      China und in Sachen Umweltschutz vor der Schweiz... In China werden weltweit geächtete Stoffe immer noch munter hergestellt. Die Produzenten sorgen auch gleich für gefakte Dokumente und Verpackungen und beliefern munter ganz Europa mit giftigen Treibmitteln. Zum Beispiel R12. Blei in Farben, Dmf in Leder, Weichmacher in Gummi, usw. Wenn man hunderdtausend Leute umsiedelt, um dann einen MegaStaudamm zu bauen, welcher massive Eingriffe in die Natur darstellt, hat dies auch herzlich wenig mit Umweltschutz zu tun. Gut, Kanada machts ebenso mit Asbest + Fa. Bayer mit krebserregenden Pestiziden.

    • Skeptiker am 22.11.2012 14:01 Report Diesen Beitrag melden

      Verlogen

      China, das Land der Perspektiven? Dass ich nicht Lache! Des geht nur solange gut, solange sie ihren Schund dem Westen verkaufen und Drittweltländer ausbeuten können. Also vielleicht noch ein paar Jahrzehnte... Auch wird an die grosse Glocke gehängt, dass Kinder gerettet wurden. Wieviele andere auf der Autobahn überfahren werden und einfach LIEGENGELASSEN werden, weil es niemanden schert, wird selbstverständlich weniger laut erwähnt. Vermutlich hatten sich ein paar Diplomaten über die Raubzüge der Kinder beklagt, also wurde etwas unternommen... Mich widert die Mentalität dieser Menschen nur an.

    • Claudia am 22.11.2012 14:11 Report Diesen Beitrag melden

      @China Fan

      mag sein dass die Chinesen uns wirtschaftlich voraus sind. Ja und? Ist ja auch zigmal grösser und wir haben keine Bodenschätze wo wir auch noch ausbeuten könnten.. aber eines weiss ich mit Sicherheit - solange die ihre Tiere derart abscheulich behandeln und auch mit vielen Menschen nicht besser umgehen, können die mir eh gestohlen bleiben - auf so ein Land kann man nie und nimmer neidisch sein..

    • Steff Shanghai am 22.11.2012 14:15 Report Diesen Beitrag melden

      @China Fan

      neidisch auf was? Umweltschutz? Ich habe hier in Shanghai seit Monaten keinen blauen Himmel mehr gesehen! Alte Leute beteln auf den strassen! Neidisch auf was?

    • Edith Wittlin am 22.11.2012 14:55 Report Diesen Beitrag melden

      Wieso nicht auswandern?

      Wenn es dort soviel besser ist, was machen Sie dann noch hier?

    • basho am 22.11.2012 15:15 Report Diesen Beitrag melden

      Alles heuchler

      China ist ein unterentwickeltes Land mit archaischen gewohnheiten eine Diktatur mit der fasssade einer KOMUNISTISCHER partei die totalitärer nicht sein könnte!!Die Fabrik der Welt mit der einzigen stärke ihrer unglaublich riesigen Einwohner zahl!!

    • China Kenner am 22.11.2012 16:00 Report Diesen Beitrag melden

      Die Städte zuerst

      @Tschegsch, wenn sie die gleichen Probleme haben wie wir, ist sehr viel erreicht. Dann haben sie nämlich keine existenziellen Probleme mehr wie Hunger etc. Man kann doch nicht immer alles am Schweizer Standard messen. Seit ich China vor 11 Jahren das erste Mal bereist haben hat sich unglaublich viel verbessert, von der Infrastruktur, über die Bildung, Freiheit der Menschen, Alternativkultur etc. Und das zählt: Nicht nur Hoffnung auf ein besseres Leben, sondern tatsächlich ein besseres Leben. In Sachen Landbevölkerung: in jedem Land entwickelm sich zuerst die Städte, dann ländliche Regionen.

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  • Steve Meyer am 22.11.2012 09:47 Report Diesen Beitrag melden

    Und die Entführer?

    Hoffe da in China passiert, alle gehängt. Da hat das chinesische System doch noch etwas gutes. In der Schweiz würden die Entführer entschädigt und am nächsten Tag wieder rumlaufen.

    • Marion am 22.11.2012 11:49 Report Diesen Beitrag melden

      Steve Meyer

      So ist es genau!

    • Markus Leuenberger am 22.11.2012 13:56 Report Diesen Beitrag melden

      Woher habt ihr denn diese Weisheit?

      Das ist aber mal ein konstruktiver Beitrag. "Entführer werden entschädigt und frei gelassen". Schon mal darüber nachgedacht, was ihr hier schreibt? Dann nennt mir bitte mal ein Beispiel...

    • Skeptiker am 22.11.2012 14:02 Report Diesen Beitrag melden

      Geschäfte

      Ja, und deren Organe werden dann gut zahlenden Spitälern geliefert. Chinesen sind eben gute Geschäftsleute.

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  • Alice am 22.11.2012 09:01 Report Diesen Beitrag melden

    Weniger Kritik, mehr Lob

    Ein Hoch auf die Polizei die 2300 Kinder gerettet hat! Das ist doch ein Ansporn um weiter zu machen! Was die Kinderhändler tun ist schrecklich, schlimme Menschen gibt es jedoch überall. Wichtiger sind diejenigen die etwas dagegen unternehmen.

    • Skeptiker am 22.11.2012 14:03 Report Diesen Beitrag melden

      noch ein Kritikpunkt

      Das Problem besteht schon lange. Warum handelt die Polizei dann erst seit einem Jahr?

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