Berlusconi-Nachfolger

13. November 2011 19:51; Akt: 14.11.2011 07:49 Print

Mario Monti übernimmt mit «Vorbehalt»Mario Monti übernimmt mit «Vorbehalt»

Der frühere EU-Kommissar und Ökonom Mario Monti ist der neue starke Mann in Italien. Allerdings braucht er eine Mehrheit im Parlament. Die Berlusconi-Partei will ihn vorerst unterstützen.

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Der Hoffnungsträger: Der von Staatspräsident Napolitano mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragte Mario Monti spricht am 13. November im Quirinalspalast in Rom zu den versammelten Journalisten.

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Nach dem Rücktritt von Silvio Berlusconi ist der frühere EU-Kommissar Mario Monti mit der Bildung einer neuen Regierung für Italien beauftragt worden. Der Ökonom soll das Land aus der Krise führen.

Monti nahm von Napolitano den Auftrag mit «Vorbehalt» an, teilte das Präsidentenbüro am Sonntag mit. Er wird erst sondieren müssen, ob er im Parlament über eine tragfähige Mehrheit verfügt. Der ehemalige EU-Kommissar versicherte in einer kurzen Ansprache am Sonntag, dass er sich in den Dienst seines Landes stelle und für die Bewältigung der akuten Schuldenkrise einsetzen werde.

Italien müsse ein «Element der Stärke, nicht der Schwäche» in Europa sein, betonte Monti. Das Land werde seine Verschuldung eindämmen und das Wirtschaftswachstum fördern müssen. Dabei müsse im Interesse der neuen Generationen soziale Ausgewogenheit garantiert werden.

Berlusconi-Partei bedingt für Monti

Kurz zuvor sagte die Partei Berlusconis, die Popolo della Libertà, einer Übergangsregierung Montis unter Vorbedingungen die Unterstützung zu. Die Freiheitspartei machte ihre Unterstützung davon abhängig, dass die neue Regierung nur so lange im Amt bleiben würde, bis die nötigen Massnahmen zur Abwehr eines finanziellen Kollaps umgesetzt seien. Parteisekretär Angelino Alfano betonte, dass auch Montis Regierungsprogramm und die Zusammensetzung seines Kabinetts ausschlaggebend für die Unterstützung seiner Partei seien. Der Regierung dürfe kein früherer Gegner Berlusconis angehören.

Die Finanzturbulenzen und der Druck der Märkte hatten Berlusconi in die Knie gezwungen. Er war am Samstagabend zurückgetreten. Die neue Regierung unter Führung des international hoch angesehenen Wirtschaftsexperten soll das Vertrauen der Investoren wieder herstellen und Italien aus der Schuldenkrise führen.

IWF-Chefin Lagarde hat «grossen Respekt» vor Monti

Es ist eine Karriere im Zeitraffer - nicht zuletzt den aufgeregten Finanzmärkten geschuldet: Erst am Mittwoch wurde Monti von Italiens Staatschef Napolitano zum Senator auf Lebenszeit ernannt, tags darauf empfahl der strauchelnde Regierungschef Berlusconi den früheren EU-Kommissar implizit als seinen Nachfolger.

Seither nahmen die Lobreden auf Monti kein Ende. Sie habe «grossen Respekt» vor Monti, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde. Sie habe mit dem Italiener stets «fruchtbare Gespräche» geführt. Der frühere Ministerpräsident und EU-Kommissionspräsident Romano Prodi sagte: «Montis Zeit ist gekommen.» Am Sonntagabend war es soweit.

(sda/dapd)

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  • Berner Bär am 14.11.2011 08:07 Report Diesen Beitrag melden

    Neues Feindbild

    Der Cavaliere, das letzte ultimative "B"-Feindbild (Bush, Blocher, Borer, Berlusconi) der Presse ist nun nicht mehr. Nun muss sich die Journaille ein neues Feindbild suchen, um ihre Hasstiraden loszuwerden. Die Kommentare der SF DRS-Korrespondentin Franziska Ingold von vergangener Woche waren zeitweise unerträglich.

    • Winther Anton am 14.11.2011 11:40 Report Diesen Beitrag melden

      Anwort auf "Neues Feindbild"

      Was hat die Journalistin, Franziska Ingold im Vergleich zu Berlusconi bis anhin gemacht? Viel Geld vom SF und Steurzahler bezogen, jedenfalls keine Arbeitsplätze geschaffen. Herr Berlusconi beschäfftigt in Italien mehr als 60'000 Personen da müssen Sie noch einiges einfallen lassen, da kann auch Ihre linke Politik nichts beitragen.

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  • Ramon Llull am 14.11.2011 00:24 Report Diesen Beitrag melden

    Coup durch die NWO

    Monti und Papademos sind beides wichtige Mitglieder der undemokratischen und von David Rockefeller gegründeten Trilateral Commission und beide sind Mitglied der Bilderberger. Die Trilateral Commission, die Bilderberger und das Council of Foreign Relations (alles nicht demokratische Institutionen) bilden das Machtzentrum der New World Order (NWO). Nach einem Coup hat die NWO letzte Woche Ihre Männer in Griechenland und Italien an die Macht gebracht. Ohne Wahlen, nur durch abdrehen des Geldhahns!

    • Titanus am 14.11.2011 03:16 Report Diesen Beitrag melden

      Gut gemacht!

      Findest Du nicht auch dass irgend jemand den versagenden Silvio aus dem Weg schaffen musste? Wenns die Bilderberger gewesen sein sollen, soll es mir auch Recht sein. Besser die, als ein kaputtes Europa.

    • marrylein am 14.11.2011 09:57 Report Diesen Beitrag melden

      @Titanus

      unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Dir sollte eigentlich bewusst sein, dass Silvio wie auch Mario jahrzehnte alte Freimaurer sind. Glaubst du wirklich Monti würde grundsätzlich etwas ändern? Er wird Italien vermutlich noch mehr in den Ruin stürzen als das Berlusconi getan hätte. Wie kann man nur blind sagen; juhuu, die Bilderberger haben Berlusconi entfernt. Es ist eine Tatsache das diese Gruppe sehr sehr anti-Demokratisch handelt und gewisse Leute wie papademos aber auch Lagarde auf ihre Plätze hievt, damit sie dort ihre Jobs nach Gusto der Mächtigen erledigen können.

    • marrylein am 14.11.2011 10:00 Report Diesen Beitrag melden

      ....

      Diesen Leuten geht's nicht um unser Wohl, geschweige denn um Stabilität. Diesen Leuten geht's nur um zwei: Monopolisierung der Macht und Profitmaximierung.

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  • Olivier am 13.11.2011 23:58 Report Diesen Beitrag melden

    hochgejubelt

    Und Mario Monti wird wie Obama hochgejubelt und nur positives Berichtet, auch wenn er total versagen wird. Nur ein Finanz-Hardliner kann Italien retten.