18-Jähriger in Haft

16. Dezember 2012 06:49; Akt: 16.12.2012 08:15 Print

Weiteres Schulmassaker in den USA verhindert

Am Tag von Adam Lanzas Amoklauf wollte ein 18-Jähriger ein Blutbad in einer Grundschule in Oklahoma anrichten. Dank der schnellen Reaktion der Schulleitung konnte die Polizei allerdings einschreiten.

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Infografik «Schulmassaker in den USA».

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Im US-Staat Oklahoma ist womöglich ein weiteres Schulmassaker vereitelt worden. Am selben Tag, an dem ein Schütze an der Grundschule in Newtown in Connecticut ein Blutbad anrichtete, wurde ein 18-Jähriger festgenommen, der mit Schusswaffen und Bomben Mitschüler töten wollte.

Die Polizei nahm den Jugendlichen am frühen Freitagmorgen fest, nachdem sie am Donnerstagabend von den Plänen erfahren hatte. Laut Polizeidokumenten versuchte der 18-Jährige, andere Schüler in Bartlesville zu überreden, ihn bei seinem Plan zu unterstützen.

Demnach wollte er Schüler in eine Aula locken, die Türen mit Ketten verschliessen und das Feuer eröffnen. Er wollte auch Bomben an den Türen zünden, sobald die Polizei an den Tatort gekommen wäre. Der Jugendliche habe gedroht, Mitschüler zu töten, die ihm nicht helfen wollten. Ein Mitglied der Schulleitung alarmierte die Polizei.

Lob für schnelle Reaktion der Schulverwaltung

Ermittler erklärten, der Junge habe Anfang Dezember einem Lehrer erzählt, er habe sich eine Waffe gekauft und lerne schiessen. In den Polizeidokumenten hiess es weiter, der 18-Jährige habe ausserdem versucht, an einen Grundriss des Schulgebäudes zu kommen, und im Internet Informationen zum Schulmassaker in Columbine 1999 gesucht.

Polizeipräsident Gary Quinn lobte die schnelle Reaktion der Schulverwaltung. Sie sei den bis dahin unbestätigten Gerüchten rasch nachgegangen und hätten ihre Erkenntnisse der Polizei vorgelegt. Der 18-Jährige befindet sich in Gewahrsam, es wurde eine Kaution von einer Million Dollar verhängt. Er wird am 11. Januar einem Gericht vorgeführt.

(pre/dapd)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Es geht immer so weiter liebe Amerikaner. Ändert eure Waffengesetze! Ihr macht euch selbst zu Opfern. – Luis

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ballistiker am 17.12.2012 18:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verbot bringt nichts!

    In England und Australien ist der zivile Erwerb von Faustfeuerwaffen vor einigen Jahren verboten worden. Die mit Faustfeuerwaffen begangenen Delikte daraufhin sprunghaft angestiegen! Kriminelle interessiert es nicht, ob Waffen verboten sind...

  • Amis Pinner am 16.12.2012 21:37 Report Diesen Beitrag melden

    Waffengesetze haben nichts damit zu tun

    Das hat nichts mit den Waffengesetzen zu tun. Kanada hat MEHR Waffen pro Kopf in Privatbesitz und kaum Waffentote...

  • Barbara Hänni am 16.12.2012 20:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Relationen

    Täglich sterben 30.000 Kinder! Über 50% der Todesfälle sind durch vermeidbare oder behandelbare Krankheiten wie Masern, Durchfall, Malaria, Lungenentzündungen und AIDS verursacht. Zusätzlich sind allein Mangelernährung und Hunger für den Tod von über 3,5 Millionen Kindern jährlich verantwortlich.

  • g. bernasconi am 16.12.2012 19:53 Report Diesen Beitrag melden

    Leider nur "Hot Air"

    Obama hat nun Glueck gehabt: sonst haette er gleichzeitig seine Krokodilstraenen an 2 verschieden Orte zeigen muessen. Es ist sehr traurig, aber ausser heisse Luft wird nichts kommen: die USA werden weiter auf die sicher kommende naechste Schiesserei warten.

  • A. Fischer am 16.12.2012 18:48 Report Diesen Beitrag melden

    Fragen

    Die Hintergründe der Tragödie provozieren Fragen an die Gesellschaft, nicht nur derjenigen in den USA, sondern überall. Wie stark wirkt sich der sich ständig steigende kompetitive Druck auf unsere Jugend aus? Leben wir als Eltern-Generation mehr den Individualismus aus, die Sensibilität und kritische Achtsamkeit gebenüber unserer Umwelt verlierend? Sind wir überhaupt noch in der Lage als Einzelner und als Gesellschaft auf tragische Fehlentwicklungen junger Menschen - so offenbar Adam Lanza - frühzeitig und helfend einzugreifen?