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US-Wahlen
28. Oktober 2011 20:35; Akt: 29.10.2011 13:29 Print
Hillary ist der bessere Obama
von Simon Beeli - Barack Obama ist der demokratische Spitzenkandidat für eine zweite Amtszeit als Präsident. Doch eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Demokraten mit Hillary Clinton bessere Chancen hätten, die republikanischen Herausforderer zu besiegen.

Hillary Clinton und Barack Obama während einer Sitzung des Kabinetts am 3. Oktober 2011 in Washington. (Bild: Keystone)
Wenn am 6. November 2012 in den USA der Präsident der Vereinigten Staaten gewählt wird, hofft Barack Obama für die Demokratische Partei eine zweite und letzte Amtszeit antreten zu dürfen. Seine Herausforderer der Republikaner sind dabei, sich in Stellung zu bringen. Anfang 2012 finden die ersten Vorwahlen statt. Während bei den Demokraten Barack Obama als sicherer Wert gilt, ist bei den Republikanern noch alles offen.
Infografik Popularität der US-PräsidentenAir Force OneAus wahlstrategischer Sicht wären die Demokraten aber vielleicht besser bedient, wenn sie anstelle von Obama die amtierende Aussenministerin Hillary Clinton ins Rennen um den Einzug ins Weisse Haus schicken würden. In einer vom renommierten Magazin «Time» veröffentlichten Umfrage schneidet die 64-Jährige ehemalige Firstlady im direkten Vergleich mit Obama besser ab, wenn es darum geht, die demokratischen Kandidaten mit ihren republikanischen Herausforderern duellieren zu lassen.
Die Umfrage zeigt, dass Barack Obamas Kontrahentin von 2008 die republikanischen Spitzenkandidaten Mitt Romney um 17 Punkte, Herman Cain um 22 und Rick Perry gar um 26 hinter sich lassen würde. Obama hingegen könnte bei der selben Umfrage das Duell mit Romney mit lediglich 3 Punkten für sich entscheiden. Bei Cain und Perry wären es immerhin 12.
Clinton hegt keine Präsidenschafts-Ambitionen
Käme es zum Duell mit Mitt Romney, dem aktuellen Favoriten der Republikaner, würden 55 Prozent der Amerikaner Clinton die Stimme geben. Im Vergleich mit dem texanischen Gouverneur Rick Perry würden ihr sogar 58 Prozent der Wähler das Vertrauen aussprechen. Würde sie gegen den ehemaligen Chef der Pizzakette «Godfather’s Pizza», Herman Cain, antreten, erhielte sie noch 56 Prozent der Stimmen. Bei Obama sehen die Zahlen der nationalen Befragung anders aus: Im Duell mit Romney würden ihn 46 Prozent, mit Perry 50 und mit Cain 49 Prozent der Amerikaner wählen.
Die Resultate haben die Gerüchteküche wieder zum Brodeln gebracht, dass Hillary Clinton vielleicht doch noch in den Kampf ums Präsidentenamt einsteigen könnte. Andere Stimmen sehen die Aussenministerin als zukünftige Vizepräsidentin anstelle von Joe Biden an der Seite von Obama. Doch Clinton selbst nimmt den Spekulationen gleich selbst den Wind aus den Segeln. Unmissverständlich teilte sie mit, dass sie für diese Ämter nicht zur Verfügung stehe. Im Gegenteil: Bei einer Wiederwahl Obamas hat sie angekündigt, dem Kabinett nicht mehr für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung zu stehen. Ihr Funktion als Aussenministerin sei wahrscheinlich ihr letztes politisches Amt, das sie ausführen wird.
Das Verhätnis zwischen den beiden demokratischen Politikern dürfte demnach nicht durch eine parteiinterne Konkurrenz irritiert werden. In einem Interview mit dem Magazin «Time» beschreibt die bei den Amerikanern beliebte Politikerin ihre Beziehung zu Präsident Obama folgendermassen: «Er hat grossen Respekt vor der Meinung und den kulturellen Werten anderer Menschen. Ich denke, das macht auch Sinn, denn wenn man mit Menschen zusammenarbeitet, sollte man wissen, von welchem Hintergrund sie stammen und nicht einfach von einer vorgefassten eigenen Position ausgehen.»
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Alle 4 Kommentare



























Obama ist ein guter Präsident
Auch wen viele seine Aktivitäten nicht sehen, Obama ist ein guter Präsident. Dennoch bin nicht ich derjenige der schlussendlich wählt. Könnte ich aber entscheiden, müsste der nächste Präsident als Grundvoraussetzung, Schwarz, Latino, Weiblich, Homosexuell oder alles in einem sein. Auf keinen Fall aber Männliches Weissbrot!
Aussenministerin Hillary Clinton
ohne Erfolgsausweis. Insbesondere im Arabischen Raum können sich die Amerikaner nicht mehr blicken lassen. Die amerikanischen Medien tun alles, um den Wahlkampf in Schwung zu bekommen.
Fragwürdige Anwärterin
Sie ist weiß und dadurch für einen Teil der Konservativen (unabhängig von D oder R) wählbar, sie ist eine Frau, das passt zum Zeitgeist und sie kann rücksichtslos sein. Ihre Historie hat bewiesen, dass sie in Sachen Geschäfte nicht zimperlich ist, so manche Leiche im Keller hat, Erfahrungen verschiedener Art mitbringt und dass sie sogar Scientology unterstützt. Will man wirklich so eine Kandidatin. Egal ob Demokrat oder Republikaner, sie stehen mehr oder weniger alle unter dem Einfluss der Wall Street ... ein schlechtes Omen für die USA!
Korrigendum
Das ist so nicht richtig. Es gab einen Brief zum 50jährigen Jubiläum an die Scientologen vom damaligen Präsidenten Bill Clinton. Im übrigen hat das Weisse Haus schon immer eine gewisse Nähe zur Scientology gepflegt. Leider. Aber mit Hillary hat das nichts zu tun. Siehe diverse Links. Bei Bill hat das lustigerweise niemanden gestört.