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Kuala Lumpur
08. Januar 2010 07:41; Akt: 08.01.2010 07:54 Print
Brandanschläge auf Kirchen in Malaysia
In Malaysia hat ein Streit über die Verwendung des Wortes Allah durch Christen religiöse Spannungen geschürt - die sich in drei Brandanschlägen entlud.

Wachmänner vor einer der drei betroffenen Kirchen in Kuala Lumpur. (Bild: Keystone)
Auf drei Kirchen in der Hauptstadt Kuala Lumpur wurden am Freitag Brandanschläge verübt, wie die Polizei mitteilte. Ministerpräsident Najib Razak verurteilte die Gewalt und erklärte, die Regierung werde alles tun, um solche Übergriffe künftig zu verhindern.
Auslöser ist eine Gerichtsentscheidung von Ende Dezember, wonach es der katholischen Zeitung «The Herald» erlaubt ist, den christlichen Gott als Allah zu bezeichnen. Das Urteil löste bei vielen Muslimen Empörung aus, und die Regierung hat die Entscheidung angefochten.
Vor einer Kirche schleuderten laut Polizei Unbekannte auf einem Motorrad kurz nach Mitternacht eine Brandbombe. Durch die Flammen wurden mehrere Räume im Erdgeschoss zerstört. Wenige Studen später wurden zwei weitere Kirchen angegriffen, an einer entstand Sachschaden. Rund 60 Prozent der 28 Millionen Einwohner in Malaysia sind Muslime. Das asiatische Land wird wegen seines Wirtschaftswachstums und des friedlichen Zusammenlebens Angehöriger verschiedener Religionen häufig als Musterbeispiel für andere islamische Staaten bezeichnet.
(dapd)





















