Bis Ende Jahr

21. Oktober 2011 20:00; Akt: 21.10.2011 20:38 Print

Keine US-Truppen mehr im IrakKeine US-Truppen mehr im Irak

US- Präsident Barack Obama zieht seine Truppen bis zum Jahresende definitiv aus dem Irak ab. Der Irak wollte ursprünglich noch bis zu 5000 Soldaten dabehalten. Doch die Entscheidung wird von beiden Seiten getragen.

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Die US-Truppen sollen bis Ende Jahr definitiv aus dem Irak abgezogen sein, berichten US-Medien. (Bild: Keystone)

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Die USA ziehen ihre Truppen zum Jahresende vollständig aus dem Irak ab. Der Krieg sei damit nach fast neun Jahren beendet, sagte US-Präsident Barack Obama am Freitag in Washington. Dieser Schritt erfolge im vollen Einverständnis mit der irakischen Regierung.

«Heute kann ich mitteilen, dass der Rest unserer Truppen wie versprochen bis zum Ende des Jahres heimkommt», sagte Obama, der im Wahlkampf 2008 mit dem Versprechen angetreten war, den Krieg im Irak zu beenden. Fast neun Jahre nach der Invasion beginne nun eine «gleichwertige Partnerschaft» zwischen zwei souveränen Nationen.

Er habe darüber am Freitag mit dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki gesprochen, sagte Obama. «Wir sind uns vollkommen einig darüber, wie wir weiter vorgehen», sagte der Präsident. Maliki werde im Dezember zu einem Besuch ins Weisse Haus kommen.

Das Vorhaben, mehrere Tausend US-Militärangehörige in dem Land zu belassen, ist damit vom Tisch. Die Verhandlungen scheiterten offenbar daran, dass der Irak den US-Militärs keine vollständige Immunität gewähren wollte.

Verhandlungen über Verlängerung

Der Krieg hatte im März 2003 begonnen. Im vergangenen Juli hatten die USA schon ihre Kampftruppen abgezogen, aber rund 50 000 als Ausbilder und zur Unterstützung der Iraker zurückgelassen. Ein Abkommen beider Länder aus dem Jahr 2008 sah vor, auch diese restlichen Soldaten bis Ende 2011 abzuziehen.

Bis zuletzt liefen aber in der irakischen Regierung Beratungen darüber, ob das auslaufende Mandat für die US-Truppen im Land verlängert werden soll. Hintergrund sind Befürchtungen, dass die Iraker allein noch nicht in der Lage sein könnten, bewaffneten Gruppen und Terroristen die Stirn zu bieten.

Die USA hatten in den vergangenen Monaten mehrfach ihre Bereitschaft erklärt, einen Teil der derzeit noch rund 40 000 Soldaten weiter im Irak zu belassen. Sie forderten jedoch, die Soldaten dürften in keinem Fall von der irakischen Justiz belangt werden.

Nach jüngsten Schätzungen gaben die USA bislang mehr als eine Billion US-Dollar für den Krieg aus. Der Militäreinsatz hat mehr als 4400 US-Militärangehörige das Leben gekostet.

(sda)

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  • Muhamad am 24.10.2011 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich

    Endlich ist es passiert!!! Nur ein bisschen zu spät.

  • Ali Abdullaha am 22.10.2011 11:48 Report Diesen Beitrag melden

    4400 US-Militärangehörige

    4400 US-Militärangehörige das Leben gekostet, und wieviel von irakischeangehörge und was war der Resultat und Ziel von dieser krieg

    • Sylvia Habegger am 14.12.2011 20:28 Report Diesen Beitrag melden

      104'080 dokumentierte zivile Opfer

      Plus 104'080 dokumentierte zivile Opfer. Siehe "Nicht mit eingerechnet sind da feindliche Kämpfer und die Opfer durch den Einsatz von Uranmunition. Hilfsorganissationen gehen von 600'000 - 1'000'000 zivilen Opfern aus.

    einklappen einklappen
  • ristretto am 22.10.2011 09:58 Report Diesen Beitrag melden

    ein witz!

    die "forderung" dass die soldaten nicht von der irakischen justiz belangt werden dürfen ..ist ja ein witz!