North Dakota

09. Februar 2017 03:49; Akt: 09.02.2017 06:22 Print

Bau von umstrittener Öl-Pipeline geht weiter

Proteste hatten den Abschluss einer Erdölleitung durch ein Indianerreservat in North Dakota gestoppt. Nach einem Dekret von Donald Trump darf nun wieder gebaut werden.

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Die Dakota Access Pipeline in den USA wird so schnell wie möglich weitergebaut. Das teilte eine Sprecherin der zuständigen Baufirma der Nachrichtenagentur AP am Mittwochabend per E-Mail mit. Kurz zuvor hatte das in Dallas ansässige Unternehmen Energy Transfers vom US-Militär die endgültige Genehmigung bekommen. Der Schritt war einen Tag zuvor bereits angekündigt worden.

Bei dem Bau geht es lediglich noch um einen Teilabschnitt unter dem Oahe-Stausee am Fluss Mississippi. Dieser könne in rund drei Monaten fertiggestellt werden, sagte Geschäftsführer Kelcy Warren. Über Monate hinweg waren die abschliessenden Bauarbeiten an dem insgesamt 3,8 Milliarden Dollar teuren Projekt zum Erliegen gekommen, weil der vor Ort ansässige Stamm der Standing Rock Sioux heftigen Protest geleistet hatte.

Trump ordnet Weiterbau an

Ein von US-Präsident Donald Trump verordnetes Dekret brachte nun im Streit die entscheidende Wende. Er hatte den Korps der Armee-Ingenieure damit aufgefordert, den Weiterbau schneller voranzutreiben. Eine auf zwei Jahre angesetzte Studie zur Untersuchung der Region und des Bauprojekts wurde damit gestoppt.

«Jetzt müssen wir alle zusammenarbeiten, damit das Projekt sicher fertiggestellt wird und so wenig Störung wie möglich in der Gemeinschaft entsteht», sagte der republikanische Senator John Hoeven aus North Dakota in einer Reaktion auf die Genehmigung. «Dies war ein sehr schwieriges Thema für jeden, der in der Region lebt und arbeitet.»

Trinkwasser gefährdet

Die Mitglieder des Stammes Standing Rock und ihre Unterstützer hatten monatelang demonstriert, weil sie unter anderem befürchteten, dass ihr Trinkwasser durch ein mögliches Leck der Pipeline verschmutzt werden könnte. Die Baufirma betonte hingegen, die Leitung sei sicher.

Am Mittwoch fanden landesweit Proteste gegen die Pipeline statt. Organisatoren erwarteten Hunderte Teilnehmer. «Heute beginnt die nächste Phase des Massenwiderstands gegen Donald Trump», sagte Dallas Goldtooth, der Chef eines indigenen Umweltnetzwerks. «Das ist unser Land, unser Wasser, unsere Gesundheit und unsere Kultur, die in Gefahr sind. Wenn Donald Trump denkt, dass wir das alles ohne Kampf aufgeben, liegt er falsch.»

Der Stamm Standing Rock hat angekündigt, den Protest auch nach der Fertigstellung des Baus fortzusetzen. Zudem will er die Auseinandersetzung weiter vor Gericht austragen.

(chi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mon Dieu am 09.02.2017 08:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Shame on you

    Schande sowas. Der wird immer unsympathischer der Trumpl.

  • wednesday am 09.02.2017 10:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ur-Einwohner aber nicht First.

    Schändliche Entscheidung. Das Urfolk Amerikas wird von DumbTrump ignoriert und in ein mögliches Elend getrieben. America First, ja klar aber nicht für die Ur-Einwohner Amerikas. Diese Ignoranz ist unfassbar und das von einem grossen Bueb wo sich Präsident nennt.

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  • wednesday am 09.02.2017 10:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ur-Einwohner aber nicht First.

    Schändliche Entscheidung. Das Urfolk Amerikas wird von DumbTrump ignoriert und in ein mögliches Elend getrieben. America First, ja klar aber nicht für die Ur-Einwohner Amerikas. Diese Ignoranz ist unfassbar und das von einem grossen Bueb wo sich Präsident nennt.

  • Mon Dieu am 09.02.2017 08:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Shame on you

    Schande sowas. Der wird immer unsympathischer der Trumpl.