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Umstrittene Einweihung
28. Juni 2012 21:48; Akt: 28.06.2012 23:40 Print
Hier enthüllt die Queen ein Politikum
Das Denkmal zeigt sieben Mitglieder einer britischen Bomber-Crew. Es steht für Zehntausende in den Weltkriegen Gefallene. Eingeweiht wurde es mit dem Abwurf von Mohnblumen - ausgerechnet .
Im Gedenken an mehr als
Das Denkmal zeigt unter anderem eine britische Bomber-Crew aus sieben überlebensgrossen Bronzestatuen.
An den Feierlichkeiten nahmen neben 5000 Bomber-Veteranen auch Thronfolger Prinz Charles und die anderen drei Kinder der Queen, Prinzessin Anne, Prinz Andrew und Prinz Edward teil. Der Bau des Denkmals wurde massgeblich vom ehemaligen Bee-Gees-Sänger Robin Gibbs und von dem konservativen Politiker Lord Michael Ashcroft initiiert.
Kritik: Zivile Opfer zu wenig berücksichtigt
Das von dem Architekten Liam O'Connor geschaffene Denkmal im neoklassizistischen Stil ist nicht nur wegen seiner von vielen als protzig empfundenen Architektur hochumstritten. Kritiker in Grossbritannien und Deutschland bemängeln, es gehe zu sehr auf die getöteten britischen Piloten und zu wenig auf die toten Zivilisten des britisch-deutschen Bombenkrieges in beiden Ländern ein.
In Grossbritannien kamen während des von Hitler-Deutschland verschuldeten Zweiten Weltkriegs
Der damalige Premierminister Winston Churchill hatte die gestorbenen Bomberpiloten - Durchschnittsalter 22 Jahre - von den üblichen Ehrungen nach dem Krieg ausgenommen. Historiker werteten dies als Eingeständnis einer falschen Kriegsführung. In der britischen Air Force wurde die ausgebliebene Ehrung über Jahrzehnte als Ungerechtigkeit empfunden.
Deutsche geben sich versöhnlich
In Dresden, wo britische Luftangriffe im Februar 1945 einen Flächenbrand auslösten, herrschte nach anfänglicher Skepsis über das Denkmal am Donnerstag versöhnliche Stimmung. Die Interessengemeinschaft «13. Februar 1945», in der sich Überlebende der Luftangriffe auf Dresden und jüngere Dresdner für Frieden und Menschenrechte engagieren, versteht das Londoner Memorial als Chance zum Dialog.
Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz sagte: «Jedes Land und jede Stadt hat seine eigene Gedenkkultur.» Es sei zumindest in einer Inschrift über dem Denkmal auch das Gedenken an alle Opfer des Bombenkrieges festgehalten worden. Damit seien die Bedenken in Deutschland gegen das Denkmal ernst genommen worden.
(sda)
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Alle 16 Kommentare

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Es geht um Grossbritannien
und nicht um Deutschland oder sonst irgend ein Land. GB wurde vom Wahnsinnigen angegriffen und wehrte sich, so gut es ging. Gedenken an die anderen (britischen) Opfer kann man auch machen. Aber lassen wir den Piloten ihre. Sie haben Grosses geleistet und ihr Leben eingesetzt. ER II liegt dieses Thema sehr am Herzen (übrigens war Phillip auch am Anlass, der fehlt im Artikel). Zum Thema Bomberpilot: Lest mal First Light von Geoff Wellum. Sehr aufschlussreich, flüssig zu lesen und zeigt klar die Einstellung der jungen Männer, die für die RAF flogen.
Unwahr
Wir haben angefangen, Ziele auf dem deutschen Festland zu bombardieren, bevordie Deutschen begannen, Ziele auf dem britischen Festland zu bombardieren. Das ist eine historische Tatsache. James M. Spaight, Unterstaatssekretär im britischen Luftfahrtministerium
Sorry, ist nicht ganz so
Angreifen heisst nicht gleich die Hellebarde schwingen und auf Schlachtrössern einreiten. Ein Angriff beginnt lange vorher. - Ich arbeite an der britischen Quelle.
Und das nach so vielen Jahren
Mit solchen Denkmälern hält man das menschliche Denken in der Vergangenheit fest. Das Leben findet jetzt statt, live. All die getöteten Soldaten und Zivilisten wurden Opfer von Herrschergelüsten einer kleinen Elite. Sie konnten nicht ihr eigenes Leben leben, sie wurden gelebt. Das Leben findet jetzt statt. Und ein erfolgreiches Leben setzt genau dieses Denken und Bewusstsein voraus.
Eigenartiges Denkmal
Ich verstehe nicht, dass auf dem Denkmal sehr gross der Name der Königin steht. Das sieht ja aus als sei es ein Denkmal für sie. Es war ja wohl das Volk, dass die Opfer gebracht hat und das sollte durch die Anschrift des Denkmals auch zum Ausdruck kommen. Man kann sicher darüber diskutieren, ob man auch die Opfer des Bombenkriegs hätte berücksichtigen sollen (würde hier zu weit führen).