Unruhen in Xinjiang

27. Januar 2010 08:07; Akt: 27.01.2010 08:15 Print

Vier weitere Uiguren zum Tode verurteilt

Ein chinesisches Gericht hat wegen der Unruhen vor fast sieben Monaten in der westchinesischen Region Xinjiang vier weitere Menschen zum Tode verurteilt.

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Das Gericht in der Hauptstadt Urumqi habe die Todesurteile am Montag wegen «besonders schwerer Verbrechen» ausgesprochen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstagabend. Nähere Einzelheiten wurden aber nicht genannt. Den Namen nach zu urteilen handelte es sich bei den Verurteilten um Uiguren.

Die chinesischen Behörden haben Separatisten vom Volk der Uiguren für die Gewalt in Xinjiang verantwortlich gemacht, die mehr als 200 Menschen das Leben gekostet hat. Angehörige der islamischen Minderheit griffen am 5. Juli Han-Chinesen an, nachdem im Süden Chinas bei einer Auseinandersetzung uigurische Fabrikarbeiter getötet worden waren. Danach kam es in Xinjiang zu Vergeltungsangriffen von Han-Chinesen auf Uiguren.

Inzwischen wurden mehr als 20 Menschen wegen der Unruhen zum Tode verurteilt, neun wurden schon hingerichtet.

(dapd)