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Hartes Vorgehen
14. Februar 2012 11:56; Akt: 14.02.2012 11:59 Print
Merkel setzt in Syrien auf die Arabische Liga
Die Europäische Union kündigt Syriens Regime weitere Sanktionen an. Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel setzt auf die Arabische Liga, der sie in der Region eine Schlüsselrolle zuwies.
Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, haben sich für ein hartes Vorgehen gegen Syrien ausgesprochen. «Die EU unterstützt diese Haltung und wird sie durch weitere Sanktionen untermauern», sagte Merkel am Dienstag.
Infografik SyrienDie arabische Welt im UmbruchBei einem Treffen mit Al-Arabi in Berlin wies Merkel der Arabischen Liga eine Schlüsselrolle in der Region zu. Sie setze auf eine enge Zusammenarbeit der EU mit der Liga, die eine feste Haltung zu den Menschenrechtsverletzungen in Syrien eingenommen habe, sagte Merkel.
«Das Töten muss ein Ende haben»
Al-Arabi forderte erneut ein Ende des Blutvergiessens in Syrien. «Das Töten muss ein Ende haben», sagte der frühere ägyptische Aussenminister. Al-Arabi führt die Geschäfte der Arabischen Liga seit vergangenem Jahr. Die Aussenminister der EU werden Ende des Monats über eine Verschärfung der Sanktionen beraten.
Auch US-Präsident Barack Obama und Grossbritanniens Premierminister David Cameron schliessen härtere Sanktionen gegen das Assad-Regime nicht aus. In einem Telefongespräch hätten beide über denkbaren Optionen diskutiert, hiess es am Dienstag vom britischen Regierungssitz Downing Street.
China sucht Dialog mit Liga
Nach seinem Nein zu seiner Syrien-Resolution der UNO sucht auch China den Dialog mit der Arabischen Liga. Der chinesische Gesandte Li Huaxin habe am Vortag ein «äusserst offenes und nützliches» Gespräch mit Al-Arabi geführt, teilte das Aussenministerium am Dienstag in Peking mit.
China und Russland hatten mit ihrem Veto im UNO-Sicherheitsrat eine Resolution verhindert, mit der Assad zum Rücktritt aufgefordert werden sollte. Sein Veto habe keinesfalls Assad stützen, sondern lediglich Schlimmeres verhindern sollen, erklärte China später.
Der chinesische Regierungschef Wen Jiabao sagte am Dienstag in Peking vor Journalisten, die dringlichste Aufgabe in Syrien sei, «Krieg und Chaos zu verhindern». China nehme weder die Regierung in Damaskus noch andere Parteien in Syrien in Schutz.
(sda)
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