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Aus Protest
19. November 2012 14:37; Akt: 19.11.2012 14:57 Print
Pussy-Riot-Anwälte legen Mandat nieder
«Wir können unsere Mandantinnen nicht mehr beschützen», schrieb ein Verteidiger von Pussy Riot, nachdem ihm ein Treffen mit einer Musikerin verwehrt wurde. Aus Protest gaben die Anwälte ihr Mandat ab.
Aus Protest gegen zunehmenden Druck auf die inhaftierten Pussy-Riot-Musikerinnen haben die Moskauer Anwälte der beiden Frauen demonstrativ ihr Mandat abgegeben.
«Die Anwälte von Pussy Riot können ihre Mandantinnen Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina nicht mehr beschützen», schrieb Verteidiger Mark Fejgin am Montag auf Twitter. Den drei Juristen sei aus fadenscheinigen Gründen ein Treffen mit Tolokonnikowa im Straflager verwehrt worden.
Kreml-Kritikerin als Nachfolge?
«Für uns ist das ein Zeichen, dass Nadja unter Druck ist», schrieb Fejgin. Für diese Möglichkeit sei vereinbart gewesen, dass er sowie Nikolai Polosow und Violetta Wolkowa den Fall abgeben.
Die mit dem Fall bekannt gewordenen Anwälte erhoffen sich von ihrem Rückzug auch grössere Chancen für eine vorzeitige Freilassung der Frauen, die wegen einer Protestaktion in einer Kirche gegen Kremlchef Wladimir Putin zu je zwei Jahren Straflager verurteilt worden waren.
Neuer Rechtsbeistand werde die bekannte Anwältin Irina Chrunowa, sagte Tolokonnikowas Ehemann Pjotr Wersilow der Agentur Interfax. Zudem gab es Berichte, wonach die prominente Kreml-Kritikerin Olga Romanowa künftig Aljochina vertreten soll.
(sda)

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