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Nun also doch
21. Juni 2012 10:04; Akt: 21.06.2012 11:03 Print
Polizeichef im Fall Trayvon Martin gefeuert
Er stand in der Kritik, weil er den Todesschützen von Trayvon Martin nicht verhaften wollte. Dann wurde er daran gehindert, zurückzutreten. Nun hat man Bill Lee doch noch entlassen.
Der Fall Trayvon Martin.
Im Mordfall um den US-Teenager Trayvon Martin stand Bill Lee, Polizeichef der Stadt Sanford in Florida, monatelang im Zentrum der Kritik - nun muss er gehen. Die Stadtverwaltung feuerte Lee.
Bildstrecken Neue Dokumente im Fall Trayvon MartinDer Polizeichef habe das Vertrauen und den Respekt eines Teils der Gemeinde verloren, sagte Stadtdirektor Norton Bonaparte gemäss dem US-Nachrichtensender CNN vom Mittwochabend (Ortszeit).
«Wir müssen nun mit einem Polizeichef vorwärtsschreiten, den alle Bürger von Sanford respektieren können», sagte Bonaparte. Die Familie des Opfers respektiere die Entscheidung, sagte ein Anwalt der Angehörigen zu CNN.
Rücktrittsgesuch zunächst abgewiesen
Lee wollte bereits im April sein Amt abgeben, doch die Stadtverwaltung lehnte damals den Rücktritt ab. Im Februar hatte der freiwillige Wachmann George Zimmerman den unbewaffneten 17-jährigen schwarzen Teenager Martin erschossen.
Zimmerman berief sich auf Notwehrgesetze, und die Polizei liess ihn vorerst laufen. Erst nach einer landesweiten Welle der Empörung wurde er verhaftet und des Mordes mit bedingtem Vorsatz angeklagt. Ein Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest. Sollte Zimmerman verurteilt werden, droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.
(sda)

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