Jerusalem

18. Juni 2017 15:03; Akt: 19.06.2017 14:33 Print

Polizistin getötet – IS bekennt sich zu Anschlag

In Jerusalem haben drei Palästinenser in der Altstadt mehrere Menschen angegriffen. Israel hat am Sonntag Gegenmassnahmen angekündigt.

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Die 23-jährige Polizistin wurde am Freitagabend in der Nähe des Damaskus-Tors zu Jerusalems Altstadt mit einem Messer angegriffen. Sie erlag später im Spital ihren Verletzungen.

Zum Anschlag bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Soldaten des Kalifats hätten eine jüdische Versammlung in Jerusalem angegriffen, hiess es in einer Mitteilung in den sozialen Medien.

Von israelischer Seite wurde jedoch bezweifelt, dass wirklich der IS hinter dem Anschlag steht. Die Angreifer setzten Messer und eine eine Schusswaffe ein. Bei der Attacke wurden weitere Menschen verletzt.

«Heroische Attacken»

Ein Sprecher der im Gazastreifen herrschenden Hamas teilte am Samstag mit, zwei der Attentäter seien Mitglieder der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) und der dritte Hamas-Mitglied gewesen. Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri sprach von «heroischen Attacken».

Der UNO-Nahostgesandte Nickolay Mladenov kritisierte den «Akt des Terrors, der von allen klar verurteilt werden muss». Solche Taten dienten nur dazu, «alle in einen neuen Kreislauf der Gewalt hineinzuziehen».

Netanyahu mit scharfen Worten

Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu kritisierte am Sonntag, dass die Fatah-Organisation des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas Israel für den Tod der drei Palästinenser verantwortlich machte. «Die Lügen und Unverfrorenheit kennen keine Grenzen», sagte Netanyahu.

Die Häuser der Attentäter, die aus einem Ort bei Ramallah im Westjordanland stammten, sollten zerstört werden. Die Polizei sei schon seit Freitag in dem Ort im Einsatz. Zudem forderte er von der Palästinenserbehörde, Zahlungen an die Familien getöteter Attentäter umgehend zu stoppen.

Die Sicherheitsmassnahmen am Damaskus-Tor wurden nach Angaben Netanjahus verschärft. An dem Eingang zur Altstadt ist es immer wieder zu tödlichen Anschlägen gekommen. Auch die Einreisegenehmigungen für Palästinenser nach Israel anlässlich des Fastenmonats Ramadan wurden wieder aufgehoben.

Gewalt hat Eigendynamik entwickelt

Seit Beginn einer Gewaltwelle vor knapp zwei Jahren sind bei ähnlichen Angriffen wie jenem vom Freitag rund 300 Palästinenser getötet worden. Die meisten kamen bei ihren eigenen Anschlägen ums Leben. Mehr als 40 Israelis wurden in dem Zeitraum getötet.

Als Auslöser der Gewaltwelle galt ein Streit um Nutzungsrechte des Tempelbergs in Jerusalem, der Muslimen und Juden heilig ist. Inzwischen hat die Gewalt aber eine Eigendynamik entwickelt. Sie wird durch die Frustration der Palästinenser über die fortwährende israelische Besatzung weiter angeheizt.

(oli/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Reini am 18.06.2017 16:20 Report Diesen Beitrag melden

    Rente für Terror

    Traurig, dass verhaftete Terroristen oder, wenn diese bei ihren Anschlägen umkommen, deren Angehörige eine "Rente" von Abbas-Regierung erhalten. Dass dieses Geld aus Steuergeldern anderer Staaten stammt, ist zusätzlich stossend.

  • Tote Friedenstaube am 18.06.2017 15:49 Report Diesen Beitrag melden

    Das wird nie Frieden geben...

    Die Palästinenser haben ihre eigenen Leute nicht im Griff werden dann wieder international laut losjammern, wenn die Isralis die Häuser der Attentäter in die Luft sprengen. Die scheinen nicht begriffen zu haben, das Israel militärisch einfach am viel stärkeren Hebel sitzt.

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  • Alex am 18.06.2017 15:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer nur IS

    Ich glaube auch schon lange nicht mehr, dass alles was vom IS sein soll, auch wirklich vom IS ist . Zu unterschiedlich sind die Tathergänge. Oft besteht nicht mal die Chance, um viele Opfer zu machen, was ihrer vergeilter Wahnvorstellung mit den 7 Jungfrauen widerspricht.. Aber egal wer es gemacht hat. Traurig ist es immer wieder, wenn sowas passiert.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Fritz am 19.06.2017 12:43 Report Diesen Beitrag melden

    1948

    Seit es den israelitischen Staat (1948) gibt hat dieses Land bis heute noch keinen Tag Frieden gehabt, das sagt ja alles.

  • satsingen am 19.06.2017 12:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    keine Geld mangel. bi

    Palstinenser wollen keine freiden,so lang diese arme leute spielen haben unterstutzung von überall. Es ist unvorstellbar was gesamt budget ist. Mit dem Geld kann sehr gut gehn,aber alles wird für Terorr eingesetzt,statt für volk. Isreal soll nur wehren.

  • Bebbi am 19.06.2017 11:18 Report Diesen Beitrag melden

    Bald Israelische Verhältnisse in Europa

    Ich freue mich schon heute auf kommenden Sicherheit Massnahme zum Schutze unserer Freiheit die wir uns auf keinen Fall nehmen lassen werden.

  • Kartoschka am 19.06.2017 10:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Terror vs. Terror

    Der illegale Siedlungsbau Israels usw ist auch eine Form von Terror. Und das seit Jahrzehnten.

    • Matthias T. am 19.06.2017 10:40 Report Diesen Beitrag melden

      Na ja

      Weshalb soll es illegal sein? Genfer Konventionen? Also ich habe sie durchgelesen und nur die "zwangsweise Deportation EIGENER Staatsangehöriger in besetzte Gebiete" ist illegal. Sprich Deportationen wie im Zweiten Weltkrieg. Israel macht das nicht. Also alles legal.

    • Lukas Z am 19.06.2017 11:44 Report Diesen Beitrag melden

      Was genau?

      Kannst Du ein konkretes Beispiel nennen?

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  • Migu am 19.06.2017 10:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    jaja die IS

    IS Bekennt sich für alles. Nur stimmt's auch?