USA

01. Juli 2017 22:42; Akt: 02.07.2017 12:55 Print

Nun wird auch in Las Vegas legal gekifft

Lange Schlangen bilden sich an den Verkaufsstellen in der Metropole, an denen sich Einwohner und Touristen erstmals ganz legal ihre Drogen besorgen können.

Legale Drogen: Bei dieser Verkaufsstelle in Las Vegas bilden sich lange Schlangen. (Video: Tamedia/AP)
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In Nevada und damit auch in der Touristen-Metropole Las Vegas ist heute der legale Kauf und Verkauf von Marihuana erlaubt. Hunderte nutzten am Morgen die erste Gelegenheit, um sich mit jeweils bis zu 28 Gramm der Droge einzudecken, es bildeten sich teils lange Schlangen. Nevada ist nach Colorado, Oregon, Washington und Alaska der fünfte Staat der USA, der Marihuana für den Eigengebrauch und auch für nicht-medizinische Zwecke legalisiert hat.

Die Wähler in Nevada hatten im vergangenen November für die Legalisierung gestimmt. Am Samstag kurz nach Mitternacht gingen dann die ersten Marihuana-Döschen über die Ladentische. Als Kirsten Deneal an die Reihe kam, war der Laden allerdings schon geschlossen. Die 57-Jährige setzte sich stattdessen um 5:45 Uhr morgens mit einem Klappsessel vor ein anderes Geschäft, das erst um 9:00 Uhr aufmachte und wartete dort mit anderen Käufern. Sie sagte, ihr helfe das Marihuana bei ihren Gesundheitsproblemen und ihrem stressigen Job in einer Bank und jetzt könne sie es endlich legal kaufen. Sie und andere brachen in Jubel aus, als sich endlich die Türen zum Laden öffneten.

Legaler Verkauf von Marihuana beginnt in Nevada

Jeder über 21 mit einem gültigen Ausweis darf nun in Nevada eine Unze (rund 28 Gramm) Marihuana kaufen, allerdings darf es nur in den eigenen vier Wänden geraucht werden und nicht auf öffentlichen Plätzen wie dem Las Vegas Strip oder den Casinos oder Bars der Metropole. In einem solchen Fall drohen Strafen von 600 Dollar. Es wird trotz solcher Einschränkungen davon ausgegangen, dass zwei Drittel der Käufe auf Touristen entfallen werden.

Boom erwartet

Wegen der Millionen Besucher, die jedes Jahr nach Las Vegas pilgern, dürfte Nevada bald der ertragreichste, legale US-Markt für Marihuana sein. Neue Unternehmen schossen nach der Legalisierung aus dem Boden und bereiteten sich intensiv auf den Verkauf vor. Die Firma Desert Grown Farms stellte innerhalb kürzester Zeit 60 Mitarbeiter ein, die das Wachstum der Marihuana-Pflanzen kontrollierten, es in Dosen abfüllten und diese mit Etiketten versahen.

Hohe Beschränkungen gibt es auch dafür, wo für die Marihuana-Läden geworben werden darf. Eine Reihe von Anbietern versuchten deshalb, über Facebook ihre Käufer anzulocken. Einige veranstalten Partys mit Gratis-Drogen für die ersten 100 Gäste. In den USA haben die einzelnen Staaten bei Wählerentscheidungen wie der Legalisierung von Marihuana weitgehend freie Hand. Auf Bundesebene ist die Droge nach wie vor verboten. Neben jenen Staaten, die es nun frei verkaufen, gibt es auch mehrere, die es für medizinische Zwecke erlauben, etwa bei Angstzuständen oder für Schmerzpatienten. Dafür brauchen die Käufer in diesen Staaten aber ein ärztliches Rezept.

(nag)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Towlie am 02.07.2017 01:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Legalize it!

    Jetzt sollte die Schweiz nachziehen, alles andere währe heuchlerisch.

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  • Monika am 01.07.2017 23:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Great

    Passt, Vegas war schon immer anders als der Rest der USA. Zum Glück! Bin zwar keine Kifferin, aber das passt dazu! Ist ja auch die einzige Stadt der USA (ausser Key West), wo man ungestraft mit einem Drink in der Hand rumlaufen darf!

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  • Bolli am 01.07.2017 23:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mr.

    Kalifornien hat auch im November legalisiert.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Marc am 02.07.2017 21:48 Report Diesen Beitrag melden

    Wir werden nicht Ruhe geben bis..

    für alle, die denken, die schweiz sei ein fortschrittliches land: bezüglich "Ehe für alle" inkl. Kinderadoption durch LGBTI-Lebensgemeinschaften muss man sich für die CH-Politiker einmal mehr fremdschämen; Diskriminierung von LGBT-Menschen ist nicht strafbar (CH Schlusslicht in EUropa!), Vaterschaftsurlaub ist praktisch inexistent, Schwangerschaftsurlaub. Auf die Strassen, CH-Volk!!

  • Ondmdns am 02.07.2017 19:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nehmt sie aus

    Legalisiert es und nehmt die Kiffer wie die Raucher mit starken Steuern auseinander. Win für den Staat, win für mich als Nichtraucher und lose für die Raucher.

    • Mythrix am 02.07.2017 19:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ondmdns

      Bin für die Legalisierung nur ihr Spruch mit nemt sie mit den Steuern auseinander ist ziemlich überflüssig! Die Steuern im allgemeinen sind viel zu hoch!

    • Hildi am 03.07.2017 01:14 Report Diesen Beitrag melden

      Ausnehmen?

      Teurer als von den Dealern kanns ja legal, auch mit Steuern, kaum sein. :-)))

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  • Usr Marti am 02.07.2017 18:18 Report Diesen Beitrag melden

    DROGEN?

    Frei geben. Chemie Medikamente sind auch Drogen mit viel schlimmeren Nebenwirkungen.

    • AndyP am 03.07.2017 02:14 Report Diesen Beitrag melden

      Ja stimmt

      Benzos wie man Sie schnell mal beim Arzt ziemlich einfach bekommt kostet eine 10er Packung nur 9.50 CHF. Ist schon krass.

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  • Kokopelli am 02.07.2017 17:59 Report Diesen Beitrag melden

    Der Kaufpreis wird teurer

    Mir war das Mexikanerkraut lieber, als dieses hochpotente Zeugs. Die Steuern und Abgaben darauf sind enorm. Selber anbauen darf man hier sowieso nicht, Gruss aus Arizona.

    • Oldman Logan am 02.07.2017 19:01 Report Diesen Beitrag melden

      Das ist gut so, Steuern für alle!

      Kannst ja was easier nehmen, die Palette ist sicherlich breit genug. Gruss aus Colorado ZH

    • Kokopelli am 02.07.2017 19:26 Report Diesen Beitrag melden

      Das stimmt @Oldman Logan

      Die Auswahl ist riesig, ich bezahle halt nicht so gerne hohe Steuern :)

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  • Naturbursche am 02.07.2017 17:28 Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Leider wird wohl die Legalisierung auch im konservativsten Staat der USA vor der CH Realität werden. Wir brauchen bekanntlich für alles etwas länger..?

    • Arizona-Mama am 03.07.2017 20:14 Report Diesen Beitrag melden

      Lebensstandart anpassen

      Ich wäre dafür, wir würden den Lebensstandart der USA übernehmen. Dann würden so verwöhnten Bürschchen die Augen ganz weit aufgehen.

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