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Streit über Schuldenschnitt
29. November 2012 01:32; Akt: 29.11.2012 01:55 Print
Argentinien bleibt Bankrott vorerst erspart
Verschnaufpause für Argentinien im Kampf gegen den Staatsbankrott: Ein US-Berufungsgericht hat ein Urteil im Milliarden-Prozess ausgesetzt, der das Land in die Zahlungsunfähigkeit zu drücken drohte.

Investoren streiten sich mit Argentinien um Milliarden. (Bild: Keystone)
Im Streit mit Anleiheninvestoren über einen Schuldenschnitt kommt Argentinien vorerst um die Zahlung einer Milliardensumme herum. Ein Berufungsgericht in New York erliess am Mittwoch eine einstweilige Verfügung, nach der ein entsprechendes Urteil eines Bundesrichters ausgesetzt wird.
Prozess zu Verbrechen in MilitärdiktaturIn Buenos Aires hat am Mittwoch ein umfassender Prozess zu den Verbrechen der argentinischen Militärdiktatur zwischen 1976 und 1983 begonnen. Fast 800 Fälle werden in dem auf zunächst zwei Jahre angesetzten Prozess verhandelt, in dem rund 900 Zeugen angehört werden sollen.
Unter den 68 Beschuldigten sind acht Piloten der sogenannten Todesflüge, denen hunderte Oppositionelle zum Opfer fielen, unter ihnen die französische Nonne Léonie Duquet. Viele der Opfer wurden in der Marine-Technikerschule ESMA in Buenos gefoltert, betäubt und aus Flugzeugen in den Rio de la Plata geworfen.
Er hatte angeordnet, dass die Regierung in Buenos Aires bis zum 15. Dezember 1,3 Mrd. Dollar auf ein Treuhandkonto einzahlen muss. Das Land erhält nun mehr Zeit, dagegen ihre Einwände hervorzubringen. Die mündliche Verhandlung wurde für den 27. Februar angesetzt.
Investoren wollen Schuldenschnitt nicht anerkennen
Der Rechtsstreit wird zehn Jahre nach der Staatspleite Argentiniens erbittert geführt. Einige Investoren wollen einen Schuldenschnitt von damals nicht akzeptieren und ihre Darlehen komplett zurück.
Wegen der Auseinandersetzung haben viele Investoren erneut um ihr Geld Angst. Die Ratingagentur Fitch senkte die Bonitätsnote des lateinamerikanischen Landes am Dienstag um fünf Stufen. Die Mitte-Links-Regierung will die Forderungen der rebellischen Investoren auf keinen Fall erfüllen.
(sda)
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Gier
Wer investiert muss mit einem Risiko leben. Solange die Zinsen (vermutlich nicht zu knapp !) flossen war ja alles ok. Mein Mitgefühl hält sich in ganz engen Grenzen ...