Tibet

07. Februar 2013 15:41; Akt: 07.02.2013 16:39 Print

China geht hart gegen Mönche vor

70 Personen wurden in der chinesischen Provinz Qinghai verhaftet, weil sie «unschuldige Menschen dazu anstifteten, sich selbst zu verstümmeln».

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Tibetische Mönche protestieren mit Selbstverbrennungen gegen die chinesische Besatzung. (Bild: AFP)

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China verschärft sein Vorgehen gegen Selbstverbrennungen, mit denen Tibeter immer wieder gegen die chinesische Herrschaft in der Himalaja-Region protestieren. In der nordwestlichen Provinz Qinghai wurden 70 Personen festgenommen.

Dies meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag. Es war die bislang grösste bekannt gewordene derartige Aktion. Seit 2009 haben sich aus Protest gegen China nahezu 100 Tibeter selbst in Brand gesetzt. Die meisten starben an ihren Verletzungen.

«Clique des Dalai Lama»

«Die Polizei wird verstärkt in diesen Fällen ermitteln und diejenigen hart bestrafen, die unschuldige Menschen dazu anstiften, sich selbst zu verstümmeln», wurde der Vize-Polizeichef von Qinghai, Lu Benqian, zitiert. Hinter der Politik der Selbstverbrennungen stecke «die Clique des Dalai Lama».

Persönliche Informationen, wie Fotos der Opfer seien ins Ausland übermittelt worden, um auf die Proteste aufmerksam zu machen und für die Selbstverstümmelung zu werben. Der Dalai Lama, das geistliche Oberhaupt der Tibeter und Friedensnobelpreisträger, hat erklärt, er ermutige nicht zu solchen Protesten, sie seien aber verständlich.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans am 07.02.2013 17:52 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Der Neue Welt Leader ist nicht sehr Human, denke ich.

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  • Kelsang G. am 07.02.2013 18:08 Report Diesen Beitrag melden

    Machthunger und Unterdrückung

    Die Unterdrückung findet schon lange..sehr lange statt! Dass da der Dalai Lama verantwortlich gemacht wird ein alter Hut. Und ein alter Hut ist auch, dass auf politischer Ebene NICHTS dagegen gemacht wird!! Es könnten ja Wirtschaftsverträge mit China den Bach ab gehen. Humanität ist ein Wort das das Mensch sein beinhaltet...und der Mensch ist eben auch Macht gierig, erniedriegend, totalitär und vernichtet eben auch Alles was dem Machthungrigen im Wege steht. Und der kultivierte Westen sieht zu, profitiert und bringt seine Schäfchen ins Trockene! TASHI DELEK TIBET!!!!

  • Andi am 07.02.2013 19:13 Report Diesen Beitrag melden

    Tipp

    Ich lese zur Zeit gerade das vierte Buch von Eliot Pattison (Beautiful Ghosts) - spannender Kriminalroman und Geschichtsbuch in einem. Sehr empfehlenswert für all diejenigen, die mehr über Tibet sowie seine Besatzer erfahren möchten!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Andi am 07.02.2013 19:13 Report Diesen Beitrag melden

    Tipp

    Ich lese zur Zeit gerade das vierte Buch von Eliot Pattison (Beautiful Ghosts) - spannender Kriminalroman und Geschichtsbuch in einem. Sehr empfehlenswert für all diejenigen, die mehr über Tibet sowie seine Besatzer erfahren möchten!

  • Kelsang G. am 07.02.2013 18:08 Report Diesen Beitrag melden

    Machthunger und Unterdrückung

    Die Unterdrückung findet schon lange..sehr lange statt! Dass da der Dalai Lama verantwortlich gemacht wird ein alter Hut. Und ein alter Hut ist auch, dass auf politischer Ebene NICHTS dagegen gemacht wird!! Es könnten ja Wirtschaftsverträge mit China den Bach ab gehen. Humanität ist ein Wort das das Mensch sein beinhaltet...und der Mensch ist eben auch Macht gierig, erniedriegend, totalitär und vernichtet eben auch Alles was dem Machthungrigen im Wege steht. Und der kultivierte Westen sieht zu, profitiert und bringt seine Schäfchen ins Trockene! TASHI DELEK TIBET!!!!

  • Hans am 07.02.2013 17:52 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Der Neue Welt Leader ist nicht sehr Human, denke ich.

    • Hans Pfister am 07.02.2013 18:51 Report Diesen Beitrag melden

      Hoffe nicht

      China wird es nie erreichen der "Welt Leader" zu werden. Wer sägt schon am Ast auf dem er sitzt?

    • Anti-Chinabasher am 07.02.2013 20:14 Report Diesen Beitrag melden

      Die haben die Mönche ja nicht angezündet

      Sie haben Leute verhaftet, die eine Aufforderung zur Selbstverstümmelung kundtaten. Das würden unsere Polizisten auch, wenn sich religiöse Gruppen bei uns anzünden. Die Provinz Qinghai ist hanchinesisch dominiert ca. 55%. Hinzu kommen noch etwa 15% Hui-Chinesen (sind eigentlich einfach muslimische Han, auf Taiwan zählen die nicht mal als Minderheit). Mit der Religionsfreiheit steht es nicht so gut, aber dies gilt für alle Chinesen. Es ist aber sicher besser als noch vor 30 Jahren. China macht hier nur kleine Schritte, weil es angst hat, dass das Land wieder von fremden Mächten aufgeteilt wird.

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