«Unschuld der Muslime»

07. November 2012 23:29; Akt: 07.11.2012 23:34 Print

Ein Jahr Knast für Macher des Islam-Schmähfilms

Der Macher des Films «Innocence of Muslims» ist zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden – weil er gegen Bewährungsauflagen verstossen hat. Mit dem umstrittenen Film hat das Urteil nichts zu tun.

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Der Film (2012) stellt den Propheten Mohammed als Kinderschänder, blutrünstigen Feldherr, Homosexuellen und Feigling dar. Der Youtube-Trailer löst weltweite Proteste in muslimischen Ländern aus. Hinter dem Film sollen mehrere US-Amerikaner stecken. Als genannt. Am 15. September 2012 wird er von den US-Behörden vernommen. Nakoula ist vorbestraft und lebt in der Nähe von Los Angeles. Nakoula soll sich laut Gerichtsunterlagen auch schon Mark Basseley Youssef, Yousseff M. Basseley oder Nicola Bacily genannt haben. Das alles klingt auffällig ähnlich wie . Dieser Name wurde schnell als Verantwortlicher für den Fillm herumgereicht. Im Zusammenhang mit dem provozierenden Billigstreifen taucht ausserdem auch der Name auf. Klein will bei «Innocence of Muslim» als Berater fungiert haben. Er bezeichnet sich selbst als «aktiven Christen» und als Kritiker des radikalen Islams. Die Gewalt, die der Film in Nordafrika auslöste, findet Klein gut. «, um der Welt und auch der Mehrheit der Muslime zu zeigen, wie gefährlich diese Leute sind», sagte er gegenüber CBS News. Hat mit dem Macher des Film Kontakt: . Der radikale Christ gehört keiner etablierten Kirche an. 2010 veröffentlichte er die anti-islamistische Polemik «Islam is of the Devil». Im September 2010 hatte er weltweit Aufsehen durch seine Ankündigung erregt, eine durchzuführen. Er hatte die Aktion jedoch abgesagt. Die in einem Statement im US-Sender CNN explizit von der eigenen Arbeit. Ihnen war gesagt worden, dass sie am Film «Desert Warriors» arbeiteten. Der Prophet Mohammed sei im Drehbuch nie aufgetaucht. Der Film sei in der Postproduktion umgeschnitten und neu synchronisiert worden. Der Film «Innocence of Muslim» wurde am 23. Juni 2012 . Ein Trailer wurde im Juli 2012 auf Youtube hochgeladen. Film und Trailer fanden zunächst nur wenig Beachtung. Erst als im September 2012 eine arabisch synchronisierte Fassung auf Youtube geladen wurde, wurde er in muslimischen Ländern überhaupt wahrgenommen. In der Folge kam es zu . Den Auftakt machte eine Gruppe Bewaffneter, die am 11. September 2012 (dem 11. Jahrestag von 9/11) das überfiel und vier Mitarbeiter der diplomatischen Vertretung tötete. Ob es sich dabei um eine terroristische oder eine spontane Aktion handelte, ist umstritten. Unter den Opfern war auch der (hier in einer Aufnahme vom 11. April 2011). In der Folge wurden die US-Botschaften in muslimischen Ländern stärker bewacht. Trotzdem gelang es Bewaffneten und drei Menschen zu töten. Die Ausschreitungen wurden sowohl vom libyschen Übergangspräsidenten Mohamed Al-Magariaf (Bild) als auch vom ägyptischen Staatspräsidenten Mohammed Mursi scharf verurteilt. In mehreren muslimischen Ländern, darunter Ägypten und Libyen, sperrte Youtube den Zugang zum umstrittenen Trailer. .

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Der Produzent des islamfeindlichen Schmähvideos «Die Unschuld der Muslime» ist von einem US-Gericht zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Die Richterin in Los Angeles erklärte Nakoula Basseley Nakoula am Mittwoch (Ortszeit) für schuldig, gegen vier von acht Bewährungsauflagen verstossen zu haben. Unter anderem besorgte er sich demnach einen gefälschten Führerschein. Die Staatsanwaltschaft hatte zwei Jahre Haft für die Verstösse gefordert.

Seine Verstösse hatten aber den Angaben zufolge nichts mit seinem umstrittenen Film zu tun. Der im Juli auf der Internetplattform YouTube eingestellte 14-minütige Ausschnitt, in dem der Prophet Mohammed lächerlich gemacht wird, hatte in Teilen der muslimischen Welt gewaltsame Proteste vor US-Einrichtungen und anderen westlichen Vertretungen ausgelöst. Dutzende Menschen kamen ums Leben, darunter auch der Botschafter der USA in Libyen.

(dapd)