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US-Wahlkampf
26. Januar 2012 17:30; Akt: 27.01.2012 12:16 Print
«Wettbewerb der Verblödung und Ignoranz»
Fidel Castro hält nicht viel von den potentiellen republikanischen Herausforderern Barack Obamas. Einer von ihnen spekuliert derweil schon über das baldige Ableben des Máximo Líder.
Fidel Castro meldet sich in seiner Kolumne der staatlichen Tageszeitung «Granma» regelmässig zu Wort. In der jüngsten wettert er über den US-Wahlkampf. (Bild: Keystone/AP/Granma)
Fidel Castro hat sich am Mittwoch über die republikanischen US-Präsidentschaftsbewerber lustig gemacht. «Der Vorwahlkampf ist der grösste Wettbewerb der Verblödung und Ignoranz», von dem man jemals gehört hat», schrieb der ehemalige kubanische Staatschef in seiner Kolumne in der staatlich kontrollierten Zeitung «Granma». Da er beschäftigt sei, habe er keine Zeit, das Geschehen zu verfolgen. Aber er habe gewusst, dass es so herauskommen würde, schrieb der Máximo Líder.
Infografik Die kubanische RevolutionTimeline Fidel CastroZur selben Zeit und nur wenige hundert Kilometer entfernt erwiderte der republikanische Kandidat Mitt Romney die Gefälligkeit: «Wenn ich Präsident werde, gehe ich davon aus, dass Fidel Castro von der Erdoberfläche verschwindet», dröhnte er an einer Wahlkampfveranstaltung in Miami. Er äusserte Zweifel, dass der 85-Jährige in den Himmel kommt.
Schon 2007 hatte der damalige US-Präsident George W. Bush den Wunsch geäussert, dass der «gütige Herr eines Tages Fidel Castro entfernen werde». Der selbsterklärte Atheist aus Havanna erklärte darauf, jetzt wisse er, warum all die amerikanischen Attentate auf sein Leben fehlgeschlagen sind: «Der gütige Herr hat mich beschützt.»
Hintergrund der agressiven Rhetorik ist die nächste Vorwahl am kommenden Dienstag. Nach seiner bitteren Niederlage in South Carolina will Romney in Florida wieder Boden gutmachen. Dazu braucht er die Unterstützung der kubanischen Exilgemeinde, die traditionell für die Republikaner stimmt und äusserst Castro-feindlich eingestellt ist.
(kri)






















