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«Nicht schon wieder»
07. November 2012 18:08; Akt: 07.11.2012 18:18 Print
New Yorker müssen Häuser verlassen
Die Sturmschäden des Hurrikans Sandy sind noch nicht weggeräumt, da droht New York bereits neues Ungemach: Wegen eines drohenden Schneesturms werden wieder mehrere Stadtteile evakuiert.
Der Sturm Sandy hat massive Schäden verursacht - und schon droht neues Unheil.
New York kommt nicht zur Ruhe: Wegen eines weiteren herannahenden Sturms werden in der von «Sandy» schwer getroffenen Metropole mehrere Stadtteile evakuiert. Zudem werden 770 Flüge aus und in den Grossraum New York gestrichen. Schweizer Flüge sind auch betroffen.
Bildstrecken New York Marathon abgesagtStars für «Sandy»-OpferFür Mittwoch und Donnerstag wurden Regen, starker Wind sowie möglicherweise Schnee vorausgesagt. Meteorologen zufolge soll es bitterkalt werden. Das ist besonders dramatisch, da eine Woche nach dem Sturm «Sandy» vielerorts immer noch viele Menschen ohne Strom sind.
Die Fluglinie United Airlines kündigte an, zwischen Mittwoch Mittag und Donnerstag Mittag (jeweils 18 Uhr in der Schweiz) die Mehrzahl der Flüge von und nach New York wegen des Sturms zu annullieren. Von den Annullierungen betroffen sind die drei New Yorker Flughäfen JF Kennedy, LaGuardia und Newark.
Der Flug der Swiss von Mittwoch ab Genf wurde ebenfalls gestrichen, ebenso der für Donnerstag geplante Rückflug, wie ein Sprecher des Flughafens Genf auf Anfrage mitteilte. Im Flughafen Kloten konnte der Flug der United Airlines nach New York durchgeführt werden, die anderen drei für den Mittwoch vorgesehenen Flüge - zwei der Swiss und einer der American Airlines - mussten annulliert werden.
«Nicht schon wieder»
Der neue Sturm soll nach Angaben der Wetterexperten deutlich schwächer sein als «Sandy». Dennoch sollten einige am Wasser gelegene Stadtteile in den New Yorker Bezirken Queens und Staten Island vorsichtshalber geräumt werden, wie Bürgermeister Michael Bloomberg am Dienstag an einer Medienkonferenz sagte. Es handle sich aber nicht um eine allgemeine Evakuierung.
In Rockaway, einem von «Sandy» bereits schwer betroffenen Stadtteil New Yorks, wurden mehrere Altersheime evakuiert und die rund 600 Bewohner in andere Einrichtungen verlegt. Parks und Spielplätze der Millionenmetropole mussten auf Anweisung des Bürgermeisters vorübergehend erneut geschlossen werden. Auf Baustellen unter freiem Himmel durfte nicht mehr gearbeitet werden.
In der ebenfalls schon von «Sandy» heimgesuchten Stadt Brick Township im Bundesstaat New Jersey mussten zahlreiche Bewohner ihre Häuser verlassen. Das galt besonders für tieferliegende Gebiete. Wie viele der insgesamt rund
«Oh nein, nicht schon wieder», schrieb die «New York Times» in ihrer Internetausgabe. «Was sollen wir noch alles verlieren», sagte die 17-jährige Alyssa Carpuso der Zeitung und blickte dabei auf einen Müllcontainer vor ihrem Haus. «Sandy» hatte bereits das Wohnzimmer zerstört und Autos der Familie davongespült.
Immer noch ohne Strom
Auch eine Woche nach dem Monstersturm waren in den betroffenen Gebieten noch immer hunderttausende Menschen ohne Elektrizität oder fliessendes Wasser. Das gilt auch für Teile der Stadt New York, besonders in der Bronx und in Queens haben viele Haushalte weiterhin keine Elektrizität. Auch Benzin war weiter knapp.
Es wird befürchtet, dass der neue Sturm Zehntausende Tonnen Trümmer, die «Sandy» hinterlassen hat, aufwirbeln und zu lebensgefährlichen Geschossen werden lassen könnte. Laut dem Nachrichtensender CNN starben allein in den USA bei dem Sturm «Sandy» 110 Menschen, davon 47 in New York. Zuvor hatte «Sandy» in der Karibik bereits 67 Menschen in den Tod gerissen.
(sda)

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