Prozess in Indien

02. Februar 2013 19:52; Akt: 02.02.2013 20:00 Print

Vergewaltiger plädieren auf nicht schuldigVergewaltiger plädieren auf nicht schuldig

Der Fall der in Indien vergewaltigten Frau ging um die Welt und beschäftigt nun die Gerichte. Dort haben die mutmasslichen Täter ihre Unschuld beteuert.

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Am 5. Februar wurde der Reisecar, in dem die junge Frau vergewaltigt wurde, zum Gericht in Neu-Delhi gebracht. Der Freund des Opfers identifizierte das Fahrzeug. Am 2. Februar 2013 plädieren die Angeklagten im Vergewaltigungsprozess in Indien auf nicht schuldig. Die Anwälte der mutmasslichen Vergewaltiger einer 23-jährigen Inderin haben am 14. Januar 2013 mehrere Anträge eingereicht und den Prozessbeginn somit verzögert. Verteidiger A. P. Singh beklagte unvollständige Unterlagen. Er verlangte, die Polizei müsse alle relevanten Dokumente zur Verfügung stellen. Verteidiger Manohar Lal Sharma erklärte, die Justiz solle die Anklageschrift in die Landessprache Hindi übersetzen. Die Polizei habe ihnen die Papiere nur in Englisch übergeben, das ihre Klienten nicht verstünden. Der Anwalt V. K. Anand sagte nach der Anhörung am Montag, er strebe eine Untersuchung über die ärztliche Entscheidung an, die lebensgefährlich verletzte Frau in ein Spital nach Singapur auszufliegen. Am 10. Januar erhebt M.L. Sharma, der zwei der fünf mutmasslichen Vergewaltiger verteidigt, schwere Vorwürfe gegen die Polizei: Sie soll alle Beschuldigten gefoltert haben. Ein Bus, in dem die Vergewaltiger vermutet werden, fährt am 7. Januar 2013 vor das Gericht in Neu-Delhi. Das Polizeiaufgebot ist gross. Zwei der Angeklagten hatten am Samstag einen Antrag gestellt, um gegen die anderen Angeklagten auszusagen. Sie erhoffen sich davon eine mildere Strafe. Ein sechster Verdächtiger ist in Haft. Bei ihm muss noch geklärt werden, ob er wegen seines Alters vor ein Jugendgericht kommt.

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Die mutmasslichen Vergewaltiger einer jungen Frau in Indien haben auf nicht schuldig plädiert. Das sagte der Anwalt von zwei Tatverdächtigen, A.P. Singh, am Samstag nach einer Anhörung in Neu-Delhi laut einem Bericht der Zeitung «Times of India». Zuvor hatte das Gericht formal die Anklage gegen die fünf Männer zugelassen.

Die Männer sollen Mitte Dezember eine 23-Jährige in einem Bus mehrfach vergewaltigt und sie und ihren Begleiter zusammengeschlagen haben. Die junge Frau erlag zwei Wochen später in einem Krankenhaus in Singapur ihren schweren Verletzungen. Der Fall hatte in Indien zu einem öffentlichen Aufschrei und massiven Protesten mit tagelangen Ausschreitungen geführt.

Singh sagte, einer seiner beiden Mandanten habe sich gar nicht in dem Bus befunden, in dem die Studentin vergewaltigt worden war. Sein zweiter Mandant habe sich hinter einem Sitz versteckt und nichts mit der Tat zu tun gehabt, sagte er. Ein sechster Verdächtiger in dem Fall ist noch minderjährig und muss sich voraussichtlich vor einem Jugendgericht verantworten.

13 Anklagepunkte

Die Staatsanwaltschaft gibt an, ihr lägen stichhaltige Beweise gegen die Verdächtigen vor. Dazu gehören den Angaben zufolge Blutflecken auf Kleidungsstücken, DNA-Spuren, Daten von Telefongesprächen, Geständnisse und Aussagen von Augenzeugen.

Den Verdächtigen werden insgesamt 13 Straftatbestände zur Last gelegt. Den Männern wird unter anderem Mord, Vergewaltigung, Freiheitsberaubung und Verschwörung vorgeworfen. Am kommenden Dienstag soll der Prozess gegen die Angeklagten formal eröffnet werden, die Eröffnungsplädoyers waren bereits in der vergangenen Woche gehalten worden.

Im Falle einer Verurteilung droht den Angeklagten die Todesstrafe.

(dapd)

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  • Frau Zuercher am 02.02.2013 23:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die wollen sich alle drücken

    Ich kaufe in der nächsten Zeit nichts mehr was von Indien kommt, es geht nicht an, das solch unzivilisiertes Verhalten einer Männer Gesellschaft ungestraft bleiben soll. Wo Frauen soviel zum BIB beitragen und unter erbärmlichen Bedingungen arbeiten müssen und um das Maas vollzumalen sind sie auch noch massiver Gewalt ausgesetzt.

    • Dr. Deutsch am 03.02.2013 00:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      aha

      In einem Land, in dem Frauen so viel zum Brutto-Inland-Produkt beitragen, scheint mir ein Boykott keine massvolle Reaktion zu sein. Man sollte Fairness grossschreiben. Im Ernst, mit deinem kurzfristigen Boykott fügst du den bösen Jungs keinen Schaden zu.

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  • Blickwinkel am 02.02.2013 22:35 Report Diesen Beitrag melden

    Fehlendes Erinnerungsvermögen

    Dass bei den anderen Passagieren des Busses möglicherweise die falschen Täter verhaftet wurden, wie dies durchaus auch möglich sein könnte, um überhaupt jemanden verantwortlich machen zu können, kann dies beim Busfahrer selber nicht stimmen, denn der war ja angestellt und seine Identität ist bekannt. Doch da es einen Zeugen gibt, wird dieser den einen oder anderen wiedererkennen. Was geht in solchen Gehirnen vor, das eine solche Tat begehen und dann abstreiten?

  • Hans B. am 02.02.2013 22:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Gerechtigkeit siegt

    Der Freund des Opfers wird mit jedem Mittel dafür sorgen das alle führ ihre Tat hängen werden das ist eine der schlimmsten Sachen die man machen kann und dann noch in diesem Ausmass.