Golf von Bengalen

31. Oktober 2012 14:23; Akt: 31.10.2012 14:28 Print

130 Flüchtlinge vor Bangladesch ertrunken

Ein Flüchtlingsboot mit rund 130 Rohingya ist im Golf von Bengalen als vermisst gemeldet worden. Die Muslime waren aus Burma geflohen nach den jüngsten Unruhen.

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Die Gefechte zwischen Buddhisten und der muslimischen Minderheit haben in den letzten Tagen fast 6000 weitere Menschen vertrieben. In den vergangenen Tagen wurden im Bundesstaat Rakhine bei gewaltsamen Zusammenstössen zwischen Buddhisten und Muslimen nach jüngsten Behördenangaben mindestens 67 Menschen getötet. Fast 3000 Häuser wurden angezündet. Zunächst hatte die Regierung von 112 Todesopfern gesprochen. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) legte am Samstag Satellitenbilder vor, die die verheerenden Folgen der Gewalt zeigen. Zu sehen sind dort nach Angaben von HRW die Zerstörungen in einer vorwiegend von Rohingya bewohnten Armensiedlung an der Küste. Dort seien 633 Häuser und 178 Hausboote und Kähne zerstört worden. Die Bevölkerung in Burma ist zu 89 Prozent buddhistisch. Nur rund vier Prozent der Bevölkerung sind muslimischen Glaubens. Die 800'000 Muslime in Rakhine gehören zur Volksgruppe der Rohingya, die als illegale Einwanderer aus dem benachbarten Bangladesch angesehen werden. Sie sind staatenlos und in ihren Rechten erheblich eingeschränkt. Die UNO sieht die Rohingya als eine der am stärksten verfolgten Minderheiten der Welt an. Am Freitag warnten die Vereinten Nationen, dass der ethnische Konflikt einen Rückschlag für die weltweit gelobten Reformbemühungen Burmas bedeuten könnte. In einem Spital von Sittwe wurden zudem 27 Buddhisten behandelt, die meisten von ihnen wegen Schussverletzungen. Einige Männer berichteten, die Armee habe auf sie gefeuert, um sie am Zugang zu Dörfern der Rohingya zu hindern.

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Im Golf von Bengalen hat sich offenbar ein Flüchtlingsdrama ereignet. Nach Angaben der Polizei in Bangladesch vom Mittwoch wurde ein Flüchtlingsboot mit rund 130 Passagieren vermisst gemeldet.

An Bord befanden sich laut Polizei und nach Angaben einer Nichtregierungsorganisation überwiegend Angehörige der muslimischen Volksgruppe der Rohingya, die vor der Gewalt im Westen Burmas flohen.

Ein Polizeisprecher sagte, sechs Flüchtlinge seien von einem Fischerboot geborgen worden. Einer von ihnen habe gesagt, dass das Schiff Richtung Malaysia unterwegs gewesen sei. Das Boot habe am Samstag die Ortschaft Sabrang in Bangladesch verlassen und sei am Sonntag in Seenot geraten.

Kämpfe zwischen Buddhisten und Muslimen

Nach Angaben der UNO flohen in den vergangenen Tagen mehr als 26 000 Menschen vor den Kämpfen zwischen Buddhisten und Muslimen im Bundesstaat Rakhine im Westen Burmas. Die Flüchtlinge gehören demnach überwiegend der Minderheit der Rohingya an.

Sie sind staatenlos und in ihren Rechten erheblich eingeschränkt. Die UNO sieht die Rohingya als eine der am stärksten verfolgten Minderheiten der Welt an.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rumms Fiels am 31.10.2012 14:56 Report Diesen Beitrag melden

    40 Tote in USA=Drama und hier?

    40 Tote in den USA, ein Riesen Drama, Headlines voll, Spendenaufruf, alles geriet in Panik. 130 Tote in Bangladesh, Bericht irgendwo weit hinten und niemand interessierts

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    • Eugen Krebs am 31.10.2012 16:07 Report Diesen Beitrag melden

      Medienspektakel

      Beim Untergang eines Flüchtlingsbootes kann man auch nicht medienwirksam livecams aufstellen und voyeuristisch begaffen, was so passiert. Zum Glück! Und verhältnismäßig wurde über die Unruhen in Myanmar in den letzten Tagen ja schon außerordentlich viel berichtet.

    • zero am 31.10.2012 17:29 Report Diesen Beitrag melden

      katastrophe

      finde ich auch! kaum geht es um die usa ist es enorm wichtig und wird 1000mal berichtet am tag! ich könnte es noch verstehen wenn wir in amerika wären. aber wir sind europa!

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