Flugsicherheit

25. März 2017 13:54; Akt: 25.03.2017 14:48 Print

Seit heute gilt das Laptop-Verbot

Seit heute gilt das von den US-Behörden erlassene Laptop-Verbot im Handgepäck. Besonders in Dubai sind viele Passagiere davon betroffen.

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Seit heute gilt es ernst: Ein Kuwaiti versorgt vor seinem Flug von Kuwait in die USA seinen Laptop im Koffer. (23. März 2018) (Bild: AFP/Yasser al-Zayyat)

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Seit heute gilt auf Flughäfen im Nahen Osten und Nordafrika auf einigen Flügen in die USA ein Verbot von elektronischen Geräten. Nur das Mobiltelefon darf noch ins Handgepäck.

Auf dem Atatürk-Flughafen in Istanbul informierten Schilder die Passagiere über die neuen Einschränkungen. Auch für andere betroffene Flughäfen wie etwa Dubai trat das Verbot heute in Kraft. In Dubai werden derzeit mit 1,1 Millionen Menschen besonders viele Passagiere erwartet, da das Land mit einem langen Wochenende den Frühling begrüsst. Aus Dubai bietet die Airline Emirates täglich 18 Flüge in die USA an.

«Ich verstehe die Sicherheitsaspekte», sagte die vom Verbot betroffene Passagierin Debbie Corfield der Nachrichtenagentur AFP. Die in Katar ansässige Britin arbeitet für eine US-Firma und fliegt jährlich mindestens drei Mal in die USA. Sie habe mit dem Verbot aber das Problem, dass sie auf dem Flug nicht arbeiten könne. Daher sei auch ihre Firma von dem Verbot betroffen.

Sicherheitsgründe

Die US-Regierung hatte vergangene Woche aus Sicherheitsgründen die Mitnahme von grösseren Elektronikgeräten im Handgepäck auf Flügen aus einigen Ländern in die USA verboten. Das Verbot betrifft Geräte die grösser sind als ein Smartphone, etwa Laptops, Tablets oder E-Book-Reader.

Die zehn betroffenen Flughäfen liegen in Jordanien, Ägypten, Saudiarabien, Kuwait, Marokko, Katar, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten. US-Gesellschaften oder Airlines aus der Schweiz fallen nicht unter diese Einschränkungen, die von vielen Passagieren als sehr störend empfunden werden dürften. Die nun verbotenen Geräte wurden in Istanbul entweder im Aufgabegepäck verstaut oder können von Passagieren bis zu ihrer Rückkehr aus den USA abgegeben werden, berichtete der Sender NTV.

Tunesien protestiert

Grossbritannien hatte nachgezogen und die Sicherheitsregel für fünf Staaten erlassen: Tunesien, Türkei, Libanon, Jordanien, Ägypten und Saudiarabien. Das tunesische Aussenministerium zitierte deshalb die britische Botschafterin zum Gespräch. Die Diplomatin sei am Freitag in das Ministerium eingeladen worden, teilte das tunesische Aussenministerium mit.

Beim Gespräch habe der Europabeauftragte des Ministeriums, Mohamed Mezghani, seine Verwunderung über die britische Entscheidung dargelegt, die ohne Rücksprache mit den tunesischen Behörden stattgefunden habe, hiess es in der Erklärung. Mezghani sagte, dass die Entscheidung nicht gerechtfertigt sei und nicht die Sicherheitslage in Tunesien widerspiegele.

Im Jahr 2015 hatten mehrere Terroranschläge das nordafrikanische Land getroffen. Dutzende Touristen, darunter zahlreiche Briten, starben. Seitdem hat sich die Sicherheitslage stabilisiert.

12 Tipps

Auch die Fluggesellschaft Royal Jordanian ist vom Verbot betroffen. Deren Passagiere sollen sich aber auf Langstrecken-Flügen nicht langweilen, weshalb das Unternehmen via Twitter 12 Tipps für Reisende veröffentlichte.

(nag/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hoffmann am 25.03.2017 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Am Kern vorbei...

    Es geht nicht um die Frage was mache ich 12 Stunden ohne Laptop, das ist keine Problem für mich. Ich möchte a) dass mein Laptop sicher und unbeschädigt am Zielort ankommt, denn dort brauche ich das Gerät. So wie ich manchmal sehe, wie mit eingechecktem Gepäck umgegangen wird möchte ich keinen Laptop oder ein 1'200 Franken Objektiv in den Koffer packen. b) Ich möchte nicht dass irgendwer auf meine Daten im Laptop zugreift, Spyware installiert oder ein Festplattenimage anfertigt. Das kann ich aber nur sicher stellen, wenn ich den Laptop nicht aus der Hand gebe.

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  • Reto64 am 25.03.2017 14:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unfug?

    Ist es jetzt besser wenn die Bombe im Frachtraum explodiert oder in der Kabine. Ich kann den Entscheid nur bedingt nachvollziehen.

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  • Kudi, Weggis am 25.03.2017 14:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nackt im Flugzeug

    Ich befürchte, es geht nicht mehr lange und wir dürfen nur noch Splitternackt ins Flugzeug steigen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Lorry am 26.03.2017 20:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unsinn

    Die CIA hat modifizierte Laptopbatterien in einem Labor gefunden, bei denen ein Teil Li Elemente mit Plastiksprengstoff ersetzt waren. Das Problem: Röntgengeräte können keinen Unterschied zwischen Sprengstoff und Lithiuzelle feststellen. Soweit so gut! Ionenscanner, die den Sprrngstoff erkennen können, gibt es nicht in allen Flughäfen, die jetzt mit dee Auflage belegt wurden. Konsequenz: Eine Bombe würde jetzt im Gepäckraum explodieren A la pan am flight 103! Diese Massnahme macht auch technisch absolut keinen Sinn!

  • Do am 26.03.2017 09:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ??

    Obwohl ich es ein wenig nachvollziehen kann, trotzdem; - man kann nicht mehr arbeiten - man muss auch für kurzreisen kleines Handgepäck teuer aufgeben - Kinder Langweilen sich und werden nervig - wenn die eine Bombe bauen wollen dann nehmen sie halt den Fernzünder mit im Handgepäck - müssen wir wieder schwere Bücher mitschleppen

  • Traveller am 26.03.2017 09:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Betrifft uns in der CH nicht

    Dieses Verbot trifft uns in Europa gar nicht -wieso dann dieser Aufschrei?.Ich fliege wohl kaum von Zürich via Saudi-Arabien in die USA...und jeder sollte ein paar Stunden ohne Laptop auskommen können.Bin selbst Vielflieger.

  • Fredi am 26.03.2017 07:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was ist mit den Kameras?

    Weiss jemand was die Regelung bei DSLR's ist

  • Himmelhergott am 26.03.2017 07:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Risiko

    Der Sicherheit bringt es überhaupt nichts, im Gegenteil, die Li-Ion Batterien sind im Frachtraum ein potentielles (hohes) gefahren Risiko. Bis etwas passiert, dann hoffe ich, das die US Regierung verklagt wird, auch wenn sie "straffrei" ausgehen würden.